Ravioles du Dauphiné — hausgemachte Adaption winziger Käse-Ravioles aus der Dauphiné
Ravioles du Dauphiné sind deutlich kleiner und dünner als die großen gefüllten Teigtaschen, die man im Deutschen oft mit Ravioli verbindet. Das geschützte Regionalprodukt gehört zur Dauphiné um Romans-sur-Isère und Royans und zeichnet sich durch sehr dünnen Weichweizenteig sowie eine Füllung aus Frischkäse, Käse und Petersilie aus. Diese Hausversion folgt der zentralen Zutatenlogik und dem kleinen quadratischen Format, wird aber ausdrücklich als häusliche Adaption bezeichnet und nicht als IGP-zertifiziertes Produkt.
Der Teig besteht aus 150 g Weizenmehl, 60 g Ei, 25 ml Wasser, etwas neutralem Öl und 1 g Salz. Nach 30 Minuten Ruhe wird er auf etwa 0,7 mm ausgerollt. Diese Dünne ist entscheidend, weil eine schwere Teighülle das kleine Format dominieren würde. Die Füllung kombiniert 150 g gut abgetropften Fromage blanc, 90 g Comté AOP, 25 g Ei, 12 g Butter und 15 g Petersilie. Sie bleibt dick und kalt, damit die empfindlichen Teigbahnen beim Füllen nicht durchnässen.
Die Montage ist der arbeitsintensivste Abschnitt. Kleine Füllpunkte werden zwischen zwei Bahnen eingeschlossen, Luft wird sorgfältig herausgedrückt und die Teigplatten in etwa 2,5 cm große Quadrate geschnitten. Ziel sind rund 240 Ravioles. Sie garen nur sehr kurz in sanft simmerndem Wasser. Eine Test-Raviole legt das Zeitfenster fest und bestätigt zugleich, dass die eihaltige Füllung 71 °C erreicht. Danach werden die übrigen Ravioles in drei Portionen zu jeweils ungefähr 80 Stück gegart.


