Französische Nationalgerichte

Pain au chocolat

Rechteckiges französisches Plundergebäck aus Hefeteig und Butterplatte, in jedem Stück mit zwei Stäben dunkler Schokolade gefüllt.

Französische Nationalgerichte
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Pain au chocolat — auf einem Teller angerichtet
Vorbereitung 70 Minuten
Garzeit 20 Minuten
Gesamtzeit 360 Minuten
Ergibt 12 pains au chocolat
Einführung und Überblick

Pain au chocolat mit touriertem Hefeteig und zwei Schokoladenstäben

Pain au chocolat ist weder eine Brioche mit eingeschlagener Schokolade noch ein Päckchen aus fertigem Blätterteig. Seine Struktur entsteht aus einem Hefeteig, der mit einer separaten Butterplatte touriert und anschließend zu Rechtecken ausgerollt wird, in denen jeweils zwei Schokoladenstäbe liegen. Das fertige Gebäck soll außen deutliche, knusprige Schichten und innen eine zarte, vollständig durchgebackene, wabenartige Krume rund um die Schokolade zeigen.

Beim Tourieren müssen Teig und Butter eine ähnliche kühle, biegsame Festigkeit haben. Ist die Butter deutlich härter, kann sie in Platten brechen; ist sie viel weicher, schmiert sie in den Teig und verwischt die Schichten. Diese Methode verwendet eine doppelte und anschließend eine einfache Tour, mit vollständiger Kühlung vor dem Tourieren und 30-minütigen Kühlphasen zwischen den Touren. Für das Formen wird der Teig auf etwa 3,5–4 mm ausgerollt und in zwölf Rechtecke von ungefähr 8 × 18 cm geschnitten.

Die Stückgare ist bewusst lang genug, damit das Gebäck sichtbar aufgeht. Der Platz darf jedoch nicht so warm sein, dass die Butter aus den Schichten zu schmelzen beginnt. Richtig gegangene Stücke sind deutlich größer und wackeln leicht, wenn das Blech bewegt wird. Direkt vor dem Backen mit Ei bestreichen und bei 190 °C tief goldbraun backen, bis die Krume vollständig gesetzt ist. Eine goldene Oberfläche allein reicht nicht, wenn um die Schokolade noch eine zusammengedrückte rohe Teiglinie bleibt.

Gelingpunkte

Gelingpunkte

  • Teig und 250 g Tourierbutter auf ähnlich kühle, biegsame Festigkeit bringen.
  • Nach jeder Tour kühlen, statt alle Faltungen ohne Pause auszuführen.
  • Zwölf gleich große Rechtecke formen und jedes mit genau zwei Schokoladenstäben zu je 6,5 g füllen.
  • Auf sichtbare Volumenzunahme und leichtes Wackeln achten, anschließend vollständig durchbacken.
Zutaten

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl
  • 250 ml kalte Vollmilch
  • 60 ml kaltes Wasser
  • 60 g Kristallzucker
  • 10 g Instant-Trockenhefe
  • 10 g feines Salz
  • 40 g ungesalzene Butter, weich, für den Teig
  • 250 g ungesalzene Butter, kühl und biegsam, zum Tourieren
  • 156 g dunkle Schokoladenstäbe: 24 Stäbe zu je 6,5 g, zwei pro Gebäckstück
  • 1 Schalenei, etwa 50 g, verquirlt zum Bestreichen
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Grundteig kneten. Mehl, Milch, 60 ml Wasser, Zucker, Hefe, Salz und 40 g weiche Butter zusammengeben und etwa 15 Minuten kneten, bis der Teig entwickelt und gleichmäßig ist. Der Teig soll glatt, mäßig elastisch und frei von trockenen Mehlstellen sein.

  2. Grundteig kühlen. Teig zu einem Rechteck flach drücken, abdecken und 60 Minuten im Kühlschrank kühlen. Der Teig soll vollständig gekühlt und fest, aber noch biegsam sein.

  3. Butter einschließen. 250 g Tourierbutter zu einer gleichmäßigen Platte von 15 × 20 cm formen, auf den gekühlten Teig legen und innerhalb von etwa 15 Minuten vollständig einschlagen. Die Butter muss ringsum bedeckt sein, ohne offene Kanten oder gebrochene Stellen. Finger vom Nudelholz fernhalten.

  4. Doppelte Tour geben. Teigpaket gleichmäßig ausrollen, Ecken möglichst rechtwinklig halten und in etwa 10 Minuten eine doppelte Tour geben. Die erste Tour soll gleichmäßig sein und die Butter als zusammenhängende Schicht ohne Austreten im Teig liegen.

  5. Nach der ersten Tour kühlen. Abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank kühlen. Der gefaltete Teig soll kühl genug sein, um sich ausrollen zu lassen, ohne dass Butter schmiert.

  6. Einfache Tour geben. Erneut ausrollen und in etwa 10 Minuten eine einfache Tour geben. Die zweite Tour soll gleichmäßig sein und der Block gerade, sichtbare Schichtkanten behalten.

  7. Vor dem Formen kühlen. Abdecken und weitere 30 Minuten kühlen. Der tourierte Block soll vor dem letzten Ausrollen fest und kühl sein.

  8. Ausrollen, schneiden und füllen. Auf etwa 3,5–4 mm ausrollen, zu zwölf Rechtecken von ungefähr 8 × 18 cm schneiden, je zwei Schokoladenstäbe zu 6,5 g einlegen und in etwa 20 Minuten zu sauberen Rechtecken aufrollen. Es sollen zwölf gleich große Stücke entstehen, jedes mit zwei Schokoladenstäben.

  9. Auf den Blechen gehen lassen. Mit der Naht nach unten auf belegte Bleche setzen und 120 Minuten in einem warmen Raum gehen lassen. Die Stücke sollen sichtbar vergrößert sein und beim Anstoßen des Blechs leicht wackeln. Zu große Hitze vermeiden, damit die Butter nicht aus den Schichten schmilzt.

  10. Bestreichen und backen. Mit verquirltem Ei bestreichen und bei 190 °C 20 Minuten backen. Das Gebäck soll tief goldbraun sein, außen knusprige Schichten und innen vollständig gesetzte Krume ohne rohe Teiglinie zeigen. Heiße Bleche mit trockenen Ofenhandschuhen anfassen.

  11. Vor dem Essen abkühlen. Auf ein Gitter setzen und 30 Minuten abkühlen lassen. Das Gebäck soll nur noch warm statt ofenheiß sein und die Schokolade nicht mehr gefährlich flüssig.

Servieren und Vorbereitung

Praxis

Servieren und Vorbereitung

Pain au chocolat schmeckt am Backtag nach der ersten 30-minütigen Abkühlphase am besten, solange die Schichten frisch und knusprig sind. Der tourierte Block kann bis zur letzten Tour einen Tag im Voraus vorbereitet und gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am nächsten Tag formen, gehen lassen und backen.

Aufbewahren und Aufwärmen

Vor luftdichtem Lagern vollständig auskühlen lassen. Kurzes Erwärmen im mäßig heißen Backofen frischt die Kruste auf, während die Mikrowelle die Schichten weich macht. Nicht so stark aufwärmen, dass die Schokolade gefährlich flüssig wird. Der Teig enthält rohes Mehl und die Oberfläche rohes Ei; ungebackenes Gebäck nicht probieren.

Ersatzmöglichkeiten

Feste Schokoladenstäbchen können gewerbliche Batons ersetzen, wenn die Gesamtmenge 156 g bleibt und jedes Stück den gleichen Anteil erhält. Fertiger Blätterteig ist kein gleichwertiger Ersatz, da Pain au chocolat auf touriertem Hefeteig beruht.

Fehlerbehebung

Fehlerbehebung

  • Butter bricht durch den TeigButter und Teig haben nicht dieselbe Festigkeit oder der Block ist zu warm geworden. Das Ausrollen stoppen, abdecken und vor dem Weiterarbeiten kühlen.
  • Das Gebäck bleibt dichtDie Schlussgare war zu kurz oder die Tourierung wurde zusammengedrückt. Vor dem Bestreichen auf klare Volumenzunahme und leichtes Wackeln warten.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 pain au chocolat aus einer Charge von 12
  • Kalorien437 kcal
  • Kohlenhydrate46,1 g
  • Eiweiß6,7 g
  • Fett25,2 g
  • Ballaststoffe2,3 g
  • Natrium350 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Weizen/Gluten, Milch, Ei und Soja, wenn die Schokolade Sojalecithin enthält. Rohteig nicht probieren. Bei 190 °C backen, bis die Krume vollständig gesetzt ist, und nicht allein nach der Oberflächenfarbe urteilen. Mit Nudelholz und heißen Blechen vorsichtig umgehen. Die Schokoladenfüllung bleibt nach dem Backen sehr heiß; vor dem Essen die vollen 30 Minuten abkühlen lassen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Warum zwei Schokoladenstäbe?

Zwei Stäbe verteilen die Schokolade gleichmäßig über das rechteckige Gebäck und gehören zum erkennbaren Format französischer pains au chocolat.

Kann die Gare an einem sehr heißen Ort verkürzt werden?

Starke Wärme kann die Tourierbutter schmelzen, bevor der Teig ausreichend gegangen ist. Eine langsamere warme Raumgare schützt die Schichten und ermöglicht kontrollierteres Aufgehen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Ein gelungenes pain au chocolat hat eine tief goldene, geschichtete Hülle, eine vollständig gebackene tourierte Krume und zwei klar erkennbare Schokoladenlinien.
  • Entscheidende Technik: Butter und Teig durch die Touren kühl halten und den geformten Stücken vor dem Backen bei 190 °C genügend Gehzeit geben.