Elsässischer Kougelhopf mit Rumrosinen und Mandeln
Kougelhopf ist ein elsässisches Hefegebäck in einer hohen, gerillten Ringform. Ganze Mandeln sitzen in den Vertiefungen der Form, Rosinen verteilen sich durch die Krume. Der Teig ist reich an Butter, Ei und Milch und steht damit einer Brioche näher als einem Rührkuchen. Trotzdem bleibt der Kougelhopf durch Form, Mandelanordnung und Rosinenprofil ein eigenes Gebäck und sollte nicht einfach als beliebiger Gugelhupf beschrieben werden.
Der Teig wird zunächst ohne Butter entwickelt. Mehl, Milch, Eier, Zucker, Salz und der Vorteig werden so lange geknetet, bis eine elastische Struktur entsteht; erst dann folgt die weiche Butter nach und nach. Ziel sind etwa 24–26 °C Teigtemperatur. So bleibt die Hefe aktiv, die Butter wird nicht ölig und das Glutengerüst ist stark genug, um die hohe Form zu tragen.
Die Rosinen ziehen eine Stunde in dunklem Rum und werden vor dem Unterkneten gründlich abgetropft. Nach der ersten Gare wird der Teig in eine 2-l-Form mit 22 cm Durchmesser gelegt und ein zweites Mal gehen gelassen. Gebacken wird bei 180 °C, bis die Kruste tief goldbraun und die Krume vollständig gesetzt ist. Der Rum wird durch Abtropfen und Backen reduziert, aber Alkohol wird nicht als vollständig entfernt angenommen.


