Pommes de terre au lard: bäuerliche Kartoffeln aus dem Vogesen-/Elsass-Kontext mit geräuchertem Bauchspeck und Zwiebeln, in Schichten gegart und an die roïgebrageldi-Tradition angelehnt.
Pommes de terre au lard ist keine einzelne geschützte französische Rezeptform, sondern eine Sammelbezeichnung für Kartoffeln, die mit Speck zubereitet werden. Der bäuerliche Kontext aus Vogesen und Elsass passt hier besonders gut, weil Kartoffeln, geräucherter Speck und Zwiebeln den Kern bilden und das Gericht gleichzeitig klar von pommes de terre sarladaises aus dem Périgord abgegrenzt bleibt.
Die gewünschte Textur liegt zwischen Bratkartoffel und Gratin. Dünne, festkochende Kartoffelscheiben garen in wenig Weißwein und Brühe weich, während ausgelassenes Speckfett und Butter die Schichten überziehen. Die lange Phase mit Deckel sorgt für gleichmäßig zarte Kartoffeln; erst zum Schluss wird offen weitergegart, damit die obere Lage etwas Farbe bekommt, ohne dass die Mitte austrocknet.
Bei der Würzung gibt der gepökelte Speck den Ton an. Das eingekaufte Stück wird nicht mitsamt Schwarte als vollständig essbar gerechnet: Verwendet werden 160 g essbarer, von der Schwarte befreiter Speck aus etwa 185 g Einkaufsgewicht. Das ausgelassene Fett bleibt im Topf und wird mitgegessen, weshalb es in der Nährwertberechnung enthalten ist.


