Nậm pịa
Nậm pịa ist mit der Esskultur der Black-Tai-Gemeinschaft in der vietnamesischen Provinz Sơn La verbunden. Pịa ist der dickflüssige Verdauungsinhalt aus dem Dünndarm eines Wiederkäuers und verleiht dem Gericht seinen ausgeprägten bitteren, erdigen Geschmack. In regionalen Varianten kommen Innereien von Rind, Büffel oder Ziege sowie Waldpfeffer mắc khén, Limettenblätter, lá lốt und húng đỏ zum Einsatz.
Dieses Rezept bereitet eine suppige pịa canh mit Rinderherz, Kutteln und Leber zu. Pịa wird auch als Dip namens pịa chấm serviert; Zutaten und Konsistenz unterscheiden sich je nach Zubereitung. Die Bitterkeit soll erkennbar bleiben und wird nicht mit Zucker oder fremden Gewürzen überdeckt.
Bei pịa ist die Bezugsquelle besonders wichtig. Verwenden Sie ausschließlich vorbereitete Rinder-pịa in versiegelter Verpackung, die ein kontrollierter Fleischverarbeiter ausdrücklich als Lebensmittel verkauft. Gewinnen oder verwenden Sie zu Hause keine Darmfüllung unbekannter Herkunft. Falls geprüfte Lebensmittel-pịa nicht erhältlich ist, verschieben Sie das Gericht; gewöhnliche Rinderbrühe ersetzt diese entscheidende Zutat nicht.


