Peruanische Nationalgerichte

Sopa teóloga

Ein an das Festgericht aus Moche angelehntes Menü mit sämiger Puten-Brotsuppe, Ziegenfleisch, Reis-Pepián, Oliven und gekochtem Ei.

Peruanische Nationalgerichte
Teilen
Sopa teóloga mit Pute, Brot und festlichen Beilagen
Sopa teóloga mit Pute, Brot und festlichen Beilagen
Ergibt 4 Portionen
Vorbereitung 40 Minuten
Garzeit 213 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 10 Minuten
Gesamtzeit 263 Minuten
Überblick

Sopa teóloga mit Pute, Brot und festlichen Beilagen

Sopa teóloga wird mit der Ortschaft Moche in der Region La Libertad verbunden und ist dort auch unter der Bezeichnung boda de Moche bekannt. Die gemeinschaftliche Festmahlzeit besteht nicht nur aus einem Topf Suppe: Geflügel, Ziegenfleisch, mit Brot gebundene Brühe, Pepián und weitere Beilagen können getrennt zubereitet und gemeinsam angerichtet werden.

Eine kleine Hausküche bildet nicht alle Abläufe einer örtlichen Festveranstaltung unverändert ab. Diese Version für vier Portionen bewahrt deshalb die wesentlichen Komponenten als sorgfältig koordiniertes Essen: Brühe aus Pute, in Milch eingeweichtes Brot als Bindung, langsam gegarte Ziege, würziger Reis-Pepián und fertig gekochte Eier.

Bei der Vorbereitung ist eine klare Reihenfolge wichtig. Erst die Pute sicher garen und die Brühe auffangen, anschließend die Ziege mit einem Teil davon weich köcheln. Den Reis separat fertigstellen und die Suppe erst kurz vor dem Anrichten mit Brot binden. Im Teller sollen Fleisch, Reis, Ei, Oliven und Petersilie erkennbar bleiben; die Brühe darf cremig sein, muss aber noch geschöpft werden können.

Zutaten

Zutaten

Putenbrühe

  • 700 g Putenstücke mit Knochen, aufgetaut; ergeben ungefähr 450 g gegartes essbares Fleisch
  • 1800 ml Wasser für die Putenbrühe
  • 150 g Karotten, in Scheiben
  • 90 g Staudensellerie, gehackt
  • 110 g Lauch, gewaschen und in Scheiben
  • 2 g getrockneter Oregano
  • 7 g Salz; 4 g für die Brühe und 3 g für weitere Komponenten

Brot und Würzbasis

  • 250 g Weißbrot vom Vortag, zerpflückt
  • 300 ml Vollmilch
  • 160 g rote Zwiebel, gewürfelt
  • 15 g Knoblauch, zerdrückt
  • 140 g Tomate, gewürfelt
  • 30 g ají-amarillo-Paste
  • 30 g Sonnenblumenöl; 20 g für die Suppe, 10 g für den Reis

Ziegenfleisch und Beilagen

  • 400 g Ziegenschulter ohne Knochen, gewürfelt
  • 220 g weißer Reis, roh und gespült
  • 500 ml Wasser für den Reis-Pepián
  • 4 g gemahlener Kreuzkümmel
  • 4 g gemahlene Kurkuma zum Färben des Reisanteils; kein örtlicher Safran
  • 4 Stück Eier, 4 große rohe Eier mit Schale, je etwa 50 g essbarer Anteil; werden hart gekocht
  • 1000 ml frisches Wasser für die Eier, nach dem Kochen verwerfen
  • 80 g schwarze Oliven, entsteint und abgetropft
  • 20 g glatte Petersilie, gehackt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Putenbrühe kochen.Putenstücke, Karotten, Sellerie, Lauch, Oregano, 4 g Salz und 1800 ml Wasser in einem großen abgedeckten Topf 75 Minuten köcheln lassen. Pute herausnehmen und Brühe abseihen und aufheben. Das Fleisch löst sich leicht an den Gelenken; die Brühe duftet kräftig. Im dicksten Fleischstück abseits des Knochens mindestens 74 °C messen.

  2. Ziegenfleisch schmoren.Die Ziegenwürfel mit 400 ml der aufgefangenen Putenbrühe in einem zweiten Topf 70 Minuten sanft köcheln lassen; übrige Brühe für die Suppe zurückhalten. Eine Gabel soll ohne Widerstand eindringen, die Flüssigkeit ist reduziert. Das Fleisch vollständig garen, nicht nach seiner Farbe beurteilen.

  3. Brot einweichen.Das zerpflückte Weißbrot 10 Minuten in der Milch einweichen und zu einer weichen Masse zerdrücken. Es dürfen keine trockenen Brotkerne zurückbleiben. Bei Vorbereitung im Voraus im Kühlschrank lagern.

  4. Würzbasis konzentrieren.In einer Pfanne 20 g Sonnenblumenöl erhitzen und rote Zwiebel, Knoblauch, Tomate und ají-amarillo-Paste 12 Minuten sanft braten. Die Würzbasis muss glänzen; Zwiebel und Tomate dürfen nicht mehr roh-scharf schmecken.

  5. Suppe mit Brot binden.Brot-Milch-Masse und Würzbasis mit einem Schneebesen in 950 ml der zurückbehaltenen Putenbrühe einarbeiten. 18 Minuten unter ständigem Rühren köcheln, bis die Suppe einen Löffel überzieht und dennoch fließfähig bleibt. Den Topfboden regelmäßig abstreichen, damit nichts ansetzt.

  6. Reis-Pepián kochen.Den gespülten Reis leicht zerstoßen und mit 500 ml Wasser, Kurkuma, Kreuzkümmel, 10 g Öl und den verbleibenden 3 g Salz vermengen. Zugedeckt 23 Minuten köcheln lassen. Die Körner müssen weich sein; der dicke Reis soll sich auf einem Löffel leicht aufhäufen.

  7. Vier Eier hart kochen.Die vier rohen Eier in einem kleinen Topf mit 1000 ml frischem Wasser bedecken. Bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 5 Minuten zum Kochen bringen, anschließend 10 Minuten sanft kochen. Unter kaltem fließendem Wasser abschrecken und schälen. Eiweiß und Eigelb müssen vollständig fest sein; beim Schälen auf saubere Hände und Geräte achten.

  8. Vier Schüsseln zusammenstellen.Putenfleisch von den Knochen lösen und mit Ziegenfleisch, je einem Löffel Reis-Pepián und der Brotbrühe auf vier Schüsseln verteilen. Jede Schüssel mit genau einem aufgeschnittenen hart gekochten Ei, Oliven und Petersilie garnieren; 10 Minuten einplanen. Die Komponenten sollen unterscheidbar und die Brühe dick, aber schöpfbar bleiben. Sofort heiß servieren.

Praxis

Praxis

Wichtige Gelingpunkte

Brotbrühe, Reis und Ziege getrennt halten und alle Komponenten heiß sowie sicher gegart servieren.

Praktische Hinweise

Die Brühe kann mit Pute vorausgegart werden, damit die einzelnen Bestandteile vor dem Servieren geordnet zusammenkommen. Geflügel bis 74 °C erhitzen, die Ziege so lange sanft garen, bis sie wirklich weich ist. Nur den für das Ziegenfleisch und für die Suppe vorgesehenen Anteil der Putenbrühe verwenden. Der Brotanteil bindet die Brühe nach kurzer Zeit stark. Sie darf nicht wie ein Püree fest werden; während des Erhitzens vom Boden her rühren. Der Pepián bleibt eine getrennte Reisbeilage und wird nicht einfach mit der ganzen Suppe vermischt. Gegartes Fleisch, Brotbrühe und Reis innerhalb von zwei Stunden zügig kühlen und abgedeckt aufbewahren. Beim erneuten Erwärmen 74 °C erreichen; hart gekochte Eier und Oliven erst zum Schluss portionsweise anrichten.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Suppe wird zu festBrot hat mehr Flüssigkeit aufgenommen als erwartet. Bei milder Hitze mit vorhandener zurückbehaltener Brühe lockern und gründlich rühren.
  • Reis wird matschig oder klumptZu viel Rühren oder zu hohe Hitze. Den Pepián zugedeckt leise garen und erst zum Portionieren vorsichtig lösen.
Nährwerte pro Portion (1 von 4)

Nährwerte pro Portion (1 von 4)

  • Portionsgröße1 von 4 Portionen
  • Kalorien940 kcal
  • Kohlenhydrate91 g
  • Eiweiß76 g
  • Fett28 g
  • Ballaststoffe6 g
  • Natrium1500 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Weizen/Gluten, Milch und Ei; Brot und weitere verpackte Zutaten auch auf zusätzliche Allergene prüfen. Putenfleisch an der dicksten Stelle auf mindestens 74 °C erhitzen. Die Eier vollständig hart kochen. Gegarte Fleisch-Brot-Bestandteile innerhalb von zwei Stunden kühlen und beim Aufwärmen 74 °C erreichen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Vier reichhaltige Schüsseln mit Brot-Putenbrühe, Ziege, Reis-Pepián, Ei und Oliven.
  • Entscheidender Schritt: Die einzelnen Komponenten getrennt garen und die Brotbrühe erst vor dem Servieren binden.