Peruanische Nationalgerichte

Lawa de maíz

Ein dicker Maiseintopf aus frisch gemahlenem Choclo mit Saubohnen, Kartoffeln, Huacatay, Frischkäse und Ei, wie er im Umfeld von Cusco gekocht wird.

Peruanische Nationalgerichte
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Lawa de maíz – Maissuppe mit Huacatay und Bohnen
Lawa de maíz – Maissuppe mit Huacatay und Bohnen
Ergibt 4 Portionen
Vorbereitungszeit 23 Minuten
Garzeit 38 Minuten
Zusätzliche Zeit 0 Minuten
Gesamtzeit 61 Minuten
Überblick

Lawa de maíz – Maissuppe mit Huacatay und Bohnen

Lawa de maíz ist eine andine Suppe, bei der frische, stärkehaltige Choclo-Maiskörner den Topf von selbst binden. Diese Zubereitung im kulinarischen Umfeld von Cusco kombiniert den Mais mit dicken Bohnen, Kartoffeln und der duftenden Kräutersorte Huacatay. Anders als bei einer Polentasuppe wird kein trockener Maisgrieß eingerührt.

Die frischen Körner werden mit etwas Wasser und Huacatay nur grob zerkleinert. Beim langsamen Einrühren und anschließenden Köcheln wird die rohe Stärke gegart; regelmäßiges Rühren bis zum Topfboden verhindert Anbrennen. Die fertige Suppe ist dick und löffelbar, nicht glatt püriert.

Huacatay ist ein aromatisches peruanisches Kraut, das sich nicht ohne Geschmacksänderung durch gewöhnliche Minze ersetzen lässt. Erst zum Schluss werden verquirltes Ei und ein frischer weißer Käse aus pasteurisierter Milch eingearbeitet. Feine feste Eifäden und ein messbar ausreichend heißer Suppenkern sind für das Gelingen wichtig.

Zutaten

Zutaten

Suppe und Gemüse

  • 650 g frische, stärkehaltige Choclo-Maiskörner, von den Kolben gelöst
  • 170 g ausgelöste dicke Bohnen (Saubohnen), bei fester Außenhaut zusätzlich geschält; frisch oder aufgetaut
  • 320 g weiße Kartoffeln, geschält und in 2 cm große Würfel geschnitten
  • 1500 ml Wasser, davon 250 ml für den Mixer und 1250 ml für den Topf
  • 90 g rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 25 g Ají-mirasol-Paste aus getrockneter gelber peruanischer Chili
  • 25 ml neutrales Pflanzenöl zum Anschwitzen
  • 3 g feines Salz

Kräuter und Einlage

  • 14 g frische, gewaschene Huacatay-Blätter, aromatisches peruanisches Kraut
  • 150 g frischer weißer peruanischer Käse aus pasteurisierter Milch, zerbröselt
  • 100 g verquirltes ganzes Ei ohne Schale, ungefähr zwei Eier
  • 10 g glatte Petersilie, fein gehackt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Mais und Huacatay grob mixen.650 g Choclo-Körner mit 14 g Huacatay-Blättern und 250 ml des abgemessenen Wassers im Mixer während etwa 8 Minuten in kurzen Intervallen grob zerkleinern. Es sollen kleine Maisstückchen, aber keine ganzen harten Körner mehr vorhanden sein.

  2. Zwiebeln und Ají anschwitzen.25 ml Öl in einem schweren Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. 90 g Zwiebel 5 Minuten weich dünsten, anschließend 25 g Ají-mirasol-Paste einrühren und weitere 2 Minuten garen, insgesamt 7 Minuten. Die Zwiebel soll glasig und die Chilipaste nicht mehr roh riechen; nichts darf dunkel anbrennen.

  3. Kartoffeln und Bohnen köcheln.Die verbliebenen 1250 ml Wasser mit 320 g Kartoffelwürfeln, 170 g Bohnen und 3 g Salz in den Topf geben. Bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 16 Minuten sanft köcheln und gelegentlich den Boden umrühren. Die Kartoffeln sollen fast weich sein und die Bohnen auf Druck nachgeben.

  4. Gemahlenen Mais fertig garen.Die Mais-Huacatay-Masse nach und nach unter kräftigem Rühren in die simmernde Suppe geben. Bei niedriger Hitze 12 Minuten köcheln lassen und häufig bis zum Topfboden rühren. Kein mehliger Rohmaisgeschmack darf bleiben; die Suppe soll den Rücken eines Löffels überziehen.

  5. Ei und Käse einziehen lassen.100 g verquirltes Ei unter Rühren in dünnem Strahl hineingeben, danach 150 g zerbröselten pasteurisierten Käse einstreuen. Weitere 3 Minuten sanft köcheln. Die eihaltige Suppe muss überall mindestens 71 °C erreichen. Feine gegarte Eifäden sollen sichtbar sein, während der Käse warm und weich bleibt.

  6. Mit Petersilie servieren.Den Topfboden nochmals freirühren und die Suppe binnen etwa 3 Minuten auf vier tiefe Schalen verteilen. Insgesamt 10 g Petersilie darüberstreuen. Die Konsistenz soll dick, dennoch gut löffelbar sein; Bohnen und Kartoffelstücke bleiben sichtbar.

Praxis

Praxis

Worauf es ankommt

Den grob gemahlenen Mais unter ständigem Rühren einlaufen lassen. Nach der Zugabe der Eier die sichere Temperatur im gesamten Topf kontrollieren.

Praktische Hinweise

Choclo enthält meist mehr Stärke und weniger Süße als üblicher Zuckermais. Zuckermais ergäbe eine süßere, dünnere Suppe und ist keine gleichwertige Zutat. Huacatay lässt sich ebenfalls nicht geschmacksneutral ersetzen. Reste innerhalb von 2 Stunden in flache Behälter umfüllen, auf höchstens 4 °C kühlen und innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen. Unter Rühren auf 74 °C aufwärmen. Die Suppe dickt beim Kühlen weiter nach; nicht unbemerkt zusätzliche Wassermengen einrechnen.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Die Suppe setzt am Boden anDer Mais wurde zu schnell eingerührt oder zu wenig bewegt. Hitze verringern und mit einem flachen Löffel regelmäßig über den Boden gehen.
  • Der Mais schmeckt rohDie gemahlenen Körner waren zu kurz im Topf. Unter Rühren sanft weitergaren, bis der mehlige Geschmack verschwindet.
Nährwerte pro Portion (geschätzt)

Nährwerte pro Portion (geschätzt)

  • Portionsgröße1 von 4 gleich großen angerichteten Portionen
  • Kalorien483 kcal
  • Kohlenhydrate59 g
  • Eiweiß19 g
  • Fett19 g
  • Ballaststoffe10 g
  • Natrium550 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Milch (frischer Käse) und Ei; die Deklaration von gekauftem Käse und Ají-Paste prüfen. Ausschließlich Käse aus pasteurisierter Milch verwenden. Nach der Ei-Zugabe muss die gesamte Suppe mindestens 71 °C erreichen. Saubere Arbeitsgeräte verwenden; Reste binnen 2 Stunden in flachen Behältern auf höchstens 4 °C kühlen und beim Aufwärmen auf 74 °C bringen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Dickflüssige Choclo-Suppe mit Saubohnen, Kartoffelstücken, zarten Eifäden und weißem Käse.
  • Entscheidender Handgriff: Grob gemahlenen Mais unter Rühren durchgaren und das Ei mit einer Temperaturmessung absichern.