Kolumbianische Nationalgerichte

Sancocho de gallina (kolumbianischer Hühnersuppeneintopf aus Huila)

Ein Suppenhuhn mit grüner Kochbanane, Maniok, Kartoffeln und Mais langsam garen und als Huila-Sancocho de gallina mit weißem Reis, Avocado und Tomaten-Hogao servieren.

Kolumbianische Nationalgerichte
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Sancocho de gallina (kolumbianischer Hühnersuppeneintopf aus Huila)
Ergibt 10 großzügige Portionen
Portionsbasis Eine große Schale mit Huhn und Gemüse, ein Zehntel des Reises, etwa 25 g Hogao und 50 g Avocadofruchtfleisch
Schwierigkeit Mittel; das Suppenhuhn braucht Zeit und das Gemüse wird in mehreren Etappen zugegeben
Ernährungsweise Mit Geflügel; keine wichtigen kennzeichnungspflichtigen Allergene absichtlich enthalten
Vorbereitung 45 Minuten
Überblick

Sancocho de gallina (kolumbianischer Hühnersuppeneintopf aus Huila)

Sancocho de gallina: ein Eintopf aus Huila für die gemeinsame Tafel

Dieser Sancocho de gallina nach Huila-Art wird mit einem Suppenhuhn am Knochen, grüner Kochbanane, Maniok, Kartoffeln und frischem Mais langsam gegart. Das Huhn braucht Zeit, um weich zu werden und dem Sud Geschmack zu geben. Das Gemüse kommt nach und nach in den Topf: zuerst die Kochbanane, danach Maniok, Kartoffeln und Mais. So wird alles gar, ohne dass die Stücke zerfallen.

Sancocho de gallina bezeichnet eine Familie kolumbianischer Suppeneintöpfe, deren Zutaten sich je nach Region und Haushalt unterscheiden. Dieses Rezept folgt ausdrücklich einer Huila-Zubereitung. Manche Varianten aus Huila enthalten zusätzlich Kürbis oder Arracacha; im Valle del Cauca wird der Eintopf mit anderen Zutaten und Techniken zubereitet. Hier bleiben Huhn, grüne Kochbanane, Maniok, Kartoffeln und Mais als eine dokumentierte Kombination aus Huila zusammen, statt regionale Rezepte zu vermischen.

Zum Eintopf kommen weißer Reis, Hogao aus Tomaten und langen Frühlingszwiebeln sowie Avocado. Reis lässt sich direkt in den Teller geben oder separat essen; ein Löffel Hogao bringt Tomaten- und Zwiebelaroma dazu. Am besten eignet sich ein Suppenhuhn, dessen Fleisch fester ist als das eines jungen Hähnchens. Bleibt es zäh, die Garzeit verlängern. Für den richtigen Garpunkt sowohl die Zartheit als auch die sichere Kerntemperatur prüfen.

Sancocho ist eine Familie kolumbianischer Suppeneintöpfe; Fleisch, Wurzeln, Kräuter und Beilagen unterscheiden sich von Region zu Region und von Haushalt zu Haushalt. Diese Version verbindet Suppenhuhn, grüne Kochbanane, Yuca beziehungsweise Maniok, Kartoffeln und Mais. Weißer Reis und eine Tomaten-Zwiebel-Sauce kommen separat dazu. Andere Rezepte aus Huila verwenden Kürbis oder Arracacha; der Sancocho aus Ginebra im Valle del Cauca folgt einer anderen Zutatenliste und Zubereitung.

Ein Suppenhuhn gibt dem Sud einen kräftigen Geschmack und bleibt zunächst fest. Das Fleisch erst allein köcheln lassen, bis es sich langsam vom Knochen löst. Danach die Kochbanane zugeben, die länger als die übrigen Gemüse braucht. Maniok und Kartoffeln folgen später, damit sie weich werden, aber als Stücke erkennbar bleiben.

Den Topf nur sanft köcheln lassen. Bei starkem Kochen zerfällt das Gemüse womöglich, bevor das Huhn zart ist. Die Stärke der Kochbanane und Kartoffeln macht den Sud von selbst sämiger; pürieren oder zerdrücken ist nicht nötig.

Zutaten

Zutaten

Sancocho

  • 2,2 kg Suppenhuhn mit Knochen, roh, küchenfertig und in 10 Portionen zerteilt; lose Haut nach Möglichkeit entfernen
  • 4,5 l kaltes Wasser; etwas kochendes Wasser nur zum Nachgießen, falls nötig
  • 120 g lange Frühlingszwiebeln (cebolla larga), etwa 4 Stangen, gewaschen und zusammengebunden
  • 8 g Blätter cilantro cimarrón (culantro, Langblättriger Koriander), etwa 5 große Blätter, gewaschen und mit den Zwiebeln gebündelt
  • 12 g feines Salz für den Sud und weitere 4 g zum Abschmecken
  • 3 mittelgroße grüne Kochbananen, etwa 700 g geschält, in 5 cm große Stücke geschnitten
  • 900 g Maniok (Yuca), geschält, bei ausgeprägtem holzigem Kern davon befreit und in 5 cm große Stücke geschnitten
  • 680 g weiße Kartoffeln, geschält und in 4 cm große Stücke geschnitten
  • 3 mittelgroße frische Maiskolben, etwa 600 g ohne Hüllblätter, gewaschen und jeweils in 3 Stücke geschnitten
  • 25 g frischer Koriander, Blätter und zarte Stiele fein gehackt; einen Teil zum Servieren zurücklegen
  • 10 g glatte Petersilie, fein gehackt

Weißer Reis

  • 600 g weißer Langkornreis, gespült, bis das Wasser fast klar bleibt, und abgetropft
  • 1,1 l frisches Wasser
  • 8 g feines Salz

Hogao und zum Servieren

  • 100 g lange Frühlingszwiebeln (cebolla larga), fein gehackt
  • 300 g reife Tomaten, fein gehackt
  • 30 ml neutrales Pflanzenöl
  • 2 g feines Salz
  • 500 g Avocadofruchtfleisch, etwa 3 reife Avocados, erst kurz vor dem Servieren aufgeschnitten
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Huhn, Kräuterbündel und Gemüse vorbereiten Das rohe Huhn auf ein separates Brett und Tablett legen. Die 120 g ganzen Frühlingszwiebeln mit den Blättern des cilantro cimarrón zu einem Bündel binden. Die Kochbananen schälen und in 5 cm große Stücke schneiden. Den Maniok schälen, einen ausgeprägten holzigen Kern entfernen und ebenfalls in Stücke schneiden. Die Kartoffeln in 4 cm große Stücke und jeden Maiskolben in drei Teile schneiden. Koriander und Petersilie fein hacken; etwas Koriander zum Garnieren zurücklegen.

  2. Den Hühnersud ansetzen Huhn, 4,5 l kaltes Wasser, Kräuterbündel und 12 g Salz in einen schweren 12-l-Topf geben. Bei mittelhoher Hitze zum Kochen bringen und aufsteigenden Schaum abschöpfen. Die Hitze reduzieren, sodass der Sud sanft köchelt, den Deckel teilweise auflegen und 75–105 Minuten garen. Die Stücke ein- bis zweimal wenden. Die dickste Stelle mit einem Sofortthermometer prüfen: Sie muss mindestens 74 °C erreichen. Das Fleisch sollte außerdem beginnen, sich vom Knochen zu lösen. Ist es nach 105 Minuten noch zäh, vor der Gemüsezugabe in 15-Minuten-Schritten weitergaren.

  3. Währenddessen den Hogao zubereiten Das Öl in einer Pfanne bei mittlerer bis niedriger Hitze erwärmen. Die 100 g gehackten Frühlingszwiebeln zugeben und unter Rühren 4–5 Minuten weich dünsten, ohne sie zu bräunen. Tomaten und 2 g Salz einrühren. Den Deckel leicht auflegen und 10–12 Minuten garen; gelegentlich umrühren, bis eine dicke, weiche Sauce entsteht. Den Herd ausschalten und den Hogao abgedeckt warm halten.

  4. Zuerst die Kochbanane zugeben Sobald das Huhn zart ist, die Kochbananenstücke in den Topf geben. Den Sud 20 Minuten sanft köcheln lassen. Die Kochbanane soll weich werden und an den Rändern leicht durchscheinend aussehen, aber noch ihre Form behalten. Sind die Zutaten durch die Verdunstung kaum noch bedeckt, etwas kochendes Wasser nachgießen.

  5. Maniok, Kartoffeln und Mais hinzufügen Maniok, Kartoffeln und Mais zugeben. Den Sud wieder sanft zum Köcheln bringen und 20–25 Minuten garen, bis ein Messer leicht in Maniok und Kartoffeln gleitet und der Mais bis zur Mitte heiß ist. Die Kochbanane darf weicher werden und den Sud andicken; Maniok und Kartoffeln sollen als zarte Stücke erkennbar bleiben. Nicht kräftig umrühren.

  6. Den Reis kochen und ausdampfen lassen Während das Gemüse gart, Reis, 1,1 l Wasser und 8 g Salz in einem Topf mit Deckel vermengen. Bei mittelhoher Hitze zum Kochen bringen. Einmal umrühren, fest verschließen und die Hitze auf niedrig stellen. Etwa 15 Minuten garen, bis das Wasser aufgenommen und der Reis weich ist. Vom Herd nehmen und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen; anschließend mit einer Gabel auflockern.

  7. Abschmecken und servieren Das Bündel aus Frühlingszwiebeln und cilantro cimarrón herausnehmen und entsorgen. Den Sud probieren und bei Bedarf die übrigen 4 g Salz einrühren. Den größten Teil des gehackten Korianders und die gesamte Petersilie unterrühren. Sud und Gemüse auf tiefe Teller verteilen und jeweils ein Stück Huhn dazugeben. Reis, Hogao, Avocado und den restlichen Koriander separat servieren. Reis und Hogao können nach Belieben in den Teller gegeben werden.

Praktische Hinweise

Praxis

Nährwerte pro Portion

Die Werte sind Schätzungen auf Basis der aufgeführten Mengen und 10 Portionen. Sie variieren je nach essbarem Anteil des Huhns, verbliebener Haut, Größe des Gemüses, Verdunstung und Wasseraufnahme des Reises. Zusätzliche Beilagen sind nicht eingerechnet.

So gelingt der Eintopf

Das Huhn in kaltem Wasser ansetzen, damit der Sud beim langsamen Erhitzen Geschmack aufnimmt. Die Kochbanane vor Maniok, Kartoffeln und Mais zugeben, damit sie länger garen kann. Reis und Hogao getrennt kochen und auf den Tisch stellen, damit jede Person den Teller selbst zusammenstellen kann.

Praktische Hinweise

Servieren Den Eintopf heiß in tiefen Tellern anrichten. Jede Portion soll Sud, ein Stück Huhn, Kochbanane, Maniok, Kartoffel und Mais enthalten. Reis, Hogao und Avocado separat auf den Tisch stellen. Reis kann in den Sud kommen oder daneben gegessen werden. Die Avocado erst kurz vor dem Essen aufschneiden. Vorbereitung Der Eintopf mit Huhn und Gemüse lässt sich einen Tag vorher kochen. Rasch in flachen Behältern abkühlen und im Kühlschrank aufbewahren. Für die beste Konsistenz den Reis frisch kochen. Den Eintopf auf 74 °C erhitzen, den Hogao zubereiten oder aufwärmen und die Avocado erst kurz vor dem Essen aufschneiden. Das Gemüse wird beim Lagern weicher, der Sud am nächsten Tag sämiger. Aufbewahren und aufwärmen Eintopf und Reis innerhalb von 2 Stunden getrennt in flachen Behältern kühlen und innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen. Beides auf 74 °C erhitzen. Den Eintopf langsam erwärmen und vom Topfboden her vorsichtig umrühren, damit das Gemüse ganz bleibt. Bei Bedarf etwas kochendes Wasser einrühren. Den Eintopf ohne Avocado und den Reis getrennt einfrieren. Im Kühlschrank auftauen und auf 74 °C erhitzen. Speisen, die länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur standen, entsorgen. Ersatzmöglichkeiten Frischer Maniok lässt sich durch die gleiche Menge geschälten Tiefkühlmaniok ersetzen. Im Kühlschrank auftauen, abtropfen lassen und vor dem Kochen schneiden. Tiefkühl-Maisstücke können frischen Mais ersetzen, garen aber eventuell schneller. Wenn kein Suppenhuhn erhältlich ist, Hähnchen mit Knochen verwenden und nach etwa 35 Minuten erstmals prüfen: Es wird meist schneller zart. Herausnehmen, sobald es weich ist und mindestens 74 °C erreicht hat, und wieder zugeben, wenn das Gemüse fast gar ist. Der Sud wird dadurch milder. cilantro cimarrón hat keinen exakten Ersatz; gewöhnlicher Koriander bringt Frische, aber nicht dasselbe Aroma.

Wenn etwas nicht klappt

Das Huhn bleibt zäh: Sanft weiterköcheln lassen und alle 15 Minuten prüfen. Das Gemüse erst zugeben, wenn das Fleisch fast zart ist; falls nötig, das Huhn während des ersten Kochens der Kochbanane kurz herausnehmen und später zurückgeben. Der Maniok hat einen harten Kern: Den holzigen Mittelstrang vor dem Kochen entfernen. Stücke, die danach noch faserig sind, nicht servieren. Der Sud wird zu dick: Nach und nach kochendes Wasser einrühren. Kaltes Wasser senkt die Temperatur und bremst den Garvorgang. Das Gemüse zerfällt: Starkes Kochen vermeiden, die Stücke gleichmäßig schneiden und vorsichtig mit einem Holzlöffel umrühren.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Die Zutaten enthalten absichtlich keines der wichtigsten kennzeichnungspflichtigen Allergene. Etiketten von abgepacktem Reis, Gewürzen und Öl prüfen und bei Allergien Kreuzkontakt vermeiden. Das Gericht enthält Geflügel und ist nicht vegetarisch. Rohes Huhn getrennt von gekochtem Reis und verzehrfertigen Lebensmitteln halten. Nach dem Kontakt Hände waschen und Brett, Messer, Tablett und Spüle reinigen. Mit einem Thermometer prüfen, dass die dicksten Hühnerstücke mindestens 74 °C erreichen; die Farbe allein bestätigt keine sichere Durchgarung. Bis das Fleisch zart ist, kann eine längere Garzeit nötig sein. Eintopf und Reis in flachen Behältern abkühlen und innerhalb von 2 Stunden kühlen. Reste innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen und auf 74 °C erhitzen. Hogao und Avocado getrennt lagern; die Avocado erst kurz vor dem Servieren schneiden.

Häufige Fragen

Was bedeutet „gallina“ in diesem Rezept? Gemeint ist eine ausgewachsene Henne für lange Garzeiten. Ihr Fleisch ist fester als das eines jungen Hähnchens und braucht länger. Ein Huhn für Suppe oder Schmorgerichte mit Knochen wählen und in Stücke teilen lassen. Bei normalem Hähnchen früher den Garpunkt prüfen. Lässt sich der Eintopf im Schnellkochtopf zubereiten? Die Zeitangaben gelten für einen normalen Topf. Ein Schnellkochtopf verändert Garzeit und Gemüsebeschaffenheit. Die Herstellerhinweise für Geflügel beachten: erst das Huhn garen, den Druck sicher ablassen und dann das Gemüse für eine kürzere zweite Garphase zugeben. Sicherstellen, dass das Huhn 74 °C erreicht und zart ist. Sind Kürbis oder Arracacha notwendig? Nein. Sie kommen in manchen Rezepten aus Huila vor; diese Version basiert jedoch auf grüner Kochbanane, Maniok, Kartoffeln und Mais. Zusätzliche Wurzeln verändern Mengen und Garzeit.

Zum Abschluss

Ergebnis: Ein sämiger Huila-Sancocho mit zartem Huhn und erkennbaren Stücken Kochbanane, Maniok, Kartoffeln und Mais, dazu Reis, Hogao und Avocado. Entscheidende Technik: Erst das Huhn zart garen, dann das Gemüse stufenweise zugeben, damit der Sud Bindung bekommt und die Stücke ihre Form behalten.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße: Große Schale mit Huhn und Gemüse, ein Zehntel des Reises, etwa 25 g Hogao und 50 g Avocado
  • Kalorien: Etwa 880 kcal
  • Kohlenhydrate: 126 g
  • Eiweiß: 42 g
  • Fett: 23 g
  • Ballaststoffe: 10 g
  • Natrium: Etwa 1.050 mg