Korsische Sardines farcies au brocciu
Sardines farcies au brocciu verbinden frische Sardinen mit Brocciu, dem korsischen Frischkäse aus Molke. Brocciu wird hier nicht als austauschbare Ricotta-Variante behandelt: Für den unveränderten Namen des Gerichts gehört echter Brocciu dazu. Die Sardinen werden geputzt, aufgeklappt und entgrätet, mit Brocciu, Ei, Knoblauch, Petersilie und Schnittlauch gefüllt und anschließend gebacken statt frittiert.
Bei kleinen Fischen lohnt sich sorgfältige Vorbereitung besonders. Wird die Mittelgräte entfernt, entsteht Platz für die Füllung; gleichzeitig sollen die beiden Filetseiten so weit verbunden bleiben, dass sie die Käsemasse umschließen können. Die Füllung dünn und gleichmäßig verteilen, nicht hoch auftürmen. Zu viel Füllung erschwert das Formen und bräunt außen, bevor der Fisch im Inneren sicher gegart ist.
Der 220 °C heiße Ofen sorgt für eine kurze, klare Garphase. Die Ränder der Sardinen dürfen leicht bräunen, die Brocciu-Masse soll fest werden. Maßgeblich für die Sicherheit bleibt jedoch 63 °C in der dicksten gefüllten Sardine. Fisch und Füllung während der Vorbereitung gekühlt halten, weil hier roher Fisch, frischer Käse und Ei zusammenkommen.


