Bánh bò nướng (vietnamesischer Pandan-Kokos-Waben-Kuchen)
Bánh bò nướng ist ein gebackener Kuchen aus Südvietnam. Er hat eine goldene Kruste und eine weiche, elastische Krume mit wabenähnlichen Tunneln. Kokosmilch sorgt für Fülle, Pandan für ein leicht grasiges Aroma. Diese Version für die heimische Küche enthält Tapiokastärke, etwas Reismehl und chemische Triebmittel und muss daher nicht über Nacht fermentieren.
Die typische Krume entsteht vor allem durch die richtige Temperatur und eine behutsame Verarbeitung, nicht durch kräftiges Rühren. Eine gefettete, vorgeheizte Form lässt den Teig sofort nach dem Einschieben anfangen zu stocken. Sanftes Rühren beugt großen Luftblasen vor, die unregelmäßige Hohlräume verursachen oder die Mitte einsinken lassen können.
Schneide den Kuchen erst an, wenn er vollständig abgekühlt ist, damit die Tunnel gut sichtbar sind. Pandanpaste ist je nach Produkt unterschiedlich konzentriert. Beginne mit der kleinen angegebenen Menge und beachte bei Konzentrat die Packungsangabe.
Bánh bò nướng ist die gebackene südliche Variante von bánh bò. Tapiokastärke macht die Krume angenehm elastisch, etwas Reismehl mildert den Biss, Kokosmilch und Pandan sorgen für den vertrauten süß-aromatischen Geschmack. Andere bánh-bò-Rezepte verwenden Hefe und eine längere Gärzeit; diese Variante wird am selben Tag mit Weinstein und Natron gebacken.
Die Luftkanäle sollten längs durch das Stück verlaufen, ihr Muster fällt jedoch jedes Mal anders aus. Die Krume soll nicht so luftig wie Biskuit sein: Typisch ist die weiche, federnde Textur unter dem gebräunten Rand.


