Bánh ít nhân đậu xanh (Bình-Định-Reisküchlein mit Ramie und Mungbohnen)
Bánh ít bezeichnet eine Familie vietnamesischer Küchlein, deren Teig, Füllung und Hülle je nach Region variieren. Dieses Rezept orientiert sich an einer dokumentierten Zubereitung aus Bình Định: lá gai (Ramieblätter) werden weich gekocht und fein zerstampft, dann in den Teig eingearbeitet. Eine feste, süße Masse aus Mungbohnen und Kokos bildet die Füllung. Jedes kleine pyramidenförmige Küchlein wird in ein Bananenblatt gewickelt und gedämpft, bis der Reisteig glänzt.
Der Teig muss elastisch genug sein, um die Füllung ohne Risse zu umschließen. Das Wasser nach und nach zugeben, denn sowohl die Feuchtigkeit des Ramiepürees als auch die Aufnahmefähigkeit des Mehls können variieren. Die Füllung vor dem Formen vollständig abkühlen lassen und die gegarten Küchlein ruhen lassen, bevor die Blätter geöffnet werden.
Dies ist bánh ít lá gai aus Bình Định: Ramieblätter färben die Hülle dunkel und geben ihr eine pflanzliche, erdige Note, ganz ohne künstliche Farbe. Süße Mungbohnenpaste und Kokos bilden die Füllung; das Bananenblatt sorgt für Aroma und hilft, die Form zu halten. Andere bánh ít können aus anderem Teig oder mit herzhaften Füllungen zubereitet werden. Dieses Rezept konzentriert sich auf eine gut dokumentierte süße Variante von der zentralen Küste.
Teig und Füllung brauchen jeweils die passende Konsistenz. Die Bohnen vollständig weich garen und die Füllung so lange rühren, bis sie zusammenhält. Den Teig glatt und elastisch kneten; er sollte nicht an sauberen, trockenen Händen kleben. Ein eng anliegendes, aber nicht zusammengedrücktes Blattpäckchen lässt den Dampf gleichmäßig zirkulieren. Vollständig abgekühlte Küchlein lassen sich leichter auswickeln, ohne zu reißen.


