Kolumbianische Nationalgerichte

Sancocho trifásico aus San Estanislao mit Schwein, Hähnchen und Wurzelgemüse

Bolívar-Eintopf mit Schweinerippchen und -schulter, Hähnchen, Maniok, Yams, grüner Kochbanane und Mais.

Kolumbianische Nationalgerichte
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Sancocho trifásico aus San Estanislao mit Schweinerippchen und Schweineschulter, Hähnchen, Maniok, Kartoffeln, Yams, Kürbis, grüner Kochbanane und Mais.
Portionen 8 großzügige Portionen
Aktive Vorbereitung 45 Minuten
Garzeit etwa 2 Stunden 10 Minuten
Ruhezeit keine
Gesamtzeit etwa 2 Stunden 55 Minuten
Überblick

Sancocho trifásico aus San Estanislao mit Schwein, Hähnchen und Wurzelgemüse

Das Verzeichnis traditioneller Küchen des kolumbianischen Kulturministeriums führt Sancocho trifásico in San Estanislao de Kostka im Departamento Bolívar als alltägliche Suppe. Die lokale Beschreibung nennt Schweinerippchen, Henne und Schweinefleisch sowie Maniok, Kartoffel, Yams, Ahuyama-Kürbis, Kochbanane, Mais und Gewürze. Der Name verweist auf drei Fleischkomponenten; das Gemüse macht die Brühe zu einer vollständigen Mahlzeit. Der kommunale Eintrag belegt den regionalen Zusammenhang, enthält jedoch keine abgewogene Rezeptur.

Diese abgewogene Hausversion hält sich an die Zutatenliste und benennt ihre Anpassungen: Sie verwendet Hähnchenteile statt einer ausgewachsenen Henne und setzt bei der zweiten Schweinekomponente auf ausgelöste Schulter, weil das Verzeichnis weder Teilstücke noch Mengen aufführt. Ein anderes veröffentlichtes Rezept mit dem Namen trifásico kombiniert Rind, Schwein und Hähnchen. Das ist eine eigene Variante und nicht die Grundlage für die hier beschriebene Zubereitung aus San Estanislao. In Familienküchen können Fleischzuschnitt, Würzung und Gemüseanteile abweichen.

Die Abfolge ist für den heimischen Herd gedacht. Zuerst köchelt das Schweinefleisch, dann kommen Hähnchen und Mais dazu, anschließend die Wurzeln. So werden sie weich, ohne zu zerfallen. Schneide alles in großzügige, möglichst gleichmäßige Stücke und halte die Hitze niedrig. Am Ende soll die Brühe würzig und gehaltvoll sein, das Fleisch zart und die Maisstücke sowie Wurzeln sollen in der Schale noch erkennbar bleiben.

Zutaten

Zutaten

Fleisch und Brühe

  • 900 g Schweinerippchen, in 5 cm große Stücke geschnitten
  • 500 g Schweineschulter ohne Knochen, in 4 cm große Stücke geschnitten
  • 900 g Hähnchenschenkel und -keulen mit Knochen
  • 4500 ml Wasser

Wurzeln und Gemüse

  • 2 (etwa 500 g geschält) grüne Kochbananen, geschält und in 4 cm große Stücke geschnitten
  • 400 g Maniok, geschält, holzigen Kern entfernt und in 4 cm große Stücke geschnitten
  • 400 g Kartoffeln, geschält und geviertelt
  • 400 g Yams, geschält und in 4 cm große Stücke geschnitten
  • 400 g Ahuyama-Kürbis, geschält, entkernt und in 4 cm große Stücke geschnitten
  • 4 Maiskolben (etwa 600 g vorbereitet), geputzt und in dicke Scheiben geschnitten

Würzung und Abschluss

  • 180 g Zwiebel, fein gehackt
  • 180 g Tomate, fein gehackt
  • 100 g milde süße Paprika, fein gehackt
  • 60 g Frühlingszwiebeln, zusammengebunden
  • 15 g Knoblauch, zerdrückt
  • 3 g gemahlener Kreuzkümmel
  • 14 g feines Salz, aufgeteilt und nach Geschmack angepasst
  • 1 g schwarzer Pfeffer
  • 15 g Koriandergrün, gehackt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fleisch und Gemüse vorbereiten. Halte rohes Schweinefleisch und Hähnchen getrennt von Gemüse und sauberem Kochgeschirr. Wasche das Gemüse unter fließendem Wasser. Schäle Wurzeln und Kochbananen, entferne bei Bedarf den holzigen Maniokkern und schneide alles in großzügige, ähnlich große Stücke. Binde die Frühlingszwiebeln zu einem festen Bündel, damit du sie später leicht herausnehmen kannst. Bis zum Kochen bleibt das Fleisch im Kühlschrank.

  2. Die Schweinebrühe ansetzen. Gib Rippchen, Schulter, Wasser und Frühlingszwiebeln in einen schweren Topf mit 10–12 l Fassungsvermögen. Bringe alles zum Kochen, schöpfe den Schaum ab und reduziere die Hitze, bis kleine Blasen gleichmäßig aufsteigen. Lasse den Topf teilweise zugedeckt etwa 45 Minuten köcheln. Das Schweinefleisch soll anfangen weich zu werden, aber noch seine Form behalten. Wird das Kochen zu heftig, senke die Hitze.

  3. Hähnchen und Mais zugeben. Gib Hähnchenstücke und Mais dazu und bringe die Flüssigkeit zurück zu einem sanften Köcheln. Gare alles 25–30 Minuten. Miss mit einem Lebensmittelthermometer im dicksten Hähnchenteil, ohne den Knochen zu berühren; die Innentemperatur muss mindestens 74°C betragen. Gare bei Bedarf weiter. Das Schwein kann länger brauchen, bis es zart ist; nimm das Hähnchen nicht heraus, bevor die sichere Temperatur erreicht ist. Ergänze etwas heißes Wasser, falls das Fleisch nicht mehr bedeckt ist.

  4. Wurzeln und Würzung hinzufügen. Gib Kochbanane, Maniok, Yams, Kartoffeln und Ahuyama-Kürbis hinein, danach Zwiebel, Tomate, Paprika, Knoblauch, Kreuzkümmel, Pfeffer und etwa zwei Drittel des Salzes. Gare teilweise zugedeckt 35–45 Minuten und wende die größeren Stücke einmal vorsichtig. Prüfe nach 30 Minuten: Ein dünnes Messer soll mühelos in die größten Wurzeln gleiten, und das Schwein soll zart sein. Falls nötig, gare bei niedriger Hitze weiter und prüfe alle 5 Minuten. Wird die Brühe zu knapp, gieße heißes Wasser nach.

  5. Abschmecken und servieren. Nimm das Frühlingszwiebelbündel heraus und wirf es weg. Rühre Koriandergrün ein, probiere die Brühe und gib das restliche Salz nach und nach hinzu. Verteile Brühe, alle drei Fleischsorten, Mais und mehrere Wurzelstücke auf vorgewärmte Schalen. Heiß servieren und darauf hinweisen, dass Rippchen und Hähnchen Knochen enthalten.

Praktische Hinweise

Praxis

Nährwerte pro Portion

Die aufgeführten Zutaten enthalten von sich aus keine wichtigen Hauptallergene. Prüfe die Kennzeichnung verpackter Gewürze und vermeide Kreuzkontakt, wenn du für eine Person mit Allergie kochst. Halte rohes Schwein und Hähnchen von verzehrfertigen Lebensmitteln getrennt. Miss nach, dass das Hähnchen 74°C erreicht. Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen und auf 74°C durcherhitzen.

Praktische Hinweise

Fleisch für langes Garen auswählen Lass die Rippchen beim Metzger in Suppenstücke sägen und wähle Hähnchenschenkel mit Knochen statt dünner Brustfilets. Knochenstücke geben der Brühe Geschmack und bleiben beim langen Garen besser zusammen. Entferne nur dicke, harte Fettstücke vom Schwein; wird alles Fett entfernt, schmeckt die Brühe dünn. Die Garzeit hängt von Stückgröße, Topf und Herd ab. Entscheidend ist die Zartheit, für das Hähnchen zählt zusätzlich die gemessene sichere Temperatur. Gemüse möglichst ganz lassen Maniok und Yams können fester sein als Kartoffel und Kürbis. Sind sie besonders hart, schneide sie etwas kleiner oder gib sie ein paar Minuten früher in den Topf. Die Kochbanane sollte in großen Stücken bleiben. Wende die Wurzeln mit einem breiten Löffel und rühre nicht kräftig um. Wird ein Wurzelstück früher weich, kannst du es vorübergehend herausheben und kurz vor dem Servieren zurückgeben. Brühe vorsichtig anpassen Das Gemüse gibt beim Garen Stärke ab und bindet die Brühe, ohne püriert zu werden. Sinkt der Flüssigkeitsstand, gieße nach und nach heißes Wasser an; kaltes Wasser unterbricht das Köcheln. Schmecke erst ab, wenn Fleisch und Wurzeln gar sind und die Brühe etwas eingekocht ist. Gib Salz in kleinen Mengen hinzu. Ist der Geschmack zu konzentriert, verdünne mit heißem Wasser und lasse alles noch kurz sanft köcheln. Reste sicher kühlen und erhitzen Verteile Reste in flache Behälter und stelle sie innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank, statt den ganzen Topf auf der Arbeitsfläche abkühlen zu lassen. Gekühlt halten sie sich 3–4 Tage. Erwärme nur die benötigte Menge, bis sie überall dampft und mindestens 74°C erreicht; rühre die Brühe dabei um. Einfrieren ist möglich, Kartoffeln und Kürbis können nach dem Auftauen jedoch weicher sein.

Zum Schluss

Großzügig anrichten: Jede Schale enthält Brühe, alle drei Fleischsorten, Mais und mehrere Wurzelstücke. Auf Knochen hinweisen: Rippchen und Hähnchen enthalten Knochen; informiere die Gäste vor dem Essen.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße: 1 Portion (ein Achtel des Topfs)
  • Kalorien: 804 kcal
  • Kohlenhydrate: 88 g
  • Eiweiß: 41 g
  • Fett: 35 g
  • Ballaststoffe: 10 g
  • Natrium: 850 mg## Allergene und Lebensmittelsicherheit