Kolumbianische Nationalgerichte

Posta de carne aus Bolívar: Rinderbraten aus dem Ofen

Bereiten Sie Posta de carne aus Bolívar mit gebräunter punta de anca, Knoblauch, weichen Zwiebeln und einfacher Buttersauce zu.

Kolumbianische Nationalgerichte
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Große Platte mit gebräuntem kolumbianischem Rindfleisch, Zwiebelsaft und Petersilie.
Region Bolívar an der kolumbianischen Karibikküste
Gericht Ganzer Rinderbraten mit Zwiebel-Butter-Sauce
Menge 8 Portionen
Vorbereitung 30 Minuten aktive Arbeit
Garzeit Etwa 55 Minuten; mit einem Thermometer prüfen
Überblick

Posta de carne aus Bolívar: Rinderbraten aus dem Ofen

Posta de carne ist der Name dieses Rindfleischgerichts aus Bolívar im kolumbianischen Verzeichnis traditioneller Küchen. Die Kurzbeschreibung nennt eine im Ofen gebratene punta de anca, gewürzt mit Zwiebel, Butter und Knoblauch. Das vom kolumbianischen Kulturministerium herausgegebene Gran Libro de la Cocina Colombiana beschreibt eine genauere Zubereitung für zu Hause: Knoblauch wird kurz angebraten und zerdrückt, das Fleisch gewürzt und rundum gebräunt. Anschließend gart es in einer tiefen Pfanne mit in Butter weich gedünsteter Zwiebel und etwas Wasser im Ofen. Serviert wird es mit dem eigenen Bratensaft und gehackter Petersilie.

Das Buch bezeichnet das Teilstück auch als punta de cadera oder punta gorda; im Glossar werden diese Namen mit punta de anca in Verbindung gebracht. Außerhalb Kolumbiens kennt die Fleischtheke diese regionalen Bezeichnungen möglicherweise nicht. Fragen Sie nach einem ganzen Stück aus der oberen Hüfte oder einem ähnlichen Tri-Tip-Cut von etwa 1,5 kg, das sich zum Braten im Ofen eignet. Die Zerlegung unterscheidet sich je nach Land. Entscheidend ist ein kompaktes Stück mit möglichst gleichmäßiger Dicke. Eine dünne Fettschicht kann bleiben; entfernen Sie nur zähe Häute und sehr dicke Fettauflagen.

Das gedruckte Rezept nennt 350 Grad im Ofen und 25 Minuten für ein rosa bis medium gegartes Ergebnis, sagt aber nicht, welche Temperaturskala gemeint ist. Diese Haushaltsversion deutet die Angabe als 350°F, also 177°C, eine plausible Ofentemperatur. Außerdem ersetzt sie die feste Zeit durch eine Temperaturmessung: Ein Braten dieser Größe braucht je nach Dicke, Ausgangstemperatur und Ofengenauigkeit unterschiedlich lange. Die Posta de carne aus Bolívar ist ein anderes Gericht als die eigenständige Cartagena-Variante Posta negra mit ihrer dunkleren, süßlichen Sauce.

Das Ergebnis soll eine kräftig gebräunte Oberfläche, zarte Scheiben und eine herzhafte Sauce aus Zwiebel, Butter, Knoblauch und Fleischsaft haben. Die Zwiebeln sollen weich werden und leicht Farbe annehmen, aber nicht verbrennen. Die Sauce bleibt bewusst schlicht, damit das Rindfleisch im Mittelpunkt steht. Petersilie bringt Frische. Reis, Kartoffeln oder ein knackiger Salat können separat dazu serviert werden, gehören aber nicht zu den Zutaten dieses Rezepts.

Zutaten

Zutaten

Rindfleisch und Zwiebelsauce

  • 1500 g ganzes Stück Rindfleisch punta de anca (obere Hüfte oder ein ähnlicher Tri-Tip-Cut), von zähen Häuten befreit
  • 300 g gelbe Zwiebeln, geschält und fein gehackt
  • 18 g Knoblauch (etwa 6 Zehen), fein gehackt
  • 28 g ungesalzene Butter
  • 60 ml neutrales Pflanzenöl, aufgeteilt
  • 120 ml Wasser
  • 10 g feines Salz
  • 2 g gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 8 g glatte Petersilie, fein gehackt
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fleisch und Ofen vorbereiten. Nehmen Sie das Rindfleisch aus dem Kühlschrank, während Sie die Aromaten vorbereiten, lassen Sie es aber nicht längere Zeit bei Raumtemperatur liegen. Heizen Sie den Ofen auf 177°C vor und schieben Sie den Rost auf die mittlere Schiene. Tupfen Sie das Fleisch mit Küchenpapier trocken. Ist das Stück sehr ungleichmäßig geformt, kann die Fleischerei es kompakt binden; eine gleichmäßige Dicke gart berechenbarer. Halten Sie rohes Fleisch und das benutzte Brett von verzehrfertigen Lebensmitteln getrennt.

  2. Knoblauch anbraten und zerdrücken. Erhitzen Sie 15 ml Öl in der ofenfesten Pfanne bei mittlerer Hitze. Geben Sie den Knoblauch dazu und rühren Sie 30–60 Sekunden, bis er duftet und gerade eben goldgelb wird. Nehmen Sie ihn heraus, bevor er dunkler wird; verbrannter Knoblauch macht die Sauce bitter. Zerdrücken Sie ihn mit der flachen Messerseite grob und vermischen Sie ihn mit Salz und Pfeffer. Reiben Sie die Mischung auf das Fleisch und drücken Sie etwas davon in einige flache, etwa 1 cm tiefe Einschnitte. Stechen Sie das Fleisch nicht vielfach tief ein.

  3. Den Braten rundum anbraten. Gießen Sie die übrigen 45 ml Öl in dieselbe Pfanne und erhöhen Sie die Hitze auf mittelhoch. Sobald das Öl glänzt, legen Sie das Rindfleisch hinein. Bräunen Sie beide breiten Seiten und die Enden mit einer Zange; lassen Sie jede Seite einige Minuten liegen, bis sich eine Kruste bildet. Bewegen Sie das Fleisch nicht ständig. Ziel ist eine gleichmäßig dunkle Oberfläche, nicht ein durchgegarter Kern. Raucht das Öl stark, reduzieren Sie die Hitze. Legen Sie das Fleisch auf einen sauberen Teller und bereiten Sie die Zwiebeln vor.

  4. Zwiebelgrundlage zubereiten und im Ofen garen. Stellen Sie die Hitze auf mittel. Geben Sie die Butter und etwa zwei Drittel der Zwiebeln in dieselbe Pfanne. Dünsten Sie sie 3–4 Minuten und lösen Sie dabei die gebräunten Röststoffe vom Boden, bis die Zwiebeln weich sind und süßlich duften. Gießen Sie das Wasser dazu und rühren Sie um. Legen Sie das Rindfleisch zurück in die Pfanne, eine vorhandene Fettseite nach oben, und verteilen Sie etwas Zwiebel darauf. Stellen Sie die Pfanne vorsichtig in den Ofen. Braten Sie, bis ein Thermometer in der Mitte des dicksten Bereichs mindestens 62,8°C anzeigt. Beginnen Sie nach etwa 45 Minuten mit der Kontrolle; ein dickes Stück kann länger brauchen. Der Fühler darf keine Fettnaht oder Pfanne berühren. Farbe und Zeit allein sagen nicht zuverlässig, ob das Fleisch sicher ist.

  5. Fleisch ruhen lassen und Sauce fertigstellen. Legen Sie den Braten auf ein sauberes Brett und lassen Sie ihn 15 Minuten ruhen. Für einen ganzen Rinderbraten gilt eine Ruhezeit von mindestens 3 Minuten; die längere Ruhezeit hilft außerdem, den Fleischsaft zu verteilen. Stellen Sie währenddessen die Pfanne auf niedrige Hitze. Geben Sie die restlichen Zwiebeln in den Bratensaft und garen Sie sie weich. Wirkt der Pfannenboden trocken, fügen Sie einen Esslöffel heißes Wasser hinzu. Schmecken Sie ab und würzen Sie nur bei Bedarf nach, denn die abgemessene Salzmenge ist bereits berücksichtigt. Geben Sie Zwiebeln und Bratensaft über das Fleisch und streuen Sie Petersilie darüber.

  6. Aufschneiden und servieren. Erkennen Sie den Verlauf der Fasern und schneiden Sie quer dazu gleichmäßige Scheiben von etwa 5–7 mm. Legen Sie sie auf eine vorgewärmte Platte und geben Sie etwas Zwiebel-Butter-Sauce darüber. Servieren Sie die übrige Sauce separat und reichen Sie das Fleisch warm.

Praktische Hinweise

Praxis

Ausstattung

Verwenden Sie eine schwere, ofenfeste Pfanne oder einen flachen Bräter, in den der Braten locker hineinpasst. Dazu kommen ein kleiner Teller für den angebratenen Knoblauch, eine Zange, ein Schneidebrett, ein Tranchiermesser und ein Lebensmittelthermometer. Prüfen Sie, ob der Griff der Pfanne ofenfest ist. Ein dünner Temperaturfühler misst die Mitte, ohne das Fleisch aufzuschneiden.

Praktische Hinweise

Ist das Stück länger und dünner als ein typischer Tri-Tip, prüfen Sie die Temperatur früher. Ein dickes, kompaktes Stück braucht möglicherweise länger. Das Thermometer, nicht die Uhr, entscheidet über die sichere Kerntemperatur. Wird der Knoblauch dunkel, nehmen Sie die Pfanne sofort vom Herd und entfernen Sie ihn. Hellgoldener Knoblauch ist aromatisch; dunkelbrauner schmeckt bitter. Sind die Bratensäfte zu stark eingekocht, geben Sie esslöffelweise Wasser hinzu und lösen Sie den Bratensatz. Ist die Sauce dünn, lassen Sie sie sanft einkochen, während das Fleisch ruht. Starkes Kochen kann die Butter trennen. Lassen Sie den Braten vor dem Schneiden ruhen. Sofortiges Aufschneiden lässt mehr Saft auf das Brett laufen und kann die Scheiben trockener machen. Kühlen Sie Fleisch und Sauce innerhalb von 2 Stunden in flachen Behältern. Gekühlte Reste binnen 3–4 Tagen verbrauchen oder einfrieren. Erwärmen Sie Reste auf 73,9°C; bei Bedarf etwas Wasser in die Sauce geben. Die Nährwerte sind Schätzungen für ein Achtel des Bratens samt Sauce. Fettschicht, Zuschnitt, Garverlust und die tatsächlich verzehrte Saucenmenge verändern die Werte.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Butter enthält Milch. Stecken Sie ein sauberes Lebensmittelthermometer mittig in den dicksten Teil des Rindfleischs und vermeiden Sie große Fettadern. Erreichen Sie mindestens 62,8°C und lassen Sie den Braten mindestens 3 Minuten ruhen; die hier vorgesehenen 15 Minuten liegen darüber. Beurteilen Sie die Sicherheit nicht nach Farbe, Kruste oder verstrichener Zeit. Waschen Sie Hände, Brett, Messer und Arbeitsflächen nach dem Kontakt mit rohem Rindfleisch. Kühlen Sie Reste binnen 2 Stunden und erwärmen Sie sie auf 73,9°C.

Zum Schluss

1: Punta de anca, punta de cadera und punta gorda sind im kolumbianischen Kochbuch verwandte Namen für Rindfleischstücke. Erklären Sie der Fleischerei, dass Sie einen ganzen Braten möchten. 2: Diese Variante aus Bolívar hat eine schlichte Zwiebel-Butter-Knoblauch-Sauce und unterscheidet sich von der dunklen Sauce der Cartagena-Posta-negra.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgrundlage: Ein Achtel des Rinderbratens mit Zwiebel-Butter-Sauce
  • Energie: 440 kcal
  • Kohlenhydrate: 5 g
  • Eiweiß: 37 g
  • Fett: 31 g
  • Ballaststoffe: 1 g
  • Natrium: 520 mg