Lapin à la moutarde mit Dijon-Senf, Weißwein und Sahne
Lapin à la moutarde gehört zur französischen Bistro- und Hausküche. Im Mittelpunkt stehen Kaninchenteile mit Knochen, Dijon-Senf, trockener Weißwein und eine am Ende sanft eingearbeitete Sahne. Die Sauce ist würzig und herzhaft; Honigsenf oder eine süße Glasur würden das Gericht in eine andere Richtung verschieben.
Das Kaninchen wird ausschließlich gewerblich küchenfertig bezogen. Es wird nicht geschlachtet, gehäutet oder wie Wild verarbeitet, sondern höchstens an bereits vorgegebenen Gelenken geteilt. Die trockene Oberfläche wird dünn mit 60 g Dijon-Senf bestrichen. Gebräunt wird portionsweise in Butter und neutralem Öl, damit die Senfschicht Farbe entwickelt, ohne dass die Pfanne durch zu viele Stücke abkühlt oder der Senf am Boden verbrennt.
Die Sicherheitstemperatur und die gewünschte Zartheit sind getrennte Kriterien. Das dickste Fleisch muss abseits vom Knochen mindestens 71 °C erreichen; danach wird nur so lange weitergeschmort, bis die Gelenke weich nachgeben. Die Sahne und die restlichen 20 g Senf kommen erst nach dem Schmoren in die Sauce. Ab diesem Moment bleibt die Hitze niedrig, damit die Sauce glatt bleibt, nicht gerinnt und nicht durch übermäßiges Reduzieren versalzt.


