Brochet au beurre blanc: Hecht mit Buttersoße nach Nantaiser Art
Brochet au beurre blanc verbindet einen typischen Flussfisch der Loire mit der weißen Buttersoße, die eng mit dem Raum Nantes verbunden ist. Hecht ist mager und wird bei zu starker Hitze schnell trocken. Hinzu kommt eine praktische Besonderheit: Selbst nach dem Filetieren können die charakteristischen Y-Gräten im Fleisch verbleiben. Mit einer Fischpinzette lassen sich viele davon entfernen, dennoch ist es ehrlicher, beim Servieren auf mögliche feine Gräten hinzuweisen, statt absolute Grätenfreiheit zu versprechen.
Der Fisch wird in einer leichten Flüssigkeit aus Weißwein, Wasser und Aromaten bei sanfter Hitze gegart, bis die dickste Stelle 63 °C erreicht. Diese Temperatur ist die Sicherheitskontrolle; feuchte, undurchsichtige Lamellen sind zusätzlich ein Qualitätsmerkmal. Die Beurre blanc entsteht separat aus Schalotte, trockenem Weißwein und Weißweinessig, die stark reduziert werden. Anschließend wird sehr kalte Butter nach und nach eingerührt, sodass sich Wasserphase und Butterfett zu einer stabilen Emulsion verbinden.
Für die Soße entscheidet die Temperaturführung. Die Butter soll in der Reduktion schmelzen, ohne dass die Mischung kocht. Die fertige Beurre blanc wird nur kurz ungefähr zwischen 50 und 60 °C gehalten. Sie soll opak, glänzend und gerade dick genug sein, um den Rücken eines Löffels dünn zu überziehen. Diese Soße ist nicht für stundenlanges Warmhalten gedacht; sie gehört frisch montiert zum unmittelbar servierten Fisch.


