Peruanische Nationalgerichte

Pachamanca a la huancaína im zugedeckten Topf

Kräutermariniertes Schweinefleisch und Hähnchen mit Kartoffeln, Choclo und Dicken Bohnen.

Peruanische Nationalgerichte
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Pachamanca a la huancaína im zugedeckten Topf – ausführliches Rezept für zu Hause
Pachamanca a la huancaína im zugedeckten Topf – ausführliches Rezept für zu Hause
Ergibt 6 Portionen
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 95 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 130 Minuten
Gesamtdauer 245 Minuten
Überblick

Pachamanca a la huancaína im zugedeckten Topf – ausführliches Rezept für zu Hause

Die Gegend um Huancayo in Junín ist mit Pachamanca verbunden: Fleisch, Andenknollen und grüne Kräuter garen traditionell in umschlossener Hitze. „A la huancaína“ beschreibt hier die regionale Art der Pachamanca, nicht die Käse-Ají-Sauce der eigenständigen Speise Papa a la huancaína.

Für diese häusliche Topfzubereitung werden Schweineschulter und Hähnchenschenkel mit Knochen zusammen mit Kartoffeln, Süßkartoffeln, Dicken Bohnen und Choclo gegart. Chincho und Huacatay prägen die Würzung, Ají panca rundet sie ab. Der geschlossene Topf erhält das Grundprinzip gemeinsam gegarter Zutaten, nicht jedoch Blattduft, Textur und gemeinschaftlichen Rahmen eines Erdofens.

Zuerst die festen Knollen in den Topf schichten und die beiden Fleischsorten darauflegen. Bei dicht geschlossenem Deckel und mäßiger Hitze entsteht Dampf. Klar austretender Fleischsaft ist kein Nachweis für sichere Hähnchenstücke: Deren dickste Stelle muss 74 °C erreichen; dieselbe vorsichtige Grenze gilt hier für die Schweinestücke. Bohnen erst am Ende zugeben.

Zutaten

Zutaten

Kräuterwürzung

  • 25 g frische Huacatay-Blätter, gewaschen
  • 25 g frische Chincho-Blätter, gewaschen
  • 35 g Ají-panca-Paste, ungewürzt
  • 15 g Knoblauch, zerdrückt
  • 60 ml Chicha de jora, industriell hergestellt, für die Marinade
  • 25 ml Pflanzenöl
  • 5 g Salz
  • 2 g gemahlener Kreuzkümmel

Fleisch, Gemüse und Dampf

  • 600 g Schweineschulter ohne Knochen, in 4 cm großen Stücken
  • 600 g Hähnchenschenkel mit Knochen, gekühlt
  • 650 g festkochende Kartoffeln, gewaschen, in 4 cm großen Stücken
  • 400 g Süßkartoffeln, in 4 cm großen Stücken
  • 300 g gegarte Choclo-Maiskörner, zum Wiedererwärmen
  • 250 g frische Dicke Bohnen, ausgelöst
  • 250 ml Wasser zum Dämpfen
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kräutermarinade pürieren.25 g Huacatay, 25 g Chincho, 35 g Ají-panca-Paste, 15 g Knoblauch, 60 ml Chicha de jora, 25 ml Öl, 5 g Salz und 2 g Kreuzkümmel im Mixer miteinander verrühren. Etwa 8 Minuten vorsehen. Die Marinade soll einen Löffel überziehen und mit fein verteilten Kräuterstückchen durchsetzt sein.

  2. Beide Fleischsorten gekühlt marinieren.600 g Schweineschulter und 600 g Hähnchenschenkel vollständig mit der Kräuterpaste umhüllen, abdecken und 120 Minuten bei höchstens 4 °C kühlen. Alle Stücke sollen kalt und gleichmäßig benetzt sein. Rohes Fleisch von verzehrfertigem Gemüse trennen.

  3. Dampfbett schichten.650 g Kartoffeln und 400 g Süßkartoffeln in einen schweren Topf schichten. Das marinierte Fleisch darauflegen und sämtliche 250 ml Wasser angießen. Den Deckel dicht schließen. Die Gemüseknollen bilden eine gleichmäßige Lage unter dem Fleisch. Für das Schichten 12 Minuten vorsehen.

  4. Langsam dämpfen.Den Topf bei mittlerer Hitze 10 Minuten leicht zum Dampfen bringen, dann die Hitze reduzieren und weitere 70 Minuten zugedeckt garen. Insgesamt 80 Minuten einplanen, den Deckel nicht ständig öffnen. Das Fleisch beginnt weich zu werden, die Kartoffeln sind einstechbar, und nur am Deckelrand tritt etwas Dampf aus. Klarer Hähnchensaft allein bedeutet noch keine ausreichende Garung.

  5. Choclo und Bohnen fertig garen.300 g bereits gegarten Choclo und 250 g ausgelöste Dicke Bohnen zugeben, zudecken und weitere 15 Minuten garen. Die Bohnen müssen zart, der Mais heiß sein. Bei Hähnchen und Schweinefleisch jeweils im dicksten Teil mindestens 74 °C messen, ohne mit dem Thermometer Knochen zu berühren.

  6. Zugedeckt ruhen lassen.Den Herd ausschalten und den Topf 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Fleisch, Knollen, Bohnen und Choclo auf sechs warme Teller verteilen. Die Gemüsestücke sollen sich ganz entnehmen lassen, der Bratensaft bleibt zunächst im Topf. Bis zum Anrichten heiß halten.

Praxis

Praxis

Servieren, Aufbewahren und Abwandlungen

Bei dieser praktischen Küchenvariante ersetzt feuchter Dampf die heißen Steine des Erdofens. Nur wenn statt sanften Köchelns ein trockenes Zischen zu hören ist, gegen Ende den Flüssigkeitsstand kontrollieren; unter dem Deckel sollte etwas Brühe bleiben. Reste innerhalb von 2 Stunden bei höchstens 4 °C in den Kühlschrank bringen, innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen und auf 74 °C wiedererhitzen. Chicha de jora ist ein fermentiertes Maisgetränk; Wasser an ihrer Stelle würde die Würzung verändern.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Brandgeruch vor dem WeichwerdenDer Deckel schließt schlecht oder die Hitze ist zu hoch. Auf die kleinste noch köchelnde Stufe stellen und prüfen, ob das abgemessene Dämpfwasser verdunstet ist.
  • Bohnen zerfallenSie kamen zu früh hinzu. Erst für die letzte Garphase in den zugedeckten Topf geben.
Nährwerte pro 1 von 6 Portionen (Näherungswerte)

Nährwerte pro 1 von 6 Portionen (Näherungswerte)

  • Portionsgröße1 von 6 Portionen
  • Kalorien625 kcal
  • Kohlenhydrate51 g
  • Eiweiß42 g
  • Fett27 g
  • Ballaststoffe9 g
  • Natrium490 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Chicha de jora ist fermentiert und kann Alkohol enthalten; das Gericht darf nicht als alkoholfrei bezeichnet werden. Schweinefleisch und Hähnchen während der 120-minütigen Marinade bei höchstens 4 °C kühlen. Bei Hähnchenschenkeln ohne Knochenberührung im dicksten Teil 74 °C messen, ebenso bei den Schweinestücken. Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen und vor dem Essen auf 74 °C wiedererhitzen. Verpackte Würzpaste und Chicha auf deklarierte Allergene prüfen.

Abschluss

Abschluss

  • Auf dem Teller: Kräutermariniertes Schweinefleisch und Hähnchen mit Kartoffeln, Choclo und Dicken Bohnen.
  • Entscheidend: Die Bohnen sind zart, der Mais heiß und beide Fleischsorten erreichen mindestens 74 °C.