Peruanische Nationalgerichte

Carapulcra aus Ica für den Alltag

Ein Schmorgericht nach Ica-Art: Papa seca und Schweinefleisch garen mit Ají Panca und Ají Mirasol; geröstete Erdnüsse binden die Sauce am Schluss.

Peruanische Nationalgerichte
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Carapulcra aus Ica für den Alltag: als alltagstauglicher Schmortopf
Carapulcra aus Ica für den Alltag: als alltagstauglicher Schmortopf
Ergibt 6 reichliche Portionen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 116 Minuten
Zusätzliche Wartezeit 480 Minuten, Einweichen im Kühlschrank
Gesamtzeit 621 Minuten einschließlich Einweichzeit
Überblick

Carapulcra aus Ica für den Alltag: als alltagstauglicher Schmortopf

Diese Carapulcra ist als praktische Zubereitung für die häusliche Küche in Ica gedacht. Die Zutaten bleiben auf Papa seca, Schweinefleisch, zwei Ají-Pasten, wenig Achiote und geröstete Erdnüsse konzentriert; eine besondere historische Hausrezeptur wird damit nicht behauptet.

Ají Panca liefert eine dunklere Chilinote, Ají Mirasol einen anderen, helleren Akzent. Achiote ergänzt die Würzung. Die getrockneten Kartoffeln sollen nach dem Einweichen und Schmoren weich und aufgeschwollen sein, aber noch als einzelne Stücke zu erkennen bleiben.

Ein schwerer tiefer Topf ist hilfreich, wenn die Sauce dicker wird. Nach dem Anbraten von Fleisch und Aromaten den Ají-Ansatz langsam ausgaren, anschließend Kartoffeln und Wasser hinzufügen. Erst in den letzten Minuten die gemahlenen Erdnüsse unterrühren.

Zutaten

Zutaten

Grundlage für den Schmortopf

  • 390 g Papa seca (getrocknete Kartoffelstücke) — getrocknete Kartoffelstücke, aussortiert
  • 570 g Schweineschulter ohne Knochen — pariert, in 3 cm große Würfel geschnitten
  • 65 g geröstete, ungesalzene Erdnüsse — fein gemahlen

Ají-Würzbasis und Wasser

  • 170 g rote Zwiebeln — fein gewürfelt
  • 17 g Knoblauch — fein gehackt
  • 58 g Ají-Panca-Paste — reine Paste ohne zugesetztes Salz
  • 25 g Ají-Mirasol-Paste — reine Paste ohne zugesetztes Salz
  • 2 g gemahlenes Achiote (Annattosamen) — Pulver
  • 2 g gemahlener Kreuzkümmel — trocken
  • 22 ml neutrales Pflanzenöl — neutral im Geschmack
  • 9 g feines Salz — abgewogen
  • 2660 ml Trinkwasser — aufgeteilt: 1200 ml zum Einweichen, 500 ml zum Spülen, 960 ml zum Schmoren
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Getrocknete Kartoffeln rösten.Die gesamten 390 g Papa seca in einer breiten Pfanne ohne Fett bei niedriger Hitze 6 Minuten rösten und häufig bewegen. Anschließend sofort in eine Schüssel geben. Die Stücke sollen mild geröstet duften und keine schwarzen Brandstellen bekommen.

  2. Papa seca gekühlt einweichen.Die geröstete Papa seca mit genau 1200 ml Wasser bedecken, die Schüssel verschließen und 8 Stunden bei höchstens 4 °C im Kühlschrank einweichen. Danach sind die Stücke aufgequollen, durchfeuchtet und beim Zusammendrücken weniger spröde.

  3. Einweichwasser abgießen und vorbereiten.Das Einweichwasser wegschütten, die Kartoffelstücke mit den bereitgestellten 500 ml Wasser abspülen und gründlich abtropfen lassen. Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch hacken, Schweinefleisch in 3 cm große Würfel schneiden und die gerösteten Erdnüsse fein mahlen. Auf den Kartoffeln darf kein sandiger Staub zurückbleiben; die Fleischstücke sollen ähnlich groß sein.

  4. Schweinefleisch anbraten.22 ml Öl in einem schweren Topf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. 570 g Schweineschulter 8 Minuten rundherum anbraten und anschließend in eine saubere Schüssel heben. Die Außenseiten sollen gebräunte Stellen aufweisen und sich gut vom Topfboden lösen. Die Bräunung allein bedeutet noch nicht, dass das Fleisch im Inneren sicher durchgegart ist.

  5. Zwiebeln und Knoblauch weich garen.Auf mittlere Hitze zurückschalten. 170 g Zwiebeln und 17 g Knoblauch zugeben und 8 Minuten rühren; dabei den Bratensatz lösen. Die Zwiebeln sollen weich werden und der scharfe Geruch von rohem Knoblauch nachlassen.

  6. Ají-Würzpaste ausgaren.58 g Ají-Panca-Paste, 25 g Ají-Mirasol-Paste, 2 g Achiote und 2 g Kreuzkümmel einrühren. 7 Minuten bei mäßiger Hitze unter ständigem Beobachten garen. Die Mischung wird glänzend und aromatisch; sie darf nicht am Boden festbrennen und nicht mehr roh nach Chili riechen.

  7. Kartoffeln und Fleisch schmoren.Das angebratene Fleisch zurückgeben, die abgetropften Papa-seca-Stücke, 960 ml Wasser und 9 g Salz einrühren. In etwa 7 Minuten zum leichten Köcheln bringen, dann mit locker aufgelegtem Deckel bei niedriger Hitze 70 Minuten schmoren. Etwa alle 10 Minuten am Boden entlang umrühren. Die Kartoffeln lassen sich mit einer Gabel leicht einstechen, das Fleisch gibt unter sanftem Druck nach und die Sauce bleibt dickflüssig, ohne trocken zu werden. Im dicksten Fleischstück mindestens 74 °C mit einem sauberen Thermometer nachweisen.

  8. Erdnüsse einarbeiten und fertig garen.65 g fein gemahlene geröstete Erdnüsse einrühren und weitere 10 Minuten leise köcheln lassen. Erst vom Herd nehmen, wenn die Sauce den Löffelrücken überzieht und der dickste Schweinefleischwürfel mindestens 74 °C erreicht. Erdnüsse sind ein Allergen; die äußere Fleischfarbe ersetzt keine Temperaturmessung.

Praxis

Praxis

Was beim Kochen wichtig ist

Papa seca vor dem Einweichen rösten, dann mit dem fest abgemessenen Wasser im Kühlschrank einweichen. Frische Kartoffeln ergeben eine andere Carapulcra. Ají Panca und Ají Mirasol im Zwiebelansatz ausgaren, bis der rohe Chiligeruch verschwunden ist; die Paste nicht am Boden verbrennen. Gemahlene geröstete Erdnüsse erst in den letzten Minuten einrühren. Sie binden die Sauce deutlich und erhöhen die Gefahr des Ansetzens. Die etwas geringere Kartoffelmenge nicht mit stärkerer Hitze ausgleichen.

Servieren und Aufbewahren

Die heiße Carapulcra auf 6 Portionen verteilen. Vor dem Aufteilen vorsichtig vom Topfboden aufrühren; die Papa seca zieht beim Stehen weiter Flüssigkeit. Papa seca nimmt beim Stehen weiter Flüssigkeit auf. Den dicken Eintopf deshalb nicht bei hoher Hitze unbeaufsichtigt lassen. Reste innerhalb von zwei Stunden in flache, abgedeckte Behälter füllen und auf höchstens 4 °C herunterkühlen. Im Kühlschrank 3–4 Tage aufbewahren und beim erneuten Erhitzen vollständig 74 °C erreichen. Die Schüssel mit den Kartoffeln während der gesamten achtstündigen Einweichphase im Kühlschrank lassen. Frische Kartoffeln ersetzen Papa seca nicht gleichwertig: Mit ihnen entstünde eine andere, insbesondere mit Chincha verbundene Variante. Ohne die gemahlenen Erdnüsse wären Sauce, Geschmack und Bindung deutlich verändert.

Fehlerbehebung

Getrocknete Kartoffeln bleiben hart: Die Papa seca wurde nicht lange genug eingeweicht oder geschmort. Zugedeckt bei niedriger Hitze weitergaren, bis eine Gabel leicht eindringt. Sauce setzt am Boden an: Kartoffeln und Erdnüsse werden bei zu starker Hitze gekocht. Sofort zurückschalten und mit einem flachen Löffel regelmäßig über den Boden streichen. Ají riecht noch roh: Die Würzpaste wurde vor dem Angießen nicht gründlich genug gegart. Beim nächsten Mal den Ansatz bei mäßiger Hitze aromatisch werden lassen, ohne ihn zu verbrennen. Bei dieser kleineren Fleischmenge den Boden regelmäßig freirühren.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 6 gleich großen Portionen Schmorgericht
  • Kalorien575 kcal
  • Kohlenhydrate59 g
  • Eiweiß26 g
  • Fett27 g
  • Ballaststoffe6 g
  • Natrium670 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Geröstete Erdnüsse sind ein wichtiges Allergen. Packungsangaben prüfen und für Menschen mit Erdnussallergie Kreuzkontakte unbedingt vermeiden. Rohes Schweinefleisch getrennt von vorbereitetem Gemüse bearbeiten, Hände und Utensilien danach gründlich reinigen. Im dicksten Fleischwürfel mindestens 74 °C mit einem gereinigten Thermometer feststellen; eine gebräunte Außenseite belegt keine sichere Garung. Papa seca bei höchstens 4 °C einweichen und die Reste rasch in flachen Behältern herunterkühlen. Erdnussreste von Werkzeugen fernhalten, wenn für Allergiker gekocht wird.

Abschluss

Abschluss

  • Das Ergebnis: Weniger Fleisch und eine zurückhaltende Würzung ergeben eine Carapulcra für die Alltagsküche.
  • Wichtigster Handgriff: Papa seca rösten und gekühlt einweichen, die Ají-Paste ausgaren und die Erdnüsse erst zum Schluss zugeben.