Kolumbianische Nationalgerichte

Cojín de Lechona Tolimense (Tolima, Kolumbien)

Bereiten Sie Tolimas Cojín de Lechona mit Schweinehaut, gelben Erbsen, gewürztem Fleisch und langsam gebräunter Kruste zu.

Kolumbianische Nationalgerichte
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Cojín de Lechona Tolimense (Tolima, Kolumbien)
Ergibt 1 kleines Cojín, 5 reichliche Portionen
Aktive Vorbereitung etwa 1 Stunde 15 Minuten
Passive Vorbereitung 8 Stunden oder über Nacht zum Einweichen der Erbsen
Garzeit etwa 8 Stunden einschließlich Erbsen und Braten
Gesamtzeit etwa 17 Stunden 30 Minuten, größtenteils ohne aktive Arbeit
Überblick

Cojín de Lechona Tolimense (Tolima, Kolumbien)

Lechona ist ein festliches Schweinegericht, das mit Tolima und Huila verbunden ist. In El Espinal und anderen Orten Tolimas wird ein ganzes Schwein für viele Gäste gefüllt und gebraten. Das Cojín, wörtlich „Kissen“, ist eine kleinere Form ohne Kopf: Ein breites Stück Schweinehaut umschließt die Füllung und wird vor dem Braten zugenäht.

Bei dieser Zubereitung aus Tolima liegen weiche gelbe Erbsen um lange Stücke Schweinefleisch. Frühlingszwiebeln, Kreuzkümmel und gemahlener Annatto geben Würze. Zunächst bräunt die Haut; anschließend schützen Bananen- oder Bijao-Blätter die Oberfläche, während die Mitte weitergart. Quer aufgeschnitten zeigt jede Scheibe Haut, Erbsen und Fleisch.

Andere Lechona-Varianten enthalten mitunter Reis. Dieses Cojín aus Tolima wird dagegen nur mit gelben Erbsen und Schweinefleisch gefüllt. Dazu passen Insulso oder dünne Arepas oreja’e perro; sie werden separat serviert und gehören nicht in die Füllung.

Für diese Haushaltsmenge braucht man ein breites, biegsames Stück Schweinehaut. Die Bratzeit ist ein Richtwert, denn Form und Dicke beeinflussen, wie schnell die Mitte heiß wird. Prüfen Sie deshalb mit einem Thermometer und achten Sie zusätzlich auf sichtbare Garzeichen.

Zutaten

Zutaten

Erbsen- und Fleischfüllung

  • 570 g getrocknete gelbe Schälerbsen, abgespült
  • etwa 2,5 l frisches Kochwasser, zusätzlich Wasser zum Einweichen
  • 800 g ausgelöste Schweineschulter, in vier lange Stücke von je etwa 200 g geschnitten
  • 115 g Frühlingszwiebeln, fein gehackt
  • 9 g feines Salz
  • 6 g gemahlener Kreuzkümmel
  • 4 g gemahlener Annatto

Haut und Umhüllung

  • 1,15 kg intakte Schweinehaut mit einer kräftigen Fettschicht, gereinigt und trocken getupft
  • bis zu 15 ml ausgelassenes Schweinefett, nach Bedarf für die Frühlingszwiebeln
  • Bananen- oder Bijao-Blätter, ausreichend zum Abdecken nach dem Bräunen
  • etwa 2 m lebensmittelechtes Metzgergarn
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Erbsen einweichen Die abgespülten Erbsen in eine große Schüssel geben und mit mindestens der doppelten Menge kaltem Wasser bedecken. Abdecken und 8 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank einweichen. Abgießen und das Einweichwasser wegschütten. Die Erbsen sollten aufgequollen sein, müssen aber noch nicht weich sein.

  2. Erbsen weich kochen Die Erbsen in einen großen Topf geben und 2,5 l frisches Wasser zugießen. Aufkochen, Schaum abschöpfen und etwa 3 Stunden sanft köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und heißes Wasser nachgießen, falls die Erbsen nicht mehr bedeckt sind. Sie sind gar, wenn sie innen weich sind und dennoch ihre Form behalten. Gründlich abgießen.

  3. Füllung würzen Eine Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Bis zu 15 ml Schweinefett hineingeben und die Frühlingszwiebeln 5–7 Minuten weich dünsten, ohne sie zu bräunen. Salz, Kreuzkümmel und Annatto einrühren. Die Würzung vorsichtig mit den abgetropften Erbsen vermengen. Die Fleischstücke mit etwas Erbsenmischung einreiben. Rohes Schweinefleisch und benutzte Utensilien von den gekochten Erbsen fernhalten; danach Hände, Geräte und Arbeitsflächen reinigen.

  4. Haut füllen und zunähen Die Schweinehaut mit der Außenseite nach unten auf eine saubere Arbeitsfläche legen. Die Hälfte der Erbsen mittig verteilen und einen breiten Rand frei lassen. Die Fleischstücke der Länge nach darauflegen und mit den übrigen Erbsen bedecken. Die Haut zu einem kompakten Paket falten. Die Ränder mit lebensmittelechtem Garn sicher zusammennähen, damit keine Füllung austritt, und die Enden fest verknoten. Das Paket soll mit der Naht nach unten stabil liegen.

  5. Ofen vorbereiten Den Backofen auf 177 °C (350 °F) vorheizen. Das Cojín mit der Naht nach unten auf ein Rost über einem stabilen Bräter legen, damit Fett abtropfen kann. Den Bräter vom Heizelement fernhalten und ringsum ausreichend Platz für die Luftzirkulation lassen.

  6. Haut bräunen Etwa 2 Stunden unbedeckt braten. Regelmäßig prüfen: Die Haut soll gleichmäßig bräunen und etwas Fett in den Bräter abgeben. Den Bräter drehen, wenn eine Seite deutlich schneller Farbe annimmt. Überschüssiges Fett vorsichtig abgießen; Hände und Gesicht vor heißen Spritzern schützen.

  7. Abdecken und fertig garen Sobald die Haut gebräunt ist, saubere Bananen- oder Bijao-Blätter auflegen und das Cojín etwa 3 Stunden weiterbraten. Bei einem kleineren oder flacheren Paket früher prüfen. Ein sauberes Küchenthermometer durch die Naht bis in das dickste Fleischstück in der Mitte stecken; für diese dichte Schichtung 71 °C als vorsichtigen Zielwert verwenden. Ist der Wert noch nicht erreicht, weitergaren und erneut messen. Vor dem Anschneiden 15 Minuten ruhen lassen.

  8. Aufschneiden und servieren Das Cojín mit zwei breiten Pfannenwendern auf ein Brett heben. Mit einem langen, scharfen Messer quer in fünf dicke Scheiben schneiden. Heiß servieren; nach Wunsch Insulso oder Arepas oreja’e perro dazu reichen.

Praktische Hinweise

Praxis

Vollständiger Rezepttitel

Langsam gebratene Schweinehaut, gefüllt mit gelben Erbsen und gewürztem Schweinefleisch

Kurzbeschreibung

Für diese kleinere Variante aus Tolima werden zarte gelbe Erbsen und mit Kreuzkümmel gewürzte Stücke aus der Schweineschulter in eine große Schweinehaut gehüllt. Das Paket wird zugenäht und langsam gebraten, bis die Haut gebräunt und die Füllung durchgegart ist. Das Rezept ergibt fünf kräftige Portionen.

Praktische Hinweise

Bitten Sie die Fleischerei um ein einzelnes, biegsames Stück Schweinehaut mit ausreichend anhaftendem Fett, das sich um die Füllung schlagen lässt. Kleine Einzelstücke lassen sich nicht zu einem Kissen vernähen. Bei ausgefransten Löchern die Ränder überlappen und vor dem Füllen zusammennähen. Verwenden Sie schlichtes lebensmittelechtes Metzgergarn und eine stabile, saubere Nadel. Die Erbsen müssen vor dem Füllen weich und gut abgetropft sein. Zu viel Flüssigkeit kann durch die Nähte drücken und das Aufschneiden erschweren. Bei Bedarf die Erbsen einige Minuten im Sieb ausdampfen lassen. Lange, kompakte Fleischstücke ergeben sauberere Scheiben als kleine Würfel. Ein großes Cojín kann nach dem Füllen etwa fünf Stunden im Ofen brauchen. Diese kleinere Variante kann früher fertig sein; prüfen Sie die Mitte vor der letzten Stunde. Die gebräunte Haut zeigt nicht, ob die Füllung gar ist. Das Thermometer muss die Mitte eines dicken Fleischstücks erreichen. Wird die Haut zu dunkel, bevor die Mitte fertig ist, die Blätter aufgelegt lassen und weitergaren. Heiß servieren. Das ganze Cojín nicht im ausgeschalteten Ofen abkühlen lassen. Reste innerhalb von 2 Stunden in kleinere Stücke schneiden und in flachen, abgedeckten Behältern bei höchstens 4 °C kühlen. Innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen und die Mitte beim Aufwärmen auf 74 °C bringen. Die Haut wird im Kühlschrank weich; unbedecktes Aufwärmen im heißen Ofen macht sie teilweise wieder knusprig.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Die aufgeführten Zutaten enthalten von sich aus kein großes kennzeichnungspflichtiges Allergen. Angaben auf verpackten Gewürzen und Beilagen auf Allergene und Kreuzkontakte prüfen. Lebensmittelsicherheit: Erbsen während des Einweichens im Kühlschrank aufbewahren. Rohes Schweinefleisch von gekochten Erbsen getrennt halten und Hände, Geräte sowie Arbeitsflächen anschließend reinigen. Das dickste Fleischstück in der Mitte mit einem sauberen Thermometer prüfen; für diese dichte Füllung 71 °C anstreben. Reste innerhalb von 2 Stunden in flachen Behältern kühlen und auf 74 °C erhitzen.

Zum Schluss

Aufschneiden: Das Cojín kurz ruhen lassen und quer durch die Schichten schneiden, damit jede Scheibe Haut, Erbsen und Fleisch enthält. Beilagen: Insulso und Arepas oreja’e perro werden in Tolima gern zu Lechona serviert; sie kommen separat auf den Tisch.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße: 1 von 5 Portionen
  • Energie: etwa 1.370 kcal
  • Kohlenhydrate: 70 g
  • Eiweiß: 77 g
  • Fett: 94 g
  • Ballaststoffe: 30 g
  • Natrium: 920 mg