Lechona alcaparrada aus Boyacá mit natürlichen Gewürzen
Lechona alcaparrada ist eine dokumentierte innovative Variante der Lechona aus Boyacá. Der Bericht des kolumbianischen Kulturministeriums ordnet diese von einer Familie entwickelte Zubereitung Samacá zu und beschreibt, wie regionale Zutaten in eine überlieferte Lechona-Technik aufgenommen wurden. Das Gericht wurde 2015 in der Innovationskategorie des Nationalpreises für traditionelle Küchen ausgezeichnet. Kapern und Oliven geben der Füllung eine würzige, angenehm salzige Note.
Anders als das reisfreie Cojín aus Tolima verbindet diese Variante bewusst gekochten weißen Reis und grüne Erbsen mit angebratenem Schweinefleisch und Hähnchen. Kapern, schwarze Oliven, Minze, Sellerieblätter, Lorbeer und Muskatnuss würzen die Füllung. Die Mischung wird in eine große Schweineschwarte eingeschlagen, zu einem festen Kissen geformt, zugenäht und gebraten. Dazu reicht man eine Arepa aus frischem Mais, die auf einem Rasgua-Blatt gegart wird; zu Hause eignet sich ein sauberes Bananenblatt als Ersatz.
Die veröffentlichte Rezeptur reicht für zehn Portionen und nennt nur eine ungefähre Ofenzeit, aber keine sichere Kerntemperatur. In dieser Haushaltsversion werden die Mengen halbiert und die Ofentemperatur von 180 °C beibehalten. Form und Dicke des Pakets können die Garzeit jedoch verändern. Ob die Mitte mit dem Hähnchen gar ist, entscheidet ein Thermometer, nicht die Uhr oder die Farbe der Schwarte.


