Kolumbianische Nationalgerichte

Lechona alcaparrada aus Boyacá mit natürlichen Gewürzen

Lechona aus Boyacá mit Kapern, Schweinefleisch, Hähnchen, Reis, Erbsen und Oliven zubereiten und mit einer auf dem Blatt gegrillten Mais-Arepa servieren.

Kolumbianische Nationalgerichte
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Breite Ansicht einer ganzen und angeschnittenen Lechona aus Boyacá mit Reis, Erbsen und Fleischfüllung sowie einer Arepa auf einem Blatt.
Ergibt 1 kleines, kissenförmiges Lechona-Paket, 5 reichliche Portionen und 5 kleine Mais-Arepas
Aktive Vorbereitungszeit etwa 1 Stunde 15 Minuten
Passive Vorbereitungszeit etwa 1 Stunde zum Abkühlen von Reis und Erbsen
Garzeit etwa 3 Stunden 30 Minuten einschließlich Braten und Arepas
Gesamtzeit etwa 5 Stunden 45 Minuten
Überblick

Lechona alcaparrada aus Boyacá mit natürlichen Gewürzen

Lechona alcaparrada ist eine dokumentierte innovative Variante der Lechona aus Boyacá. Der Bericht des kolumbianischen Kulturministeriums ordnet diese von einer Familie entwickelte Zubereitung Samacá zu und beschreibt, wie regionale Zutaten in eine überlieferte Lechona-Technik aufgenommen wurden. Das Gericht wurde 2015 in der Innovationskategorie des Nationalpreises für traditionelle Küchen ausgezeichnet. Kapern und Oliven geben der Füllung eine würzige, angenehm salzige Note.

Anders als das reisfreie Cojín aus Tolima verbindet diese Variante bewusst gekochten weißen Reis und grüne Erbsen mit angebratenem Schweinefleisch und Hähnchen. Kapern, schwarze Oliven, Minze, Sellerieblätter, Lorbeer und Muskatnuss würzen die Füllung. Die Mischung wird in eine große Schweineschwarte eingeschlagen, zu einem festen Kissen geformt, zugenäht und gebraten. Dazu reicht man eine Arepa aus frischem Mais, die auf einem Rasgua-Blatt gegart wird; zu Hause eignet sich ein sauberes Bananenblatt als Ersatz.

Die veröffentlichte Rezeptur reicht für zehn Portionen und nennt nur eine ungefähre Ofenzeit, aber keine sichere Kerntemperatur. In dieser Haushaltsversion werden die Mengen halbiert und die Ofentemperatur von 180 °C beibehalten. Form und Dicke des Pakets können die Garzeit jedoch verändern. Ob die Mitte mit dem Hähnchen gar ist, entscheidet ein Thermometer, nicht die Uhr oder die Farbe der Schwarte.

Zutaten

Zutaten

Füllung für den Braten

  • 750 g ausgelöste Schweineschulter, in etwa 2 cm große Würfel geschnitten
  • 400 g ausgelöste Hähnchenoberkeule, in etwa 2 cm große Würfel geschnitten
  • 500 g gekochter weißer Pilawreis, in einer flachen Schale rasch abgekühlt und gekühlt
  • 500 g frische oder tiefgekühlte grüne Erbsen
  • 100 g Kapern, abgetropft und fein gehackt
  • 75 g entsteinte schwarze Oliven, abgetropft und fein gehackt
  • 8 g frische Minzblätter, fein geschnitten
  • 12 g Sellerieblätter, fein geschnitten
  • 2 kleine frische Lorbeerblätter, etwa 1 g, sehr fein geschnitten
  • 0,5 g frisch geriebene Muskatnuss
  • 15 ml Olivenöl zum portionsweisen Anbraten des Fleisches
  • 9 g feines Salz

Schwarte und Zusammensetzen

  • 2,5 kg Schweineschwarte am Stück, gereinigt und gründlich entfettet; beim Metzger ein breites, unbeschädigtes Stück bestellen
  • etwa 2 m lebensmittelechter Küchengarn

Arepas aus frischem Mais

  • 150 g frische Maiskörner
  • 1 g feines Salz
  • 0,5 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 5 kleine, saubere Rasgua-Blätter oder Bananenblätter in Lebensmittelqualität
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Reis kochen und abkühlen Falls der Reis noch nicht vorbereitet ist, einfachen weißen Pilawreis kochen, bis die Körner weich und locker sind. 500 g gekochten Reis in einer flachen Schale verteilen, damit er rasch abkühlt, und anschließend in den Kühlschrank stellen. Bis zum Füllen kalt halten und den gekochten Reis während der übrigen Vorbereitung nicht bei Raumtemperatur stehen lassen.

  2. Erbsen blanchieren Einen Topf Wasser zum Kochen bringen. Die Erbsen hineingeben und nur so lange garen, bis sie leuchtend grün und weich sind: frische Erbsen brauchen meist 3–5 Minuten; bei tiefgekühlten Erbsen den Packungshinweisen folgen. Gut abgießen, in einer flachen Schale verteilen und im Kühlschrank abkühlen. In der Füllung sollen die Erbsen ihre Form behalten.

  3. Schweinefleisch und Hähnchen anbraten Schweinefleisch und Hähnchen mit Küchenpapier trocken tupfen. Das Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittelhoher Hitze erwärmen. Das Fleisch portionsweise anbraten, damit die Würfel Farbe bekommen und nicht dünsten; jede Portion auf einen sauberen Teller geben. Das Innere muss in diesem Schritt noch nicht vollständig garen, doch die Pfanne sollte nicht überfüllt werden. Nach dem Umgang mit rohem Hähnchen Hände, Geräte und Arbeitsflächen reinigen.

  4. Füllung mischen In einer großen Schüssel den abgekühlten Reis und die Erbsen vorsichtig mit Kapern, Oliven, Minze, Sellerieblättern, Lorbeer, Muskatnuss und Salz vermengen. Das angebratene Schweinefleisch und Hähnchen dazugeben und alles gleichmäßig verteilen. Die Füllung kühl halten, während die Schwarte vorbereitet wird. Das Paket zügig füllen und nach dem Zunähen sofort in den Ofen geben.

  5. Schwarte füllen und zunähen Die Schweineschwarte mit der Außenseite nach unten auf eine saubere Arbeitsfläche legen. Trocken tupfen und auf Risse prüfen. Die Füllung in die Mitte setzen und rundherum einen breiten Rand frei lassen. Die Schwarte zu einem kompakten Kissen über der Füllung zusammenfalten und die Ränder mit lebensmittelechtem Garn fest zunähen, damit nichts austritt. Die Enden verknoten und das Paket mit der Naht nach unten in einen stabilen Bräter legen. Bei Bedarf zu zweit oder mit zwei breiten Pfannenwendern bewegen.

  6. Braten und Kerntemperatur prüfen Den Ofen auf 180 °C vorheizen. Die Lechona zunächst etwa 3 Stunden braten. Währenddessen die Bräunung beobachten; wird die Schwarte zu schnell dunkel, locker mit Alufolie abdecken. Gegen Ende ein sauberes Lebensmittelthermometer durch die Naht in die dicksten Hähnchenstücke und in die Mitte der Füllung stecken. Beide Stellen müssen mindestens 74 °C erreichen. Ist eine davon kühler, weiterbraten und erneut messen. Vor dem Anschneiden 15 Minuten ruhen lassen.

  7. Mais-Arepas grillen Während der Braten im Ofen ist, die Maiskörner grob und feucht mahlen. Salz und schwarzen Pfeffer untermischen und fünf kleine Fladen formen. Jeden Fladen auf ein sauberes Stück Rasgua- oder Bananenblatt legen und auf einer heißen Grillplatte garen. Sobald die Unterseite fest und leicht gebräunt ist, den Fladen mitsamt dem Blatt wenden und die zweite Seite garen, bis die Arepa fest und durchgehend heiß ist. Das Blatt gibt Aroma ab und schützt den Mais vor direktem Kontakt mit der heißen Platte.

  8. Aufschneiden und servieren Den Braten mit zwei stabilen Pfannenwendern auf ein großes Brett heben. Das Garn vorsichtig durchschneiden und entfernen, dann die Füllung quer in fünf dicke Scheiben schneiden. Heiß servieren und pro Person eine Mais-Arepa dazugeben.

Praktische Hinweise

Praxis

Vollständiger Rezepttitel

Lechona nach Boyacá-Art mit Kapern, Reis, Erbsen, Schweinefleisch, Hähnchen und gegrillten Mais-Arepas

Kurzbeschreibung

Bei dieser innovativen Lechona aus Boyacá werden gebräuntes Schweinefleisch und Hähnchen mit weißem Reis, grünen Erbsen, Kapern, schwarzen Oliven und aromatischen Kräutern vermischt. Die Füllung kommt in ein großes Stück Schweineschwarte, das zugenäht und langsam gebraten wird. Dazu gibt es eine kleine Arepa aus frischem Mais, die auf einem Blatt gegart wird.

Praktische Hinweise

Beim Metzger ein einzelnes, flexibles und breites Stück Schwarte bestellen, das die gesamte Füllung umschließen kann. Die Ausgangsrezeptur sieht gereinigte und entfettete Schwarte vor. Überschüssiges Fett entfernen lassen, ohne das Stück zu beschädigen. Kleine Einzelstücke lassen sich nur schwer zu einem geschlossenen Kissen vernähen. Bei einem kleinen Riss die Ränder überlappen und vor dem Füllen zusammennähen. Eine saubere, stabile Nadel und einfachen lebensmittelechten Garn verwenden. Reis und Erbsen können vorbereitet werden, sofern sie rasch abkühlen und bis zur Verwendung im Kühlschrank bleiben. Die Erbsen gründlich abtropfen lassen, damit die Füllung nicht wässrig wird. Sind Reis oder Erbsen noch warm, vor dem Mischen in einer flachen Schale abkühlen lassen: Warme Füllung könnte beim Einwickeln und Nähen zu lange bei Raumtemperatur stehen. Die im Ausgangstext genannten drei Stunden sind nur ein Richtwert. Ein breites, flaches Paket gart anders als ein dickes; die Schwarte kann bräunen, bevor die Mitte gar ist. Die dicksten Hähnchenstücke und die Mitte der Füllung mit dem Thermometer prüfen. Falls die Oberfläche geschützt werden muss, locker mit Alufolie abdecken, während die Mitte weitergart. Die Nährwerte sind besonders unsicher, weil die Quelle entfettete Schweineschwarte verlangt, aber nicht angibt, wie viel Fett zurückbleibt oder beim Braten austritt. Die Angaben sind daher grobe Schätzungen; das Stück vom Metzger kann Fett- und Energiegehalt deutlich verändern. Reste in kleinere Portionen teilen, in flache, abgedeckte Behälter geben und innerhalb von 2 Stunden kühlen. Bei höchstens 4 °C aufbewahren, innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen und im Kern auf 74 °C erhitzen.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Die aufgeführten Zutaten enthalten von sich aus keine kennzeichnungspflichtigen Hauptallergene. Angaben zu Allergenen und möglichen Kreuzkontakten bei verpackten Kapern, Oliven, Garn und Ersatzblättern beachten. Lebensmittelsicherheit: Gekochten Reis und blanchierte Erbsen bis zum Zusammensetzen gekühlt halten. Rohes Geflügel und Schweinefleisch von verzehrfertigen Zutaten trennen; nach dem Umgang mit rohem Hähnchen Hände, Geräte und Flächen reinigen. Das Paket direkt nach dem Zusammensetzen in den Ofen geben. Mit einem sauberen Thermometer sicherstellen, dass die Mitte der Füllung und die dicksten Hähnchenstücke 74 °C erreichen. Reste innerhalb von 2 Stunden in flachen Behältern bei höchstens 4 °C kühlen und auf 74 °C erhitzen.

Zum Schluss

Aufschneiden: Den Braten kurz ruhen lassen und quer zur Füllung schneiden, damit Reis, Erbsen und Fleisch in jeder Scheibe von gebräunter Schwarte umschlossen bleiben. Beilage: Die auf einem Rasgua-Blatt gegarte Arepa aus frischem Mais gehört zu dieser Präsentation; ein sauberes Bananenblatt ist eine praktische Alternative für die Grillplatte.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße: 1/5 des Bratens mit 1 kleiner Mais-Arepa
  • Energie: etwa 1.850 kcal
  • Kohlenhydrate: etwa 50 g
  • Eiweiß: etwa 127 g
  • Fett: etwa 127 g
  • Ballaststoffe: etwa 7 g
  • Natrium: etwa 1.450 mg