Bagre en salsa de arazá: Wels aus Caquetá mit Amazonasfruchtsauce
Zarte Welssteaks werden mit einer glatten, säuerlichen Sauce aus Arazá-Fruchtfleisch, Milch und Weizenmehl serviert.
Bagre en salsa de arazá ist im kolumbianischen Inventar traditioneller Küchen als Gericht aus Cartagena del Chairá im Departamento Caquetá verzeichnet. Kennzeichnend ist die Kombination aus Welssteaks und einer Sauce aus Arazá-Fruchtfleisch, Milch und Weizenmehl. Das Inventar nennt Waldina Sánchez Sánchez als lokale Trägerin dieses kulinarischen Wissens, enthält in der zugänglichen Fassung aber weder Mengen noch eine vollständige Zubereitung. Dieses Rezept ist daher eine abgemessene Haushaltsversion des dokumentierten Gerichts und beansprucht nicht, ein unveröffentlichtes Original wiederzugeben.
Arazá, botanisch Eugenia stipitata, ist eine Amazonasfrucht, die auch in Caquetá angebaut wird. Ihr Fruchtfleisch duftet aromatisch und schmeckt deutlich säuerlich; es ist keine Guave. Die Säure bringt Frische in die milde Milchsauce. Eine kleine Menge Weizenmehl bindet die Milch, und das Fruchtfleisch wird nach dem Herunternehmen vom Herd nach und nach eingerührt, damit die Milchbasis möglichst nicht gerinnt. Die fertige Sauce soll glatt, hellgolden und fruchtig-säuerlich sein, ohne Zucker und ohne Schwere.
Diese Version ergibt vier Portionen. Der Wels wird separat gegart und erst anschließend mit der Sauce überzogen. Die Quelle nennt keine Welsart; wählen Sie deshalb ein legal verkauftes, klar gekennzeichnetes Produkt von einem vertrauenswürdigen Händler. Dicke Mittelstücke sind praktisch, doch bitten Sie darum, die feinen Gräten zu entfernen und prüfen Sie jedes Stück zusätzlich selbst. Dazu passen Maniok-Käse-Kroketten, eine separat dokumentierte lokale Beilage, oder schlichter Reis.


