Tourtière landaise – Apfelgebäck aus gezogenem Teig mit Armagnac
Tourtière landaise ist ein süßes Gebäck mit gezogenem Teig aus der Landes-/Gascogne-Tradition und nicht die kanadische Fleischpastete gleichen Namens. Der Teig wird so lange bearbeitet, bis er elastisch ist, ruht anschließend und wird auf einem Tuch fast durchsichtig ausgezogen. Butter, Zucker und Armagnac liegen zwischen den dünnen Teigschichten und den feinen Apfelscheiben.
Der anspruchsvollste Teil ist der Teig, nicht die Füllung. Er braucht ausreichend Knetzeit, damit sich Elastizität entwickelt, eine volle Ruhezeit zum Entspannen und beim Ausziehen eine sanfte Bewegung von der Mitte nach außen. Eine kurze Oberflächentrocknung nimmt Klebrigkeit, bevor der Teig mit Butter bestrichen, mit Zucker bestreut und geschichtet wird.
Das fertige Gebäck soll knusprig und kräftig goldbraun sein, mit vollständig durchgebackenem Boden. Die Äpfel bleiben zart, statt zu einem nassen Kompott zu zerfallen. Auch das Abkühlen erfüllt eine Funktion: Der Fruchtsirup ist direkt aus dem Ofen sehr heiß und muss sich setzen, bevor saubere Scheiben sicher und praktisch geschnitten werden können.


