Quenelles de brochet sauce Nantua — Hecht-Quenellen mit Krebsrahmsauce
Quenelles de brochet verbinden zwei regionale französische Signaturen: die Lyoner Tradition der Hecht-Quenellen und die mit Nantua verbundene Krebssauce. Die Quenellen sind keine schlichten Mehlklöße. Ihre Struktur entsteht aus sehr kaltem, grätenfreiem Hecht, einer gekochten Panade, Ei und Butter. Die Farce wird gekühlt, bis sie formstabil genug ist. Sauce Nantua wiederum braucht einen echten Krebsanteil und darf nicht zu einer beliebigen Tomaten- oder Sahnesauce vereinfacht werden.
Die Temperaturführung zählt an zwei Stellen. Der Hecht muss beim Zerkleinern kalt bleiben, damit die Farce glatt und stabil wird. Die Panade muss dagegen lange genug gekocht werden, um Feuchtigkeit abzugeben, und anschließend vollständig abkühlen, bevor sie mit dem Fisch vermischt wird. Zum Abschmecken wird keine rohe Fischfarce probiert. Stattdessen eine kleine Probe garen; sie liefert zugleich einen frühen Texturcheck und muss im Zentrum 63 °C erreichen.
Die Sauce beginnt mit einer hellen, durch Roux gebundenen Milchbasis, wird mit Sahne und 60 g gekennzeichneter Krebsbutter angereichert und am Ende mit 120 g gegartem Krebsfleisch ergänzt. Jedes Stück auf Schalenreste kontrollieren. Sobald die Quenellen beim Pochieren 63 °C erreicht haben, kommen sie in eine Auflaufform, werden mit der gesamten Sauce bedeckt und 15 Minuten bei 190 °C gebacken. Dieser letzte Schritt dient dem Durchwärmen und Zusammenführen, nicht dem Nachgaren eines rohen Kerns.


