Poularde aux morilles: Poularde im Bresse-/Jura-Stil mit getrockneten Morcheln, Vin Jaune, Sahne und Geflügelbrühe.
Poularde aux morilles liegt an der Schnittstelle zwischen Bresse-Geflügel und Jura-Weinkultur. Eine Poularde bezeichnet hier ein ausgewachsenes, zartes Geflügel und nicht einfach irgendein Hähnchen. Die Sauce wird aus echten Morcheln, Vin Jaune und Sahne aufgebaut. Champignons würden ein anderes Gericht ergeben; ein gewöhnliches Hähnchen sollte entsprechend nur als Anpassung beschrieben werden.
Getrocknete Morcheln werden volle 2 Stunden eingeweicht, danach einzeln gespült und später 20 Minuten in der Sahnesauce gegart. Das Einweichwasser trägt viel Aroma, kann aber auch Sand und Schmutz enthalten. Deshalb kommen nur exakt 200 ml sehr fein filtrierte Flüssigkeit in die Schmorgrundlage. Sicherheit geht über Textur: Morcheln werden niemals roh probiert und alle Geflügelstücke müssen vom Knochen entfernt gemessen 74 °C erreichen.
Vor der abschließenden 15-minütigen Reduktion wird die Poularde aus dem Topf genommen. So kann die Sauce weiter eindicken, ohne das bereits sichere und zarte Fleisch unnötig weiterzugaren. Die Nährwertbasis verwendet das gegarte essbare Geflügelfleisch statt des gesamten 1,8-kg-Einkaufsgewichts mit Knochen und zählt die tatsächlich servierte Sauce einschließlich Sahne, Butter und einer Restalkoholannahme für Vin Jaune.


