Pôchouse – burgundischer Flussfisch in Weißwein mit Knoblauchcroûtons
Pôchouse gehört zur Flusslandschaft um Verdun-sur-le-Doubs, wo Saône und Doubs zusammenfließen. Die prägende Idee ist eine Mischung verschiedener Süßwasserfische, die in trockenem Weißwein gegart werden. Entscheidend ist weniger eine einzig „richtige“ Artenliste als ein ausgewogenes Verhältnis aus festeren, mageren und etwas reichhaltigeren Fischen, die so schonend behandelt werden, dass auf dem Teller noch klar unterscheidbare Stücke liegen.
Diese Fassung kombiniert Zander, Barsch, Forelle und Karpfen, alle als rückverfolgbare, entgrätete Filets gekauft. Zander und Karpfen kommen zuerst in die Weinbasis, weil ihre Stücke etwas mehr Garzeit vertragen. Barsch und Forelle folgen später. Die Flüssigkeit soll nie stark kochen; jede Fischart wird auf 63 °C geprüft und anschließend herausgehoben, bevor die Sauce gebunden wird.
Die Sauce bleibt bewusst hell. Zwiebel und Knoblauch werden weich gedünstet, dann folgen trockener Weißwein und Fischfond. Sobald der Fisch gegart ist, wird er herausgenommen. Aus weicher Butter und Mehl entsteht eine glatte Paste, die stückweise in die simmernde Flüssigkeit eingerührt wird. So erhält die Sauce Bindung, ohne dass die zarten Fischstücke beim kräftigen Rühren zerfallen.
Knoblauchcroûtons gehören hier zur festgelegten Portion. Pro Person werden zwei geröstete Baguettescheiben mitgerechnet. Ihre trockenen Ränder nehmen die Weinsauce am Tisch auf, ohne sofort zu zerfallen. Der letzte Qualitätscheck bleibt praktisch: intakte Fischstücke, leichte Sauce, knusprige Croûtons und keine übersehenen Gräten.


