Französische Rezepte

Pâté de Chartres

Eine gekühlte Wildpastete aus Chartres in Teighülle, gefüllt mit kommerziell zugerichtetem Rebhuhn, Kalb, Schwein, Geflügelleber, Rückenspeck und einem zentralen Streifen Enten-Foie-gras.

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Pâté de Chartres — auf Backpapier
Vorbereitung 75 Minuten
Garzeit 90 Minuten
Gesamtzeit 1425 Minuten
Ergibt 1 geformte Pastete, 12 gekühlte Scheiben
Einführung und Überblick

Pâté de Chartres mit Rebhuhn, Kalb, Schwein und Foie gras

Pâté de Chartres ist eine Wildpastete in Teighülle mit enger Verbindung zur Stadt Chartres. Ältere Darstellungen nennen auch Zugvögel, die für eine heutige Haushaltszubereitung nicht nachgebildet werden sollten. Eine moderne, verantwortbare Umsetzung arbeitet stattdessen mit legal bezogenem, kommerziell zugerichtetem Federwild wie Rebhuhn oder Fasan und kann die Füllung mit Foie gras und feiner Würzung ergänzen. Jagd-, Schlacht- oder Heimverarbeitungsanweisungen gehören nicht in dieses Rezept.

Die Füllung ist keine glatte, anonyme Fleischmasse. Rebhuhn, Kalbschulter, Schweineschulter, Geflügelleber und kalter Rückenspeck werden zu einer bindigen, aber noch sichtbar groben Farce verarbeitet. Ein separater Streifen kalter Enten-Foie-gras liegt längs im Zentrum. Cognac, trockener Weißwein, Schalotte, Petersilie und Pastetengewürze aromatisieren das Fleisch während einer gekühlten 12-Stunden-Marinade. Beim Wolfen und Mischen muss die Farce unter 4 °C bleiben, damit das Fett nicht schmiert und die Kühlkette erhalten bleibt.

Da die Mischung Geflügelleber und Federwild enthält, gilt für die Mitte die strengere Zieltemperatur von mindestens 74 °C. Eine goldbraune Teighülle allein sagt nichts über die Sicherheit der Füllung aus, deshalb ist ein Einstichthermometer unverzichtbar. Nach dem Backen kühlt die Pastete 60 Minuten in der Form, kommt innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank und wird dort weitere 480 Minuten vollständig durchgekühlt. Erst dann lässt sie sich sauber als kalte Pastete schneiden.

Gelingpunkte

Gelingpunkte

  • Farce unter 4 °C halten, ohne Hohlräume fest in die Form drücken und im Zentrum 74 °C messen. Die abschließende lange Kühlung ist für saubere Scheiben notwendig und kein optionaler Aufbewahrungsschritt.
Zutaten

Zutaten

Wildfarce

  • 300 g kommerziell zugerichtetes, ausgelöstes Rebhuhnfleisch, kalt, in kleinen Stücken
  • 200 g Kalbsschulter, kalt, gewürfelt
  • 250 g Schweineschulter, kalt, gewürfelt
  • 150 g Geflügelleber, geputzt und unter 4 °C gehalten
  • 100 g Schweinerückenspeck, kalt, gewürfelt
  • 100 g Enten-Foie-gras, kalt, als zentraler Streifen zugeschnitten
  • 120 ml Cognac, für die Marinade
  • 80 ml trockener Weißwein, für die Marinade
  • 60 g Schalotten, fein gehackt
  • 12 g glatte Petersilie, fein gehackt
  • 14 g feines Salz
  • 3 g schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 2 g gemischtes Pastetengewürz

Teig und Abschluss

  • 700 g Butter-Blätterteig, kalt, zum Auskleiden und Abdecken einer Form 22 × 10 × 9 cm ausgerollt
  • 50 g Vollei, verquirlt zum Verschließen und Bestreichen
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fleisch marinieren. Rebhuhn, Kalb und Schwein mit Cognac, Weißwein, Schalotte, Petersilie, Salz, Pfeffer und Gewürzen in einem abgedeckten, nicht reaktiven Behälter 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Das Fleisch ist gleichmäßig benetzt und bleibt vollständig kalt. Arbeitstemperatur: 4 °C. Sämtliches Fleisch bei 4 °C oder kälter halten und ausschließlich kommerziell zugerichtetes Wild verwenden.

  2. Kalte Farce wolfen. Fleisch gründlich abtropfen lassen; freie Marinade nicht für die Teighülle zurückbehalten. Abgetropftes Rebhuhn, Kalb, Schwein, Geflügelleber und Rückenspeck durch eine mittlere Scheibe wolfen und anschließend mischen, bis Bindung entsteht. Die Farce bleibt sichtbar grob, wird klebrig-bindig und bleibt unter 4 °C. Rohfarce niemals probieren; zum Abschmecken nur eine kleine separate Probe vollständig durchgaren.

  3. Form auskleiden und füllen. Form 22 × 10 × 9 cm mit etwa zwei Dritteln des Blätterteigs auslegen und ausreichend Überstand zum Verschließen lassen. Die Hälfte der Farce ohne Lufttaschen einfüllen, den kalten Foie-gras-Streifen mittig längs auflegen und mit der restlichen Farce bedecken. Die Füllung liegt dicht am Teig, Foie gras bleibt zentriert und sichtbare Hohlräume fehlen. Arbeitstemperatur: unter 4 °C. Steigt die Temperatur beim Formen über 4 °C, Komponenten wieder kühlen.

  4. Teighülle verschließen. Restlichen Teig als Deckel auflegen, Naht mit verquirltem Ei bestreichen, fest verschließen, sauber trimmen und nur mit sauberen Teigresten dekorieren. Zwei kleine Dampföffnungen einschneiden und Oberfläche mit dem übrigen Ei bestreichen. Der Rand ist vollständig geschlossen und beide Öffnungen bleiben frei. Werkzeuge für Rohfleisch nicht für sauberes Servierbesteck verwenden.

  5. Bis zum Geflügel-Endpunkt backen. Bei 190 °C 20 Minuten backen, dann auf 170 °C reduzieren und weitere etwa 70 Minuten garen, bis die Mitte der gemischten Farce mindestens 74 °C erreicht. Die Teighülle ist tief goldbraun und die Farce misst im Zentrum mindestens 74 °C. Die Temperatur im Inneren messen; Farbe ist kein Sicherheitstest.

  6. Abkühlen und vollständig kühlen. In der Form 60 Minuten abkühlen lassen und anschließend 480 Minuten im Kühlschrank vollständig durchkühlen. Die Pastete ist bis in die Mitte kalt und lässt sich schneiden, ohne dass die Füllung schmiert. Arbeitstemperatur: 4 °C. Innerhalb von 2 Stunden nach dem Ofen in den Kühlschrank geben und bei 4 °C oder kälter halten.

Servieren und Planung

Praxis

Servieren und Planung

Vollständig gekühlt in 12 Scheiben als kalte Vorspeise servieren. Auf dem Teller nur kurz temperieren lassen.

Servieren und Planung

Das Fleisch über Nacht marinieren. Die fertig gebackene Pastete profitiert von der abschließenden 8-Stunden-Kühlung und kann einen Tag vorher zubereitet werden.

Aufbewahrung und Aufwärmen

Bei 4 °C oder kälter bis zu 3 Tage gekühlt lagern. Kalt servieren; Aufwärmen ist nicht empfohlen, da die Teighülle weich wird und die strukturierte Farce Fett verliert.

Ersetzungen

Legal bezogener, kommerziell zugerichteter Fasan kann Rebhuhn im gleichen Gewicht ersetzen. Das Aroma verändert sich, der wildbetonte Chartres-Charakter bleibt stimmig.

Ersetzungen

Weglassen der Foie gras ergibt eine magerere Pastete, entfernt aber ein dokumentiertes luxuriöses Element. Nicht durch einen beliebigen Aufstrich ersetzen.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 12 Scheiben
  • Kalorien476 kcal
  • Kohlenhydrate30,8 g
  • Eiweiß24,7 g
  • Fett27,2 g
  • Ballaststoffe1,3 g
  • Natrium783 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Nur legal bezogenes, kommerziell zugerichtetes Wild verwenden und keine Wildvögel im Haushalt verarbeiten.

Rohfarce unter 4 °C halten und Kreuzkontamination verhindern.

Wegen der Geflügelbestandteile die Mitte auf mindestens 74 °C erhitzen.

Rasch abkühlen, innerhalb von 2 Stunden kühlen und erst vollständig durchgekühlt schneiden.

Alkohol kann nach dem Backen verbleiben.

Allergene: Ei, Milch, Gluten, Sulfite aus Weißwein und möglicherweise Cognac.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Kann Fasan Rebhuhn ersetzen?

Kommerziell bezogener Fasan ist im selben Gewicht eine stimmige Wildalternative, auch wenn sich das Aroma verändert.

Warum beträgt die Zieltemperatur 74 °C?

Die gemischte Füllung enthält Geflügelbestandteile. Deshalb gilt für die gesamte Farce der strengere Geflügel-Endpunkt.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Eine gekühlte Wildpastete aus Chartres in Teighülle mit Rebhuhn, Kalb, Schwein, Geflügelleber, Rückenspeck und einem zentralen Foie-gras-Streifen.
  • Entscheidende Technik: Farce unter 4 °C halten, lückenlos einfüllen, im Zentrum 74 °C messen und vor dem Schneiden vollständig durchkühlen.