Garbure bigourdane — Pyrenäensuppe mit Tarbais-Bohnen, Kohl und Confit
Garbure bigourdane ist eine kräftige Suppe aus Bigorre und dem Pyrenäenraum, die als vollständige Mahlzeit funktionieren soll. Sie ist weder eine dünne Gemüsebrühe noch Cassoulet. Haricot Tarbais, Kohl, Lauch, Möhre, Steckrübe und Kartoffel bilden die Gemüsebasis; ein gepökeltes Schinkenstück gart lange mit, Entenconfit kommt erst am Ende hinzu.
Die trockenen Haricot Tarbais werden über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht. Das Einweichwasser wird vollständig verworfen. Die abgetropften Bohnen starten anschließend mit ungesalzener Hühnerbrühe und dem Schinkenstück. Nach einem klaren vollständigen Aufkochen bei 100 °C wird die Hitze reduziert, sodass die Suppe bei etwa 95 °C gleichmäßig simmert. Salz wird zunächst nicht zugesetzt, weil Schinken und Confit bereits viel Natrium beitragen.
Auch beim Fleisch ist die essbare Menge wichtig. Von 500 g Schinkenstück mit Knochen werden ungefähr 250 g gegartes essbares Fleisch zurück in die Suppe gegeben. Zwei gekaufte Confitkeulen von zusammen 500 g liefern etwa 240 g essbares Fleisch. Nur 20 g Confitfett werden bewusst in der Suppe verwendet; Knochen, überschüssige Haut und weiteres Verpackungsfett werden verworfen. Da das Confit bereits gegart ist, wird es vor dem Servieren auf 74 °C erhitzt.


