Galettes de Pont-Aven — dünne bretonische Butterkekse
Galettes de Pont-Aven sind dünne Butterkekse, die mit der bretonischen Stadt Pont-Aven und ihrer ausgeprägten Biskuittradition verbunden sind. Das Wort „galette“ bezeichnet hier einen runden Keks, nicht die herzhafte Buchweizengalette. Ebenso wenig handelt es sich um einen dicken bretonischen Palet: Diese Kekse werden dünn ausgerollt, sauber ausgestochen und bis zu einer trockenen, knusprigen Textur gebacken.
Der Teig besteht bewusst aus wenigen Zutaten: Weizenmehl, gesalzener Butter, feinem Zucker und Ei. Die gesalzene Butter liefert zugleich Fett und Würzung, deshalb kommt kein zusätzliches Salz hinzu. Sie soll weich genug zum Verrühren, aber niemals geschmolzen sein. Sobald das Mehl in der Schüssel ist, wird nur noch so lange gearbeitet, bis ein zusammenhängender Teig entsteht. Zu langes Mischen würde zu viel Gluten entwickeln und die feine, mürb-knusprige Struktur beeinträchtigen.
Nach 60 Minuten bei 4 °C ist der Teig fest genug, um gleichmäßig auf 3 mm ausgerollt zu werden. Die 6-cm-Kreise werden mit Abstand auf die Bleche gesetzt; sämtliche Teigreste werden erneut ausgerollt, damit tatsächlich 30 fertige Kekse entstehen. Gebacken wird in zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen bei 180 °C. Die Ränder sollen goldbraun sein, die Mitte trocken aussehen. Voll knusprig werden die Kekse erst nach dem vollständigen Auskühlen auf dem Gitter.


