Galette des rois à la frangipane — Blätterteig mit echter Frangipane
Die Galette des rois à la frangipane gehört zur Blätterteigform des französischen Dreikönigskuchens, wie sie vor allem im Norden Frankreichs verbreitet ist. Entscheidend ist die geschlossene Konstruktion: Zwei dünne Scheiben Butterblätterteig umschließen eine weiche Mandelfüllung, während die Oberfläche kräftig goldbraun und blättrig wird. Damit unterscheidet sich diese Galette klar von der südfranzösischen Briochekrone und ebenso von einer offenen Mandeltarte.
Frangipane bedeutet hier nicht einfach Mandelcreme. Zuerst wird eine kleine Konditorcreme gekocht und vollständig heruntergekühlt. Separat entsteht eine Crème d’amande aus Butter, Zucker, gemahlenen Mandeln und Ei. Anschließend werden 300 g Mandelcreme mit 150 g fertiger Konditorcreme verbunden. Dieses Verhältnis von etwa 2:1 ergibt die für diese Zubereitung gedachte Frangipane: weich, aber noch stabil genug, um innerhalb des Blätterteigs nicht zu verlaufen.
Ebenso wichtig wie die Füllung ist die Temperaturführung. Der Blätterteig muss beim Zuschneiden, Füllen und Verschließen kalt bleiben. Ein sauberer Rand von 3 cm verhindert, dass Fett und Füllung die Naht schwächen. Nach dem Zusammensetzen wird die Galette nochmals gekühlt. Im Ofen sorgt ein heißer Beginn bei 200 °C für Trieb, bevor bei 170 °C fertig gebacken wird. Eine versteckte Fève wird hier aus Sicherheitsgründen weggelassen; die Gebäckidentität hängt nicht davon ab.


