Matelote d’Anguille Angevine mit Rotwein und Pflaumen
Die angevinische Aal-Matelote verfolgt einen anderen Weg als die Tourangelle-Fassung. Ihr prägendes Profil besteht aus rotem Anjou-Wein, einer kleinen Menge Cognac oder Trauben-Eau-de-vie, Zwiebeln, Knoblauch und Pflaumen. Der Aal mariniert acht Stunden im Kühlschrank, und genau diese Flüssigkeit wird später zur Sauce. Grobe Brotbrösel sorgen am Ende für eine leichte Bindung. Eine Bourgueil-Tomaten-Fumet-Basis gehört hier nicht dazu.
Auch hier ausschließlich gewerblich getöteten, enthäuteten und gereinigten Aal verwenden. Fünf Zentimeter dicke Stücke werden mit Wein, Spirituose und Pflaumen bei höchstens 4 °C mariniert. Nach dem Abtropfen wird die gesamte Marinade aufgefangen. Der Aal wird kurz gebräunt, die Zwiebeln werden weich gegart und die Weinmischung deutlich reduziert, bevor der Fisch zurückkommt. Die Spirituose wird nicht flambiert.
Die letzte Garphase bleibt sanft. Jedes dicke Aalstück muss 63 °C erreichen und sich vom Mittelknochen lösen lassen, ohne zu zerfallen. Anschließend das Bouquet garni vollständig entfernen und nur so viele Brotbrösel einrühren, dass die Sauce einen Löffel leicht überzieht. Die Pflaumen bleiben im Gericht. Die komplette Sauce von etwa 550 ml wird auf vier Portionen verteilt, und feine Gräten bleiben ein praktisches Thema beim Essen.


