Türkei · Südosttürkei

Muhammara

Geröstete rote Paprika, geröstete Walnüsse, Brotkrumen und Granatapfelmelasse werden zu einem dicken strukturierten Dip mit Olivenöl und sanfter Schärfe gepulst.

Rezepte der türkischen Küche Meze
Teilen
Dunkelrote Muhammara mit Walnussstruktur und Olivenöl
Löffelrillen halten, ohne Paprikawasser abzugeben.
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 25 Minuten
Kühlzeit 20 Minuten
Portionen 8
Überblick

Muhammara aus gerösteter Paprika mit Textur

Muhammara ist ein Aufstrich aus roter Paprika und Walnuss, dessen Fülle durch Granatapfelmelasse geschärft wird. Die beste Schale schmeckt geschichtet statt nur süß: Rauch der Paprika, sanfte Bitterkeit gerösteter Walnuss, Säure der Melasse, Wärme von Paprika und Kreuzkümmel und ein runder Olivenölabschluss. Brotkrumen nehmen freien Saft auf und geben Körper, ohne den Aufstrich in Brotpaste zu verwandeln.

Diese Fassung verwendet ganze geröstete rote Gemüsepaprika und wenig mildes Paprikamark. Sie enthält weder Kichererbsen noch Milch. Diese Zutaten gehören zu anderen nützlichen Dips, verwischen hier aber Muhammaras Paprika-Walnuss-Identität. Ungesüßte Granatapfelmelasse wählen; sirupartige Produkte mit zugesetztem Zucker erschweren das gewünschte säuerliche Gleichgewicht.

Paprika so stark rösten, dass ihre Häute stellenweise schwarz aufblähen und das Fleisch zusammenfällt. Schwarze Haut liefert beim Rösten Rauch, muss aber entfernt werden, weil größere Stücke bitter schmecken. Heiße Paprika nur kurz abdecken, um die Haut zu lösen, dann entkernen und gründlich abtropfen. Eine Pfütze unter dem Fleisch tritt später aus dem fertigen Dip wieder aus.

Walnüsse behutsam duftend rösten und vor dem Verarbeiten kühlen. Zuerst mit Brotkrumen zu groben Krümeln pulsen; das schützt davor, Nüsse zu öliger Butter zu verarbeiten. Paprika, Mark, Melasse, Zitrone, Knoblauch und Gewürze zufügen und kurz pulsen. Olivenöl nur einlaufen lassen, bis die Masse zusammenhält. Sichtbare winzige Walnusskörnchen sind erwünscht und unterscheiden den Aufstrich von glatter Sauce.

Muhammara vor der Korrektur dreißig Minuten ruhen lassen. Brotkrumen nehmen weiter Feuchtigkeit auf, Knoblauch öffnet sich und Granatapfelsäure wird deutlicher. Erst dann das Gleichgewicht beurteilen: Salz soll Paprika schärfen, Melasse säuerlich und Pul Biber wärmend statt beherrschend sein. Nicht automatisch nach Zucker greifen; richtig geröstete Paprika bringt bereits Süße.

Dip in flacher Schale verstreichen, damit Löffelspuren ein letztes Ölband halten. Petersilie kann Farbe geben, zusätzliche Walnüsse tragen dasselbe Allergen. Für acht Portionen zu etwa 90 g mit Brot oder Gemüse 25 Minuten Vorbereitung, 25 Minuten Garzeit und 20 Minuten Kühlung einplanen. Mit Brot, Rohgemüse oder Grillgut servieren. Rasch kühlen und kurz Kühlschrankkälte verlieren lassen, weil Kälte Walnussduft und Paprikasüße dämpft.

25 Minuten Vorbereitung, 25 Minuten Garzeit und 20 Minuten Kühlzeit für 8 Portionen.

Praxis

Praxis

  • Geröstete Paprika geduldig abtropfenZehn bis fünfzehn Minuten im Sieb verhindern wässrige Trennung und halten die nötige Brotmenge unter Kontrolle.
  • Nüsse rösten, ohne zu dunkelnWalnüsse werden rasch bitter. Beim Duft herausnehmen und Restwärme die Röstung beenden lassen.
  • Echte Granatapfelmelasse verwendenNach konzentriertem Granatapfel mit wenig oder keinem zugesetzten Zucker suchen, nicht nach süßem Cocktailsirup.
Zutaten

Zutaten

Für das Rezept

  • 1 kg rote Gemüsepaprika
  • 180 g Walnüsse leicht rösten
  • 90 g feine trockene Brotkrumen
  • 35 g mildes rotes Paprikamark
  • 60 ml ungesüßte Granatapfelmelasse
  • 25 ml frischer Zitronensaft
  • 10 g Knoblauch zerdrücken
  • 5 g Pul Biber oder Paprika nach Aleppo-Art
  • 2 g gemahlener Kreuzkümmel
  • 100 ml natives Olivenöl extra zuzüglich für den Abschluss
  • 7 g feines Salz
  • 15 g glatte Petersilienblätter optionale Garnitur
Zubereitung

Zubereitung

Paprika rösten und abtropfen

  1. Paprika stark röstenPaprika unter sehr heißem Grill oder über Flamme rösten, kurz abdecken, häuten, entkernen und gründlich abtropfen.

    Die Haut ist stellenweise schwarz aufgebläht und das Fleisch weich.

Textur aufbauen

  1. Walnüsse und Brotkrumen grob pulsenGeröstete Walnüsse und Brotkrumen zu groben Krümeln pulsen, dann Paprika, Mark, Melasse, Zitrone, Knoblauch, Gewürze und Salz zufügen.

    Der Aufstrich hält auf dem Löffel, sichtbare Walnusskörnchen bleiben.
  2. Olivenöl in kurzen Impulsen einarbeitenIn kurzen Impulsen pulsen und dabei Olivenöl einlaufen lassen.

    Im Prozessor bildet sich kein getrennter Ölring.

Ruhen und servieren

  1. 30 Minuten ruhen und ausgleichen30 Minuten ruhen lassen, dann Salz, Säure und Schärfe ohne Zucker ausgleichen.

    Der Geschmack ist rund und Granatapfel bleibt klar säuerlich.
  2. Flach verstreichen und vollendenIn einer flachen Schale verstreichen, mit dem Löffel Wellen ziehen und mit Olivenöl sowie optional Petersilie vollenden.

    Der Dip hält Rillen und gibt kein Wasser ab.
Praxis

Praxis

Pulsen statt pürieren

Kurze Impulse bewahren Walnussstruktur und verhindern, dass übermäßig Öl aus den Nüssen gedrückt wird.

Vor der Endwürzung ruhen

Der Dip bindet und seine Säure verändert sich über dreißig Minuten. Erst nach diesem Setzen anpassen.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Dip gibt Wasser ab Paprika war ungenügend abgetropft. Wenig Brotkrumen einrühren, ruhen und erneut beurteilen, statt viel Trockenes auf einmal zuzugeben.
  • Textur ist ölig und pastös Walnüsse wurden ununterbrochen verarbeitet. Getrennt gehackte geröstete Walnüsse unterheben, um Struktur zurückzugeben.
  • Geschmack ist zu süß Melasse enthält zugesetzten Zucker oder Paprika war besonders süß. Zitrone und Salz schrittweise zufügen, nicht mehr Paprikamark.
  • Abschluss ist bitter Verbrannte Paprikahaut oder überröstete Walnüsse sind wahrscheinlich. Geringe Bitterkeit kann mit Paprika ausgeglichen werden, verbrannte Menge nicht.
Nährwerte

Nährwerte

  • Kalorien305 kcal
  • Eiweiß7 g
  • Kohlenhydrate24 g
  • Fett22 g
  • Gesättigte Fettsäuren3 g
  • Ballaststoffe5 g
  • Zucker9 g
  • Natrium390 mg

1 von 8 Portionen. — Näherungswerte stammen aus dem vollständig abgemessenen Rezept und schwanken mit Marken sowie tatsächlicher Portionsgröße.

Allergene · Lebensmittelsicherheit

Allergene · Lebensmittelsicherheit

Allergene: Enthält Walnüsse beziehungsweise Baumnüsse., Enthält Weizen und Gluten.

Lebensmittelsicherheit: Heiße geröstete Paprika nicht in ungeeignetem Kunststoff verschließen und Hände vor Dampf schützen. Walnüsse und Gluten der Brotkrumen ausweisen. Innerhalb von 2 Stunden kühlen und sauberes Besteck verwenden, weil keine weitere Garung folgt.

Aufbewahrung: Abgedeckt bis zu 4 Tage kühlen. Vor dem Servieren 20 Minuten auf kühle Raumtemperatur bringen und rühren. Bis zu 1 Monat einfrieren, im Kühlschrank auftauen und austretende Feuchte mit wenig Brotkrumen korrigieren.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Ist Muhammara dasselbe wie Acuka?

Im türkischen Gebrauch überschneiden sie sich, doch Rezepte variieren. Diese Schale konzentriert sich ausdrücklich auf geröstete Paprika, Walnuss, Brotkrumen und Granatapfelmelasse.

Kann es glutenfrei werden?

Geprüfte glutenfreie Brotkrumen mit ähnlicher Aufnahme verwenden. Krume nicht einfach ganz weglassen, ohne Feuchtigkeit neu zu berechnen.

Können geröstete Paprika aus dem Glas dienen?

Ja, wenn sie ungesüßt, gut abgetropft und frei von starker Essiglake sind. Der Rauch wird milder.

Wie weit im Voraus ist es möglich?

Ein Tag vorher ist sehr gut. Abgedeckt kühlen, zwanzig Minuten herausstellen, rühren und Endöl erst beim Servieren zufügen.

Das Wichtigste

Das Wichtigste

Paprika abtropfen, Walnuss rösten und nur so weit pulsen, dass Rauch, Säure und feine Nussstruktur im Aufstrich getrennt bleiben.

Entscheidend sind stellenweise schwarz aufgeblähte Haut bei weichem Fleisch, löffelhaltende Masse mit sichtbaren Walnusskörnchen und runder Geschmack mit klar säuerlichem Granatapfel.