Türkei · Türkeiweit

Güllaç

Papierdünne Güllaç-Blätter mit warmer gesüßter Milch um eine Walnussmitte tränken und unter Pistazien und Granatapfel zu kühlen zarten Quadraten setzen lassen.

Rezepte der türkischen Küche Dessert
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Güllaç-Quadrate mit Pistazien und Granatapfelkernen in einer hellen Form
Milchweiche helle Schichten bleiben beim Schneiden sichtbar und tragen eine grüne Pistazien- sowie rote Granatapfelgarnitur.
Vorbereitung 30 Minuten
Erwärmen 10 Minuten
Kühlzeit 4 Stunden
Portionen 12
Überblick

Güllaç so schichten, dass jedes Blatt zart wird

Güllaç entsteht durch Aufnahme. Seine spröden fast durchsichtigen Stärke-Mehl-Blätter müssen zu Hause nicht mehr gebacken werden; warme gesüßte Milch verwandelt sie in weiche perlmuttfarbene Lagen. Milchtemperatur und Arbeitstempo entscheiden, ob die Mitte trocken bleibt oder die Form ihren Stand verliert. Blatt für Blatt arbeiten, jeden Rand benetzen und jede Lage kurz entspannen lassen.

Das Dessert steht in der Türkei eng mit Ramadan-Tafeln in Verbindung, weil es kühl, milchbasiert und leichter als Sirupgebäck wirkt. Handelsübliche Güllaç-Blätter unterscheiden sich in Durchmesser, Dicke und Aufnahmevermögen. Die angegebenen 2 l Milch passen zu einer 300-g-Packung, doch der letzte Anteil wird nach dem Zustand der Form und nicht automatisch zugegossen.

Walnüsse liegen in dieser Fassung als Füllung in der Mitte des Stapels. Dort halten weiche Blätter ihren Biss fest, ohne die Oberfläche uneben zu machen. Pistazien und Granatapfel entsprechen den Bildern und kommen erst nach dem Kühlen auf das Dessert. Früh zugegebener Granatapfel färbt Milch und gibt wässrigen Saft ab; spätes Garnieren bewahrt den klaren Weiß-Rot-Kontrast.

Rosenwasser ist optional. Eine kleine Menge gibt eine florale Kante; mehr kann die Milch parfümiert wirken lassen und Walnüsse verdrängen. Erst nach dem Abnehmen vom Herd einrühren. Wer reine Milch bevorzugt, lässt es ersatzlos weg. Vanille ist für dieses gewählte Profil nicht nötig.

Für zwölf Quadrate 30 Minuten Vorbereitung, 10 Minuten Erhitzen und mindestens 4 Stunden Kühlung einplanen. Ruhe ist nicht nur Serviertemperatur: Milch verteilt sich im Stapel und Stärke setzt sich für einen sauberen Schnitt. Direkt aus dem Kühlschrank portionieren und ein Einzelstück 5 Minuten stehen lassen, damit sich die Aromen öffnen.

30 Minuten Vorbereitung, 10 Minuten Erhitzen und mindestens 4 Stunden Kühlzeit für 12 Portionen.

Praxis

Praxis

  • Milch nur warm verwendenKochende Milch kann die empfindlichen Blätter ungleichmäßig auflösen.
  • Blatt für Blatt tränkenSo erreicht Flüssigkeit Ränder und Nähte, ohne untere Lagen zu überfluten.
  • Milchrest nach Aufnahme dosierenBlattmarken unterscheiden sich; der sichtbare Zustand ist zuverlässiger als blindes Ausgießen.
Zutaten

Zutaten

Milch und Blätter

  • 300 g (10-12 sheets) getrocknete Güllaç-Blätter
  • 2 l Vollmilch
  • 350 g weißer Zucker
  • 15 ml Rosenwasser in Lebensmittelqualität optional

Füllung und Abschluss

  • 180 g Walnüsse grob hacken
  • 60 g ungesalzene Pistazien fein hacken
  • 180 g Granatapfelkerne
Zubereitung

Zubereitung

Milch vorbereiten

  1. Zucker lösenMilch in einen weiten Topf gießen, Zucker zufügen und bei mittlerer bis niedriger Hitze über den Boden rühren. Stoppen, sobald Zucker gelöst ist und Dampf aufsteigt; nicht stark kochen oder reduzieren.

    Der Topfboden fühlt sich unter dem Löffel glatt und frei von Zuckerkristallen an.
  2. Auf Tränktemperatur abkühlenTopf vom Herd nehmen und Milch auf 45–50 °C abkühlen. Optionales Rosenwasser jetzt einrühren. Kelle bereitlegen und Servierform danebenstellen, bevor die Blätter geöffnet werden.

    Die Milch ist deutlich warm, aber nicht mehr brühend heiß.

Schichten aufbauen

  1. Erstes Blatt einlegenEin Güllaç-Blatt mit strukturierter Seite nach oben einlegen, nur bei Bedarf brechen oder zuschneiden. Warme Milch von der Mitte nach außen schöpfen und Ränder 20–30 Sekunden weich werden lassen.

    Das Blatt schmiegt sich ohne spröde weiße Mitte an die Form.
  2. Jede Lage einzeln benetzenNächstes Blatt einlegen und wiederholen. Gebrochene Stücke so drehen, dass Nähte nicht übereinanderliegen. Nie die ganze Packung auf einmal eintauchen.

    Jedes neue Blatt wird gleichmäßig durchscheinend, bevor das nächste es bedeckt.
  3. Walnussmitte zufügenNach der Hälfte der Blätter Walnüsse eben verteilen und einen schmalen sauberen Rand lassen. Übrige Blätter mit demselben ruhigen Milch-Rhythmus aufbauen.

    Walnüsse bilden ein waagerechtes Band und keine Hügel, die das nächste Blatt reißen.
  4. Letzte Milch beurteilenÜbrige Milch allmählich um die Form gießen. Pausieren, wenn ein flacher Spiegel binnen einer Minute aufgenommen wird; bei bleibender tiefer Lache Rest zurückhalten.

    Stapel wirkt vollständig nass und eben, ohne trockene Inseln oder schwimmende Blätter.

Setzen und garnieren

  1. Gründlich kühlenForm nicht mehr dampfen lassen, abdecken und innerhalb von zwei Stunden kühlen. Mindestens vier Stunden, vorzugsweise sechs Stunden, ohne Gewichte auf der Oberfläche kalt stellen.

    Milch ist in den Lagen verschwunden und die Form durchgehend kalt.
  2. Schneiden und vollendenMit dünnem scharfem Messer 12 Quadrate schneiden und Klinge zwischen Reihen abwischen. Pistazien und gut abgetropften Granatapfel erst vor dem Servieren auf Portionen setzen.

    Ein Spatel hebt ein ganzes Quadrat, während innere Blätter weich und feucht bleiben.
Praxis

Praxis

Walnüsse in die Mitte setzen

Die Lagen halten Nüsse fest und lassen eine glatte Schnittoberfläche.

Obst erst nach der Kühlung auflegen

Granatapfelsaft färbt sonst Milch und bringt zusätzliche Feuchtigkeit.

Kühlzeit nicht verkürzen

Stärke und Milch benötigen die Ruhe für gleichmäßige Zartheit und Stand.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Mitte bleibt trocken Milch erreichte nicht jedes Blatt oder die nächste Lage kam zu früh. Künftig einzeln bis zur Durchsichtigkeit warten.
  • Dessert schwimmt in Milch Blätter waren bereits gesättigt. Überschüssige Milch zurückhalten und letzte Zugabe nach Aufnahme beurteilen.
  • Blätter lösen sich zu Brei Milch war zu heiß oder wurde in einer großen Menge gegossen. Auf 45–50 °C kühlen und portionsweise schöpfen.
  • Quadrate zerfallen Kühlzeit war zu kurz oder Stapel überflutet. Mindestens 4 Stunden kalt setzen lassen.
Nährwerte

Nährwerte

  • Kalorien355 kcal
  • Eiweiß10 g
  • Kohlenhydrate48 g
  • Fett15 g
  • Gesättigte Fettsäuren5 g
  • Ballaststoffe2 g
  • Zucker34 g
  • Natrium105 mg

1 von 12 Quadraten. — Die Angaben sind Näherungen pro Portion; Güllaç-Marke, Milch und Garniturmenge verändern die Werte.

Allergene · Lebensmittelsicherheit

Allergene · Lebensmittelsicherheit

Allergene: Enthält Milch., Enthält Walnüsse beziehungsweise Schalenfrüchte., Enthält Pistazien beziehungsweise Schalenfrüchte., Blätter auf Weizen und Gluten prüfen.

Lebensmittelsicherheit: Pasteurisierte Milch und saubere Geräte verwenden. Innerhalb von 2 Stunden nach dem Zusammensetzen abdecken und kühlen. Bei höchstens 4 °C lagern und die Form nach dem Servieren in den Kühlschrank zurückstellen.

Aufbewahrung: Abgedeckt bis zu 2 Tage kühlen; die gewünschte Struktur liegt in den ersten 24 Stunden. Nicht einfrieren.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Muss Rosenwasser verwendet werden?

Nein. Gesüßte Milch ohne Rosenwasser lässt Walnuss und frischen Granatapfel hervortreten.

Kann Güllaç am Vorabend entstehen?

Ja. Eine Nachtruhe liegt im geeigneten Strukturfenster; Pistazien und Granatapfel erst vor dem Servieren auflegen.

Warum liegt die raue Blattseite oben?

Die strukturierte Fläche fängt Milch auf und verteilt sie über das spröde Blatt. Gleichbleibende Ausrichtung erleichtert das Tränken.

Können Haselnüsse Walnüsse ersetzen?

Andere Nussfüllungen sind anerkannt. Gewichtsgetreuer Ersatz ist möglich, doch Bilder und Nährwerte dieser Fassung beruhen auf Walnüssen.

Das Wichtigste

Das Wichtigste

Kühle klar erkennbare milchweiche Lagen mit einem Walnussbruch und frischem Granatapfel statt formloser Masse.

Warme, nicht kochende Milch verwenden, jedes Blatt einzeln tränken und den Stapel vier ruhige Stunden kühlen.