Hamsi Tava mit dünner krosser Maiskruste
Hamsi Tava ist ein unverstellter Ausdruck der Schwarzmeer-Sardelle: kleiner Fisch, Maismehl, Salz und heißes Öl. Die kurze Liste lenkt alle Aufmerksamkeit auf die Handhabung. Wasser in gereinigten Bauchhöhlen spritzt und dämpft die Kruste. Zu viel Mehl erzeugt eine schwere Schale. Nur warmes Öl tränkt das Korn, bevor Fisch bräunt. Das Ergebnis beginnt deshalb lange vor der Pfanne.
Die Sardellen werden für diese Fassung gereinigt, bleiben aber entlang des Rückgrats ganz. Köpfe und Innereien zu entfernen verhindert Bitterkeit; Gräten stützen die kleinen Fische. Nur hygienisch nötig spülen, dann abtropfen und wiederholt trocken tupfen. Frische Hamsi riechen sauber und maritim, nicht stechend fischig oder nach Ammoniak. Bis zum Panieren kalt halten.
Regionale Fassungen verwenden ausschließlich Maismehl oder verbinden es mit weniger Weizenmehl. Die Mischung hier bewahrt den körnigen Maisbiss, während Weizen Zwischenräume füllt und haftet. Es ist eine Bestäubung, kein Backteig. Nur unmittelbar vor dem Braten wenden und jedes Stück ausschütteln, damit loses Mehl nicht im Öl verbrennt.
Eine kreisförmige Lage ist praktisch und ansprechend. Dicht von Schulter zu Schwanz angeordnete Fische stützen sich beim Wenden mit einem Teller. Dennoch bleibt die Pfanne nur eine Lage tief: überlappende Haufen schließen Dampf ein und verhindern Kontakt zur heißen Fläche. Ohne sehr große Pfanne mehrere kleinere Runden braten und jeweils frisch ausgeben.
Für vier Portionen 35 Minuten Vorbereitung und 20 Minuten Garzeit einplanen. Zitrone, Petersilie und mit Sumach geriebene rote Zwiebel sind Beilagen, keine Marinade. Vorherige Säure macht die Oberfläche nass und die Kruste weich. Zwiebeln zuerst vorbereiten, Zitronen am Tisch ausdrücken und den Fisch sofort servieren, solange die Ränder hörbar kross sind.
35 Minuten Vorbereitung, 20 Minuten Garzeit und insgesamt 55 Minuten für 4 Portionen.
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