Peruanische Nationalgerichte

Picante de cuy aus Cajamarca – Variante für eine größere Runde

Praktische Zubereitung von Cuy mit Ají panca, Kartoffeln und frischer Salsa criolla; im Ofen garen und die Kerntemperatur messen.

Peruanische Nationalgerichte
Teilen
Picante de cuy aus Cajamarca – Variante für eine größere Runde – Zutaten, genaue Mengen und Zubereitung
Picante de cuy aus Cajamarca – Variante für eine größere Runde – Zutaten, genaue Mengen und Zubereitung
Ergibt 8 Portionen aus 4 küchenfertigen Cuy
Vorbereitung 40 Minuten
Garzeit 90 Minuten
Zusätzliche Ruhe-/Kühlzeit 0 Minuten
Gesamtzeit 130 Minuten
Überblick

Picante de cuy aus Cajamarca – Variante für eine größere Runde – Zutaten, genaue Mengen und Zubereitung

Für eine größere Tischrunde kann Picante de cuy aus Cajamarca auf Bratblechen im Backofen zubereitet werden. Diese praktische Festtagsvariante verwendet vier ausgenommene Tiere statt der kleineren Pfannenmenge und serviert pikante Kartoffeln sowie eine frische Salsa criolla dazu.

Das Braten im Ofen ist eine bewusste Haushaltsanpassung und keine Behauptung über eine einheitliche historische Festtagstechnik. Zwei Bleche helfen, die Stücke ohne Überlagerung zu garen. Ihre Positionen werden während des Bratens getauscht; jedes dicke Stück muss die erforderliche Kerntemperatur erreichen.

Die Salsa aus roten Zwiebeln, Rocoto und Limette wird getrennt vorbereitet. Sie kommt neben das Fleisch, nicht auf dessen Oberfläche. Die mit Erdnüssen gebundene Ají-panca-Sauce bleibt allein an den heißen Kartoffeln.

Praxis

Praxis

  • KerntemperaturIm dicksten Stück fern vom Knochen mindestens 74 °C messen.
  • BeilagenKartoffeln abgießen, dann mit der separat abgemessenen Sauce überziehen.
  • ReihenfolgeErst den Fleischbereich säubern, dann die weiteren Komponenten mit sauberen Geräten vorbereiten. Für diese Menge gelten 1600 g Kartoffeln und 105 g Ají panca.
Zutaten

Zutaten

Cuy und Würzung

  • 4 Stück küchenfertige Cuy (Meerschweinchen); ausgenommen, mit Haut, je etwa 650 g einschließlich Knochen
  • 11 g feines Salz; auf Cuy und Sauce aufgeteilt
  • 45 g Knoblauchzehen; fein zerdrückt, auf Fleisch und Sauce aufgeteilt
  • 95 ml neutrales Pflanzenöl; 65 ml zum Bestreichen von Cuy und Bratblechen; 30 ml für die Ají-Sauce zurückbehalten

Scharfe Kartoffelbeilage

  • 1600 g gelbe Kartoffeln (Papa amarilla), geschält; nach dem Schälen abgewogen, in 3–4 cm große Stücke geschnitten
  • 105 g Ají-panca-Paste; reine, ungesüßte Chilipaste
  • 90 g geröstete, geschälte Erdnüsse; fein gemahlen
  • 3300 ml Wasser zum Kartoffelkochen; genau abgemessen
  • 360 ml Wasser für die Ají-Sauce; gesondert abgemessen

Frische Salsa criolla

  • 280 g rote Zwiebeln; für Salsa criolla in sehr dünne Halbringe geschnitten
  • 25 g Rocoto-Chili; entkernt und dünn geschnitten
  • 80 ml frischer Limettensaft; für Salsa criolla abgeseiht
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Cuy vorbereiten.Die 4 küchenfertigen Cuy mit Küchenpapier trocken tupfen und jedes Tier auf einem ausschließlich für rohes Fleisch vorgesehenen Brett in vier Stücke mit Knochen teilen. 22 g Knoblauch und 5 g Salz sorgfältig einreiben; Fleisch keinesfalls abwaschen. Etwa 12 Minuten einplanen. Die Haut soll trocken und gleichmäßig gewürzt sein. Anschließend Hände waschen sowie Messer und Brett desinfizieren.

  2. Kartoffeln kochen.1600 g geschälte, 3–4 cm große Kartoffelstücke mit genau 3300 ml Wasser in einen großen Topf geben. Langsam aufkochen und etwa 20 Minuten sanft köcheln lassen. Mit einem Messer an der größten Kartoffel prüfen: Es soll ohne Widerstand eindringen, die Stücke sollen aber nicht zerfallen. Kartoffeln durch ein Sieb abgießen und beiseitestellen.

  3. Cuy auf zwei Blechen braten.Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Von insgesamt 95 ml Pflanzenöl 65 ml auf die 16 gewürzten Fleischstücke und zwei Bratbleche verteilen; 30 ml für die Ají-Sauce zurückbehalten. Die Stücke auf den Blechen nebeneinander verteilen und ungefähr 50 Minuten im Ofen braten; die Bleche nach der Hälfte der Zeit in ihrer Position tauschen. Mit einem Einstichthermometer in jedem dicksten Fleischstück mindestens 74 °C messen, ohne den Knochen zu berühren. Noch nicht ausreichend durchgegarte Stücke weiterbraten und erneut prüfen. Die Haut soll gebräunt sein, die Temperatur bleibt das Sicherheitskriterium.

  4. Ají-Ansatz zubereiten.Die beiseitegestellten 30 ml Pflanzenöl in einer sauberen, breiten Pfanne erhitzen. Die restlichen 23 g Knoblauch und 105 g Ají-panca-Paste zugeben. Bei sanfter mittlerer Hitze ungefähr 7 Minuten unter Rühren braten, insgesamt etwa 8 Minuten für diesen Arbeitsschritt vorsehen. Beginnt der Ansatz zu haften, einen Löffel vom abgemessenen Saucenwasser einrühren. Die Paste soll würzig duften und sich ohne angebrannte Stellen verschieben lassen.

  5. Pikante Kartoffeln fertigstellen.90 g fein gemahlene Erdnüsse einrühren und den noch verfügbaren Rest der insgesamt 360 ml Saucenflüssigkeit zugeben. Ungefähr 5 Minuten leise köcheln lassen, bis die Sauce die Rückseite eines Löffels dünn überzieht. Dann die abgegossenen Kartoffeln und die restlichen 6 g Salz vorsichtig einarbeiten; weitere 3 Minuten sanft wenden. Die Kartoffeln sollen ganz bleiben und rundum von Sauce umhüllt sein, ohne Klumpen gemahlener Erdnüsse.

  6. Salsa criolla mischen.Auf einem sauberen Gemüsebrett 280 g in sehr dünne Halbringe geschnittene rote Zwiebel mit 25 g entkerntem Rocoto und 80 ml abgeseihtem Limettensaft in einer separaten Schüssel vermengen. Etwa 5 Minuten vorsehen. Die Zwiebelscheiben sollen sich leicht biegen, die Salsa soll frisch wirken. Nicht mit Messern oder Brettern arbeiten, die ungewaschen rohes Cuy berührt haben.

  7. Heiß servieren.Die heißen, von Ají-Sauce umhüllten Kartoffeln und die ausreichend gegarten Fleischstücke auf 8 Portionen verteilen. Die Salsa criolla daneben anrichten, keinesfalls über die knusprige Haut geben. Etwa 3 Minuten für das Anrichten vorsehen. Auf die kleinen Knochen im Cuy ausdrücklich hinweisen.

Praxis

Praxis

Praktische Hinweise, Servieren und Aufbewahren

Servieren: Das Cuy heiß mit den von der Sauce umhüllten Kartoffeln anrichten. Die rohe Salsa criolla getrennt daneben anbieten, damit sie die gebräunte Fleischoberfläche nicht aufweicht. Die Fleischstücke enthalten kleine Knochen; bei der Ausgabe deutlich darauf hinweisen. Vorbereitung: Kartoffeln und Zutaten für die Sauce können abgewogen und vorbereitet werden. Das rohe Cuy bis zur Verarbeitung kühlen; Fleischbereich und Gemüsearbeitsplatz getrennt halten. Für die größere Menge beide Bratbleche vor dem Garen bereitlegen und die Stücke nicht übereinanderschichten. Aufbewahren und Aufwärmen: Gegarte Reste binnen 2 Stunden in den Kühlschrank bei höchstens 4 °C stellen; innerhalb von 3–4 Tagen verbrauchen. Beim Aufwärmen im dicksten Fleischstück erneut mindestens 74 °C erreichen. Niemals auf die Bräunung als Sicherheitsnachweis vertrauen. Die Regel gilt ebenso für die Fleischportionen mit insgesamt 1600 g Kartoffeln und 105 g Ají panca. Austausch von Zutaten: Eine andere festkochende Kartoffelsorte ist möglich, verändert aber die Bindung und gegebenenfalls die Nährwertschätzung; sie entspricht nicht exakt der regionalen Sorte. Ají panca nicht durch beliebiges Chilipulver ersetzen, wenn der typische Paprikacharakter erhalten bleiben soll. Vorgesehen sind hier 1600 g der genannten Kartoffelsorte und 105 g Ají panca.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Die Sauce wird zähKartoffelstärke und gemahlene Erdnüsse binden das Wasser. Etwas von der bereits abgemessenen Saucenflüssigkeit bis zum Schluss zurückbehalten und kurz vor dem Anrichten einrühren.
  • Das Cuy ist außen braun, innen aber noch nicht durchHäufig war die Hitze zu hoch oder die Pfanne überfüllt. Bei niedrigerer Hitze weitergaren und erneut mindestens 74 °C im dicksten Fleischstück messen. Für diese Menge gelten 1600 g Kartoffeln und 105 g Ají panca.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 8 Portionen mit Cuy, Kartoffeln und Salsa criolla
  • Kalorien593 kcal
  • Kohlenhydrate56,8 g
  • Eiweiß34,5 g
  • Fett26,0 g
  • Ballaststoffe2,7 g
  • Natrium647 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Erdnüsse: Die Ají-Kartoffeln enthalten fein gemahlene geröstete Erdnüsse. Bei Chilipasten und Pflanzenöl die Verpackung auf weitere Allergene und Kreuzkontakte prüfen. Nur gewerblich küchenfertig vorbereitetes, ausgenommenes Cuy verwenden. Rohes Fleisch niemals waschen; Hände, Messer und Bretter nach Kontakt reinigen und desinfizieren. Jedes dicke Fleischstück fern vom Knochen mit einem Einstichthermometer auf mindestens 74 °C prüfen. Gegarte Reste binnen 2 Stunden bei höchstens 4 °C kühlen, 3–4 Tage lagern und auf 74 °C erhitzen. Vor kleinen Knochen warnen. Für diese Menge gelten 1600 g Kartoffeln und 105 g Ají panca.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Gebräunte Cuy-Stücke mit Knochen und pikante Kartoffeln mit Salsa criolla.
  • Entscheidender Punkt: 74 °C in den dicksten Fleischteilen mit einem Thermometer nachweisen; die Hautfarbe reicht als Kriterium nicht aus.