Über Sfogliatella riccia
Sfogliatella riccia gehört zu den charakteristischen Gebäcken Neapels. Die Füllung verbindet Ricotta, Grieß und kandierte Früchte; die riccia-Form zeichnet sich durch eine Hülle aus vielen dünnen, knusprigen Schichten aus.
Der ungewöhnliche Teig ist bewusst sehr fest. Eine lange Ruhezeit im Kühlschrank hydratisiert ihn und macht ihn dehnbar genug, um ihn fast durchsichtig auszurollen, ohne zusätzliches Wasser zuzugeben, das die knusprigen Schichten schwächen würde.
Auf die dünne Teigbahn wird Schmalz gestrichen, bevor sie sehr fest zu einer Rolle aufgewickelt wird. Die Querschnitte dieser Rolle bilden die konzentrischen Schichten, die nach außen in die typische Muschelform gedrückt werden; zu schnelles Formen zerreißt die Laminierung.
Die Füllung muss kalt und fest sein. Grieß bindet die Ricotta, damit sie die laminierte Hülle im Ofen nicht durchweicht, während kandierte Orange, Vanille und Zimt das vertraute neapolitanische Aromaprofil liefern.
Hohe Anfangshitze fixiert und trennt die Schichten. Anschließend wird die Temperatur etwas gesenkt, damit die Hülle trocknet und die Füllung durchgart, ohne dass die äußeren Rippen verbrennen.



