Über Risotto al nero di seppia
Risotto al nero di seppia ist eine klassische Verwendung von Sepiatinte in der nordadriatischen Küche. Die Grundmethode bleibt bewusst zurückhaltend: Sepia, Aromaten, trockener Weißwein, Reis und heiße Brühe, während die Tinte dem Gericht seine prägende schwarze Farbe und salzige Tiefe gibt.
Die Travel-S-Helper-Bilder zeigen eine moderne Präsentation: schwarzes Risotto mit orangefarbenem Lachstatar und knackigen grünen Puntarelle. Diese Kombination ist als zeitgenössisches Küchenfinish dokumentiert und wird hier deshalb als moderne Option behandelt, nicht als venezianische Tradition umgedeutet.
Sepia und Reis brauchen unterschiedliches Timing. Die Sepia wird zuerst angebraten, bis das Zartwerden beginnt; anschließend wird Carnaroli in derselben Pfanne geröstet und die Brühe schrittweise zugegeben, damit die Körner klar bleiben und zugleich genügend Stärke für Cremigkeit freisetzen.
Tintenfischtinte ist intensiv und kann bei zu großer Menge dumpf schmecken. Eine abgemessene Menge wird erst im späteren Teil der Garzeit eingerührt, sodass sie sich vollständig verteilt, ohne unnötig lange stark zu kochen.
Das Risotto soll langsam fließen, wenn die Pfanne geneigt wird. Die Mantecatura erfolgt abseits der Hitze mit Olivenöl statt mit schwerer Sahne; eine eventuelle Lachsgarnitur bleibt kalt und kommt erst auf dem Teller dazu.



