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Italien · Neapel / Kampanien

Babà napoletano

Babà napoletano ist ein weiches, elastisches Hefegebäck aus geriffelten Formen, das mit zitronigem Rumsirup vollständig getränkt und mit einer dünnen Aprikosenglasur vollendet wird.

Traditionelles italienisches RezeptDessert / Hefegebäck
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Babà napoletano: weite Ansicht glänzend goldener, mit Rum getränkter Babà mit weißer Sahne und roten Johannisbeeren auf einer dunklen Servierplatte
Vorbereitung45 Min.
Garzeit25 Min.
Gesamtzeit3 Std. 10 Min.
Ergibt12 einzelne Babà
Das Gericht

Über Babà napoletano

Babà ist aus der modernen neapolitanischen Patisserie nicht wegzudenken, auch wenn sein Weg nach Neapel über frühere polnische und französische Formen führt. Die neapolitanische Variante wird durch ihren im Ofen gebackenen Hefeteig und die großzügige Tränkung mit Rum geprägt.

Der Teig ist deutlich feuchter als gewöhnlicher Brotteig. Eier und weiche Butter werden zu einem sehr elastischen, fast teigartigen Rührteig entwickelt, damit die gebackene Krume lange Poren bildet und viel Sirup aufnehmen kann, ohne auseinanderzufallen.

Vor dem Tränken müssen die Küchlein vollständig durchgebacken und an den Rändern leicht trocken sein. Ein warmes gebackenes Babà nimmt heißen Sirup rasch auf; Ziel ist eine vollständige Sättigung, ohne die zarte Krume auszudrücken oder zu zerreißen.

Ein sinnvoller Hausmaßstab für die klassische Version sind 250 g Mehl, drei Eier, Butter, Honig, frische Hefe, ein Zitronen-Rumsirup und Aprikosenglasur; daraus entstehen zwölf kleine Küchlein.

Die geprüften Travel-S-Helper-Bilder zeigen Sahne und rote Johannisbeeren. Diese gelten als optionales, abgebildetes Finish auf der klassischen getränkten und glasierten Basis, nicht als zwingend definierende Zutaten.

Technik

Drei Dinge, auf die es ankommt

  • Vor dem Gehenlassen Elastizität entwickeln. Ein klebriger Teig ist richtig; er soll sich dehnen und ziehen lassen, statt sich wie fester Brotteig zu verhalten.
  • Vor dem Tränken vollständig backen. Eine blasse, zu wenig gebackene Krume fällt zusammen, wenn sie sich mit Sirup vollsaugt.
  • Warmes Gebäck mit warmem Sirup tränken. Ähnliche Temperaturen fördern gleichmäßige Aufnahme ohne langes Handling.
Gericht zubereiten

Zutaten

Alles, was für das Gericht benötigt wird, übersichtlich vor dem Kochen angeordnet.

Babà-Teig

  • 250 gitalienisches Mehl Tipo 00oder backstarkes Weizenmehl
  • 15 gfrische Hefeoder 5 g Instant-Trockenhefe
  • 3große Eierleicht verquirlt
  • 75 gungesalzene Buttersehr weich
  • 30 gHonig
  • 5 gfeines Meersalz

Rumsirup und Glasur

  • 800 gWasser
  • 500 gfeiner Zucker
  • 1ZitroneSchale in breiten Streifen
  • 100 gdunkler oder bernsteinfarbener Rumnach dem Kochen zugeben
  • 200 gAprikosenkonfitürepassiert
  • 70 gWasserzum Verdünnen der Glasur

Optionales Finish wie auf dem Foto

  • 250 mlSchlagsahnekalt
  • 20 gPuderzucker
  • 120 grote Johannisbeerenoder andere säuerliche Beeren als Garnitur
Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig mischen und entwickeln

  1. Reichhaltigen Teig ansetzen. Frische Hefe in das Mehl bröseln. Etwa die Hälfte der verquirlten Eier und die Hälfte der weichen Butter einarbeiten, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.

    Die Mischung ist klebrig und rau und lässt sich nicht wie normaler Teig von Hand kneten.
  2. Restliche Zutaten schrittweise einarbeiten. Restliches Ei, Butter, Honig und Salz in kleinen Portionen einarbeiten und schlagen, bis der Teig glatt, glänzend und elastisch ist.

    Eine angehobene Portion sollte sich zu Strängen dehnen, bevor sie reißt.
  3. Teig ruhen lassen. Abdecken und bei Raumtemperatur etwa 30 Minuten ruhen lassen.

    Der Teig sollte anfangen aufzugehen und kleine Gasblasen zeigen.

Gehen lassen und backen

  1. Formen halbhoch füllen. Die Formen gründlich ausbuttern und den Teig mit Spritzbeutel oder Löffel bis etwa zur halben Höhe einfüllen.

    Die Ränder sauber halten, damit der Teig gleichmäßig aufgehen kann.
  2. Gut aufgehen lassen. An einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis der Teig fast bis zum oberen Rand der Formen gewölbt ist.

    Die Oberfläche sollte luftig aussehen und leicht zittern, wenn das Blech bewegt wird.
  3. Goldbraun und vollständig backen. Bei 190 °C etwa 25 Minuten backen. Vorsichtig aus den Formen lösen und 10 Minuten stehen lassen.

    Die Seiten sollen gleichmäßig goldbraun sein und die Küchlein leicht, aber elastisch wirken.

Sirup kochen, tränken und glasieren

  1. Zitronensirup kochen. Zucker, 800 g Wasser und Zitronenschale erhitzen, bis der Zucker gelöst ist und der Sirup aufkocht. Vom Herd nehmen, Rum zugeben und den Sirup sehr warm halten.

    Das Rumaroma sollte deutlich bleiben und nicht durch langes Kochen verfliegen.
  2. Babà vollständig tränken. Die warmen Küchlein einzeln in warmen Sirup tauchen und wenden, bis sie deutlich schwerer und gleichmäßig durchtränkt sind. Mit einem Schaumlöffel herausheben und auf einem Gitter abtropfen lassen.

    Nur bei Bedarf sehr sanft drücken; vollständig getränkte Küchlein federn zurück, statt zusammenzufallen.
  3. Mit Aprikosenglasur bestreichen. Die passierte Konfitüre mit 70 g Wasser erwärmen, bis sie flüssig ist, und die abgekühlten getränkten Küchlein dünn damit bestreichen.

    Die Glasur soll Glanz geben, ohne eine klebrige, undurchsichtige Schicht zu bilden.

Optionales Foto-Finish ergänzen

  1. Sahne schlagen und garnieren. Sahne mit Puderzucker bis zu weichen bis mittelfesten Spitzen schlagen. Die abgekühlten Babà erst nach dem Tränken und Glasieren aufschneiden oder toppen, dann Sahne und rote Johannisbeeren hinzufügen.

    Die Sahne erst auf vollständig ausgekühlte Küchlein geben, damit sie ihre Form hält.
Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Alkohol

Rum gehört zum klassischen Sirup. Für eine alkoholfreie Anpassung einen Zitrus-Vanille-Sirup verwenden und sie klar als alkoholfrei statt als klassischen Rum-Babà kennzeichnen.

Tränkgrad

Ein Babà soll vollständig feucht, aber weiterhin elastisch sein. Vorsichtig arbeiten; starkes Ausdrücken beschädigt die offene Krume.

Vorbereiten

Ungetränkte gebackene Küchlein können einen Tag vorher zubereitet und vor dem Servieren getränkt werden. Nach dem Füllen mit Sahne gekühlt lagern.

Formen

Wenn traditionelle Babà-Formen fehlen, funktionieren kleine Savarin- oder stabile Muffinformen, verändern aber die charakteristische Form.

Problemlösung

Problemlösung

  • Die Babà sind dicht. Der Teig wurde nicht ausreichend entwickelt oder ging nicht lange genug, oder es wurde zu viel Mehl zugegeben, um ihn leichter verarbeiten zu können.
  • Sie zerfallen im Sirup. Sie waren nicht vollständig durchgebacken oder wurden zu kräftig getränkt.
  • Die Mitte bleibt trocken. Küchlein oder Sirup waren zu kühl oder die Tränkzeit war zu kurz.
  • Die Glasur ist dick und gummiartig. Die Konfitüre wurde nicht ausreichend verdünnt oder zu dick aufgetragen.
Nährwertangaben pro Portion

Nährwertangaben pro Portion

  • Portionsgröße: 1 Babà ohne optionale Sahne
  • Kalorien: etwa 390 kcal
  • Kohlenhydrate: 66 g
  • Eiweiß: 5 g
  • Fett: 9 g
  • Ballaststoffe: 1 g
  • Natrium: etwa 180 mg

Der Schätzwert enthält einen durchschnittlichen Anteil aufgenommenen Sirups und Glasur; die tatsächliche Sirupaufnahme variiert. Optionale Sahne und Beeren sind nicht eingerechnet.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Weizen/Gluten, Ei und Milch; bei Zubereitung mit Rum enthält das Rezept Alkohol.

Optionale Schlagsahne gekühlt halten und erst nach dem Abkühlen der Küchlein hinzufügen.

Getränkte, ungefüllte Babà bei längerer Aufbewahrung im Kühlschrank lagern; mit Sahne gefüllte Stücke innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Warum ist neapolitanischer Babà so feucht?

Seine elastische Hefekrume ist darauf ausgelegt, eine große Menge aromatischen Sirups aufzunehmen und dabei ihre Form zu behalten.

Verkocht der Rum vollständig?

Der Rum wird erst zugegeben, nachdem der Sirup vom Herd genommen wurde. Das Rezept ist daher als alkoholhaltig zu behandeln und nicht als alkoholfrei anzunehmen.

Kann Babà am Vortag gebacken werden?

Ja. Die ungetränkten Küchlein können im Voraus gebacken und später getränkt werden, was die Verarbeitung erleichtern kann.

Abschluss

Worauf es ankommt

  • Ergebnis: Glänzende, elastische kleine Küchlein, bis in die Mitte mit Zitronen-Rumsirup getränkt und von einem dünnen Aprikosenglanz überzogen.
  • Entscheidend: Ein kräftig entwickelter elastischer Teig und vollständiges Durchbacken ermöglichen großzügiges Tränken, ohne dass die Küchlein zusammenfallen.