Über Babà napoletano
Babà ist aus der modernen neapolitanischen Patisserie nicht wegzudenken, auch wenn sein Weg nach Neapel über frühere polnische und französische Formen führt. Die neapolitanische Variante wird durch ihren im Ofen gebackenen Hefeteig und die großzügige Tränkung mit Rum geprägt.
Der Teig ist deutlich feuchter als gewöhnlicher Brotteig. Eier und weiche Butter werden zu einem sehr elastischen, fast teigartigen Rührteig entwickelt, damit die gebackene Krume lange Poren bildet und viel Sirup aufnehmen kann, ohne auseinanderzufallen.
Vor dem Tränken müssen die Küchlein vollständig durchgebacken und an den Rändern leicht trocken sein. Ein warmes gebackenes Babà nimmt heißen Sirup rasch auf; Ziel ist eine vollständige Sättigung, ohne die zarte Krume auszudrücken oder zu zerreißen.
Ein sinnvoller Hausmaßstab für die klassische Version sind 250 g Mehl, drei Eier, Butter, Honig, frische Hefe, ein Zitronen-Rumsirup und Aprikosenglasur; daraus entstehen zwölf kleine Küchlein.
Die geprüften Travel-S-Helper-Bilder zeigen Sahne und rote Johannisbeeren. Diese gelten als optionales, abgebildetes Finish auf der klassischen getränkten und glasierten Basis, nicht als zwingend definierende Zutaten.



