Italienische Nationalgerichte
Babà Napoletano

Rezept auf einen Blick
Babà Napoletano
Die wichtigsten Angaben aus dem strukturierten Rezept.
- Menge
- 12 einzelne Babà
- Vorbereitung
- 45 Min.
- Garzeit
- 25 Min.
- Ruhe-/Wartezeit
- 1 Std. 50 Min.
- Gesamtzeit
- 3 Std.
- Energie
- ca. 450 kcal
Neapolitanisches Hefegebäck · Rumsirup, Aprikosenglanz und Sahne
Babà Napoletano ,mit Zitronen-Rumsirup, Aprikosenglasur und Sahne
Ein gut gekneteter, elastischer Hefeteig wird in kleinen Babà-Förmchen gebacken, anschließend mit warmem Zitronen-Rumsirup vollständig getränkt und dünn aprikotiert. Erst nach dem Auskühlen folgen geschlagene Sahne und trockene rote Johannisbeeren.

01 · Überblick
Überblick
Babà Napoletano lebt von zwei gegensätzlichen Eigenschaften: Das Gebäck muss genug Struktur besitzen, um sehr viel Sirup aufzunehmen, darf dabei aber nicht trocken oder kompakt werden. Deshalb wird der Teig lange geknetet, bis er glatt, glänzend und dehnbar ist. Eier und sehr weiche Butter werden schrittweise eingearbeitet. Erst wenn ein kleines Stück Teig sich dünn ausziehen lässt, ohne sofort zu reißen, ist das Klebergerüst stark genug für die typische lockere Krume. Nach der ersten kurzen Ruhe kommt der Teig nur bis zur halben Höhe in die gebutterten Förmchen. Während der Stückgare steigt er fast bis an den Rand. Kräftiges Ausbacken bei 190 °C schafft eine stabile bernsteinfarbene Oberfläche, die beim späteren Tränken nicht zerfällt. Die vollständig ausgekühlten Kuchen werden in 55–60 °C warmen Sirup gelegt. Diese Temperatur hält den Sirup flüssig und fördert eine gleichmäßige Aufnahme, ohne die Krume zu beschädigen.
Die Aprikosenglasur wird nur dünn aufgetragen. Sie gibt Glanz und schützt die Oberfläche, soll aber keine marmeladige Schicht bilden. Sahne und Johannisbeeren folgen erst kurz vor dem Servieren, damit die Garnitur sauber bleibt. Da der Sirup Rum enthält und nach dem Einrühren nicht erneut gekocht wird, ist das fertige Dessert nicht alkoholfrei.
Elastischer Teig
Der Teig muss vor dem Backen deutlich dehnbar und glänzend sein.
Warmer Sirup
55–60 °C erleichtern eine gleichmäßige Tränkung ohne Zerreißen.
Garnitur zuletzt
Sahne und Früchte erst auf vollständig abgekühlte Babà geben.
02 · Zutaten
Zutaten
Für den Hefeteig
- 250 g
- Weizenmehl Ein backstarkes Haushaltsmehl eignet sich gut.
- 15 g
- frische Bäckerhefe Alternativ 5 g Trockenhefe.
- 3
- große Eier, leicht verquirlt Ohne Schale etwa 150 g.
- 75 g
- ungesalzene Butter, sehr weich Nach und nach einarbeiten.
- 30 g
- milder Honig
- 5 g
- feines Salz
- 20 g
- ungesalzene Butter für die Förmchen
Für Rumsirup und Glasur
- 800 ml
- Wasser
- 500 g
- Kristallzucker
- 1
- Zitrone, nur die Schale Breite Schalenstreifen ohne die bittere weiße Haut verwenden.
- 100 ml
- dunkler Rum
- 200 g
- feine Aprikosenkonfitüre Bei Fruchtstücken vorher durch ein Sieb streichen.
- 70 ml
- Wasser zum Verdünnen der Konfitüre
Für Sahne und Johannisbeeren
- 250 ml
- kalte Schlagsahne
- 20 g
- Puderzucker
- 120 g
- rote Johannisbeeren Abspülen und vor der Verwendung vollständig trocknen.
03 · Zubereitung
Zubereitung
Babà-Teig kneten, gehen lassen und backen
Elastischen Teig entwickeln
Mehl und zerbröselte Hefe mischen. Etwa die Hälfte der Eier und der sehr weichen Butter einarbeiten, bis ein zusammenhängender Teig entsteht. Die restlichen Eier portionsweise zugeben, danach Honig und Salz. So lange kneten, bis der Teig glänzt und elastisch wird; zuletzt die übrige Butter vollständig einarbeiten.
Ein kleines Teigstück soll sich dünn und fast durchscheinend ausziehen lassen, bevor es reißt.Teig kurz entspannen lassen
Teig abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Er soll sichtbar an Volumen gewinnen und entspannter wirken.Einfüllen, gehen lassen und backen
Förmchen ausbuttern und den Teig nur bis zur halben Höhe einfüllen. Etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er fast den Rand erreicht. Bei 190 °C rund 25 Minuten tief goldbraun backen, ausformen und 20 Minuten auf einem Gitter abkühlen lassen.
Die Babà sollen leicht wirken, sanft zurückfedern und eine feste bernsteinfarbene Oberfläche haben.
Sirup kochen und tränken
Zitronen-Rumsirup kochen
800 ml Wasser mit Zucker und Zitronenschale erhitzen, bis sich der Zucker löst und die Flüssigkeit einmal aufkocht. Vom Herd nehmen, Rum einrühren und die Zitronenschale nach 10 Minuten entfernen.
Der Sirup bleibt klar und aromatisch und darf nicht karamellisieren.Ausgekühlte Babà tränken
Sirup auf etwa 55–60 °C erwärmen. Jeden vollständig ausgekühlten Babà eintauchen, wenden und sanft drücken, bis er sich vollgesogen hat. Danach auf einem Gitter über einem Blech abtropfen lassen.
Ein vollständig getränkter Babà fühlt sich deutlich schwerer und elastisch an, ohne aufzureißen.
Glasieren und fertigstellen
Dünn aprikotieren
Aprikosenkonfitüre mit 70 ml Wasser erwärmen, bis sie gut streichfähig ist. Die abgetropften Babà dünn damit bestreichen und vollständig auskühlen lassen.
Die Oberfläche soll glänzen, aber keine dicke Konfitürenschicht tragen.Sahne und Johannisbeeren aufsetzen
Sahne mit Puderzucker bis zu mittelfesten Spitzen schlagen. Erst auf die kalten Babà spritzen und unmittelbar vor dem Servieren mit vollständig trockenen Johannisbeeren garnieren.
Die Sahne soll klare Rillen halten; die Früchte dürfen kein Wasser auf die Glasur abgeben.
04 · Praxis
Praxis
Servieren
Kühl bis zimmerkühl servieren, nicht eiskalt; die mit Rum getränkte Krume soll weich und aromatisch bleiben.
Vorbereiten
Ungetränkte Babà können luftdicht bis zu 24 Stunden aufbewahrt werden. Einige Stunden vor dem Servieren tränken und glasieren.
Aufbewahren und Erwärmen
Fertige Babà wegen der Sahne rasch kühlen und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
05 · Nährwerte
Nährwerte
- Portionsgröße
- 1 Babà
- Energie
- 450 kcal
- Kohlenhydrate
- 66 g
- Eiweiß
- 5 g
- Fett
- 14 g
- Ballaststoffe
- 1 g
- Natrium
- 180 mg
Die Werte sind Näherungen auf Basis üblicher Referenzdaten. Marken, Zuschnitt, Aufnahme von Frittierfett und tatsächliche Portionierung können die Werte verändern.