Über Pappardelle al cinghiale
Pappardelle mit Wildschwein sind eng mit der Toskana verbunden, besonders mit der Maremma und den bewaldeten Regionen im Landesinneren, in denen Wildgerichte bis heute Teil der lokalen Küche sind.
Typisch sind breite hausgemachte Pappardelle, Wildschweinfleisch mit klarer Textur, Rotwein, Tomatenmark statt einer schweren Tomatensauce sowie Wacholder, Lorbeer, Rosmarin und Salbei. Anschließend wird das Ragù zwei bis drei Stunden langsam gegart.
Das Ragù soll bewusst kräftig und substanzreich sein. Breite Pappardelle brauchen Fleischstücke und eine reduzierte Sauce, die an ihrer großen Oberfläche haftet; eine dünne Tomatensauce würde den Wildgeschmack überdecken statt ihn zu tragen.
Die Qualität von Wildschwein variiert. Gut fachgerecht verarbeitetes Fleisch muss nicht zwingend über Nacht mariniert werden. Deshalb kommt der Wein hier direkt beim Kochen zum Einsatz; eine Wein-Kräuter-Marinade über Nacht bleibt eine optionale Lösung für kräftiger schmeckendes Wild.
Die frische Pasta wird relativ dünn ausgerollt, aber 1,5–2 cm breit geschnitten. Sie kocht nur wenige Minuten und verbringt die letzte Minute im Ragù, damit Stärke und Sauce sich vor dem Servieren verbinden.



