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Italien · Genua / Ligurien

Pesto alla genovese

Traditionelles Pesto Genovese aus sieben Zutaten: Basilikum, natives Olivenöl extra, Parmigiano, Pecorino, Pinienkerne, Knoblauch und grobes Salz.

Traditionelles italienisches RezeptSauce / Pastawürze
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Pasta mit Pesto alla genovese und frischen Basilikumblättern
Vorbereitung25 Min.
Garen0 Min.
Gesamt25 Min.
ErgibtEtwa 250 g Pesto, ausreichend für 600 g Pasta
Das Gericht

Über Pesto alla genovese

Pesto Genovese ist eine rohe Sauce; es gibt also keinen Kochschritt, der Fehler später korrigiert. Der Geschmack hängt direkt von frischem Basilikum, ausgewogenem Knoblauch, gutem Olivenöl und der Art des Zerreibens ab. Zu viel Wärme oder langes mechanisches Zerkleinern lässt die grüne Farbe stumpf werden und kann Basilikum scharf schmecken lassen.

Das Consorzio del Pesto Genovese nennt sieben traditionelle Zutaten: Basilico Genovese DOP, natives Olivenöl extra, Parmigiano Reggiano oder Grana Padano, Pecorino DOP wie Fiore Sardo, Pinienkerne, Knoblauch und grobes Salz. Die veröffentlichte Menge ist zum Anrichten von etwa 600 g Pasta ausgelegt.

Das traditionelle Werkzeug ist ein Marmormörser mit Holzstößel. Zuerst werden Knoblauch und Salz zerdrückt, danach die Pinienkerne. Basilikum kommt nach und nach hinzu und wird mit einer drehenden Bewegung an der Mörserwand bearbeitet, statt senkrecht zu einer warmen Paste zerstoßen zu werden.

Käse kommt erst dazu, nachdem das Basilikum zerkleinert ist; Olivenöl wird zuletzt eingearbeitet. Diese Reihenfolge hält die Sauce strukturiert statt ölig und verkürzt die Zeit, in der das Basilikum unter Druck steht.

Pesto nicht in einer Pfanne erhitzen. Zum Anrichten von Pasta abseits direkter Hitze mit etwas warmem, ungesalzenem Pastawasser lockern. Die Sauce soll die Pasta überziehen und dabei ihr frisches Basilikumaroma behalten.

Technik

Drei Dinge, auf die es ankommt

  • Kühl und zügig arbeiten. Hitze schadet Aroma und Farbe des frischen Basilikums. Mörser kühl halten und nicht länger als nötig zerreiben.
  • In traditioneller Reihenfolge zerstoßen. Zuerst Knoblauch und Salz, dann Pinienkerne, Basilikum, Käse und zuletzt Öl. Die Reihenfolge erzeugt eine stabile, strukturierte Paste.
  • Fertiges Pesto niemals braten. Außerhalb der Hitze mit warmem Pastawasser lockern, statt die Sauce zu kochen.
Gericht zubereiten

Zutaten

Alles, was für das Gericht benötigt wird, übersichtlich vor dem Kochen angeordnet.

Pesto

  • 50 gBlätter von Basilico Genovese DOPmöglichst junge, kleine Blätter
  • 120 mlnatives Olivenöl extravorzugsweise aus Ligurien
  • 60 gParmigiano Reggianofein gerieben; Grana Padano ist in der Konsortiumsformel eine akzeptierte Variante
  • 20 gPecorino Fiore Sardo oder anderer geeigneter Pecorino DOPfein gerieben
  • 2kleine Knoblauchzehen
  • 15 gPinienkerneetwa 1 EL
  • 3 ggrobes Meersalzzunächst einige Körner, dann vorsichtig abschmecken
Schritt für Schritt

Zubereitung

Basilikum vorbereiten

  1. Blätter waschen und trocknen. Basilikum kurz in kaltem Wasser spülen und vollständig trocknen, ohne die Blätter zu zerdrücken. Restwasser verdünnt das Pesto und beschleunigt Quetschschäden.

  2. Arbeitsgeräte bei Bedarf kühlen. Ist die Küche warm, Mörser mit kaltem Wasser ausspülen und vor Beginn gründlich trocknen.

Pesto im Mörser aufbauen

  1. Knoblauch und Salz zerreiben. Knoblauch und grobes Salz in den Mörser geben und zu einer glatten Paste zerreiben.

  2. Pinienkerne zugeben. Pinienkerne in die Knoblauchpaste einarbeiten und cremig zerdrücken.

  3. Basilikum portionsweise einarbeiten. Basilikumblätter in kleinen Portionen zugeben. Stößel an der Mörserwand drehend führen, drücken und drehen, bis die Blätter zu einer aromatischen grünen Paste zerfallen.

    Sobald das Basilikum vollständig zerdrückt ist, aufhören; langes Mahlen erwärmt und verdunkelt es.
  4. Käse zugeben. Parmigiano und Pecorino einarbeiten, bis sie gleichmäßig verteilt sind.

  5. Mit Olivenöl emulgieren. Olivenöl nach und nach unter sanftem Rühren und Drücken einarbeiten, bis eine zusammenhängende, aber noch strukturierte Sauce entsteht.

Ohne Kochen verwenden

  1. Für Pasta lockern. Zum Anrichten Pesto abseits der Hitze mit wenig warmem Pastawasser mischen und anschließend mit der abgetropften Pasta vermengen. Pesto nicht braten oder köcheln.

Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Anpassung mit Mixer

Ein Mixer ist bequem, aber nicht identisch mit der Arbeit im Mörser. Falls er verwendet wird, Becher und Klinge kühlen, nur sehr kurz pulsen und stoppen, bevor die Mischung warm wird.

Basilikum auswählen

Junge kleine Blätter von Genoveser Basilikum sind milder und weniger minzartig als viele großblättrige Supermarkt-Sorten.

Aufbewahrung

Pesto mit einem dünnen Film Olivenöl bedecken, dicht verschließen und kühlen. Frisches Pesto ist innerhalb von 1–2 Tagen am besten.

Einfrieren

Für längere Lagerung kleine Portionen zügig einfrieren. Im Kühlschrank auftauen und vor Gebrauch umrühren; nach dem Auftauen nicht kochen.

Problemlösung

Problemlösung

  • Das Pesto wird dunkel. Das Basilikum wurde zu lange gequetscht, die Geräte waren warm oder die Blätter nass. Beim nächsten Mal kühler und schneller arbeiten.
  • Der Knoblauch dominiert. Die Zehen waren zu groß oder zu kräftig. Kleine milde Zehen verwenden und Knoblauch dennoch als traditionellen Bestandteil beibehalten.
  • Die Sauce wirkt ölig und getrennt. Das Öl wurde zu schnell zugegeben oder die trockene Paste war noch nicht ausreichend entwickelt. Öl erst nach vollständigem Einarbeiten von Basilikum und Käse langsam zugeben.
  • Das Pesto schmeckt bitter. Überhitztes Basilikum, aggressives Hochgeschwindigkeitsmixen oder sehr bitteres Olivenöl können beitragen. Kühl arbeiten und ein ausgewogenes Öl verwenden.
Nährwertangaben pro Portion

Nährwertangaben pro Portion

  • Portionsgröße: etwa 40 g Pesto
  • Kalorien: etwa 250 kcal
  • Kohlenhydrate: 2 g
  • Eiweiß: 6 g
  • Fett: 25 g
  • Ballaststoffe: 1 g
  • Natrium: etwa 260 mg

Schätzung für ungefähr ein Sechstel der Gesamtmenge, ohne Pasta.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Milch. Je nach örtlichen Kennzeichnungsvorschriften können für Pinienkerne Angaben im Zusammenhang mit Schalenfrüchten gelten.

Basilikum und fertiges Pesto bei Nichtgebrauch gekühlt aufbewahren.

Saubere, trockene Utensilien verwenden, um Verunreinigung zu begrenzen, da die Sauce nach der Zubereitung nicht gekocht wird.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Welche sieben Zutaten gehören traditionell in Pesto?

Genoveser Basilikum, natives Olivenöl extra, Parmigiano oder Grana Padano, Pecorino DOP, Pinienkerne, Knoblauch und grobes Salz.

Ist eine Küchenmaschine authentisch?

Die traditionelle Konsortiumsmethode schreibt Marmormörser und Holzstößel vor. Eine Küchenmaschine ist eine praktische Anpassung.

Soll Pesto erhitzt werden?

Nein. Abseits der Hitze mit etwas Pastawasser lockern und mit heißer Pasta vermengen.

Warum werden zwei Käsesorten verwendet?

Parmigiano bringt milde Süße und Körper, Pecorino stärkere Salzigkeit und Schafmilchcharakter; die Kombination gehört zur Konsortiumsformel.

Abschluss

Worauf es ankommt

  • Ergebnis: Eine aromatische, strukturierte grüne Sauce, in der Basilikum frisch bleibt, Knoblauch präsent, aber kontrolliert ist und beide Käsesorten das Olivenöl abrunden.
  • Entscheidend: Alles kühl halten, die Reihenfolge im Mörser einhalten und das fertige Pesto niemals kochen.