Über Pesto alla genovese
Pesto Genovese ist eine rohe Sauce; es gibt also keinen Kochschritt, der Fehler später korrigiert. Der Geschmack hängt direkt von frischem Basilikum, ausgewogenem Knoblauch, gutem Olivenöl und der Art des Zerreibens ab. Zu viel Wärme oder langes mechanisches Zerkleinern lässt die grüne Farbe stumpf werden und kann Basilikum scharf schmecken lassen.
Das Consorzio del Pesto Genovese nennt sieben traditionelle Zutaten: Basilico Genovese DOP, natives Olivenöl extra, Parmigiano Reggiano oder Grana Padano, Pecorino DOP wie Fiore Sardo, Pinienkerne, Knoblauch und grobes Salz. Die veröffentlichte Menge ist zum Anrichten von etwa 600 g Pasta ausgelegt.
Das traditionelle Werkzeug ist ein Marmormörser mit Holzstößel. Zuerst werden Knoblauch und Salz zerdrückt, danach die Pinienkerne. Basilikum kommt nach und nach hinzu und wird mit einer drehenden Bewegung an der Mörserwand bearbeitet, statt senkrecht zu einer warmen Paste zerstoßen zu werden.
Käse kommt erst dazu, nachdem das Basilikum zerkleinert ist; Olivenöl wird zuletzt eingearbeitet. Diese Reihenfolge hält die Sauce strukturiert statt ölig und verkürzt die Zeit, in der das Basilikum unter Druck steht.
Pesto nicht in einer Pfanne erhitzen. Zum Anrichten von Pasta abseits direkter Hitze mit etwas warmem, ungesalzenem Pastawasser lockern. Die Sauce soll die Pasta überziehen und dabei ihr frisches Basilikumaroma behalten.



