Travel S HelperWelt der KücheItalienische NationalgerichteMaritozzo con la panna
Rom / Latium · Süßes Brot

Maritozzo con la Panna — Römisches süßes Brötchen mit Sahnefüllung

Maritozzo con la panna ist Roms weiches, leicht süßes Hefebrötchen, das aufgeschnitten und reichlich mit Schlagsahne gefüllt wird; so entsteht das unverwechselbare weiß gefüllte „Lächeln“ des modernen römischen Gebäcks.

Mittel — das Brötchen braucht vollständiges Gehen und muss vor der Sahnefüllung komplett auskühlen8 gefüllte Brötchen · 3 Std. 53 Min. Gesamtzeit
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Maritozzo con la panna: weite Ansicht eines weichen goldenen ovalen Süßbrötchens, aufgeschnitten und mit einem dicken Band weißer Schlagsahne gefüllt
Vorbereitung35 Min.
Garzeit18 Min.
Gesamtzeit3 Std. 53 Min.
Ergibt8 filled buns
Das Gericht

Über Maritozzo con la panna

Maritozzi sind eng mit Rom und Latium verbunden. La Cucina Italiana beschreibt das Gebäck als kleines angereichertes Hefebrot auf Basis von Mehl, Ei, Öl und Malz oder Honig, das pur schmeckt, heute aber besonders durch eine großzügige Füllung aus Schlagsahne erkennbar ist.

Der Teig muss weich genug für eine zarte Krume bleiben, zugleich aber genügend Struktur besitzen, um einen tiefen Einschnitt und viel Sahne zu tragen. Mehl mit hoher Kleberstärke wird mit gewöhnlichem Weizenmehl, Milch, Ei und einer mäßigen Fettmenge kombiniert; Orangenschale gibt den Zitrusduft, der in römischen süßen Hefebroten verbreitet ist.

Zwei Gehzeiten sind wichtig. Die erste entwickelt den Teig und gibt der Hefe Zeit, Gas zu bilden; die zweite lässt die geformten Ovale nach der Bearbeitung wieder Volumen gewinnen. Untergare führt zu unvorhersehbaren Rissen und dichter Krume, Übergare kann die Brötchen breitlaufen lassen und ihr hohes rundes Profil mindern.

Die Sahne darf erst in vollständig ausgekühlte Brötchen gefüllt werden. Warme Krume lässt die Schlagsahne schmelzen und die Füllung verrutschen. Nach dem Aufschneiden wird das Brötchen über den Einschnitt hinaus gefüllt und die Sahne mit einer Palette glattgezogen, damit seitlich das saubere weiße Band sichtbar wird.

Bigoli nehmen beim abschließenden Schwenken Sauce auf. Das zurückbehaltene Kochwasser wird nach und nach statt auf einmal zugegeben, bis Zwiebel und Olivenöl jeden Strang glänzend überziehen. Unter der Pasta soll die Pfanne am Ende fast trocken sein, ohne separate Öllache.

Technik

Drei Dinge, auf die es ankommt

  • Teig weich halten. Zu viel zusätzliches Mehl macht gebackene Maritozzi trocken und brotig statt zart.
  • Zweimal gehen lassen. Die geformten Brötchen brauchen eine zweite Gare, um wieder Volumen aufzubauen und eine lockere Krume zu entwickeln.
  • Nur kalt füllen. Schlagsahne hält ihre Form nur an einem vollständig ausgekühlten Brötchen.
Gericht zubereiten

Zutaten

Alles, was für das Gericht benötigt wird, übersichtlich vor dem Kochen angeordnet.

Zutaten

Brötchen

  • 200 gManitoba-Mehl oder starkes Brotmehl
  • 200 gitalienisches Mehl 00 oder Weizenmehl
  • 160 mlVollmilchlauwarm
  • 5 gInstant-Trockenhefeoder 15 g frische Hefe
  • 60 gFeinzucker
  • 1großes EiRaumtemperatur
  • 50 gungesalzene Butterweich
  • 10 gHonigmild
  • 1OrangeSchale fein abgerieben
  • 6 gfeines Meersalz

Fertigstellen und Füllung

  • 15 mlMilchzum Bestreichen
  • 400 mlDoppelrahm oder Schlagsahnesehr kalt
  • 35 gPuderzuckerplus etwas mehr zum Bestäuben
Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig mischen und erste Gare

  1. Teig herstellen. Beide Mehlsorten, Hefe und Zucker mischen. Lauwarme Milch, Ei, Honig und Orangenschale zugeben und 5 Minuten kneten. Salz zugeben, dann die weiche Butter nach und nach einarbeiten und weitere 8–10 Minuten kneten.

    Der Teig soll glatt, elastisch und weich sein, sich von der Schüssel lösen und dennoch leicht klebrig bleiben.
  2. Erste Gare durchführen. Abdecken und etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.

    Der Teig soll luftig wirken und eine eingedrückte Stelle nur langsam zurückfedern.

Formen und zweite Gare

  1. Gleichmäßig teilen. Teig herausnehmen und in 8 gleiche Stücke von ungefähr 100 g teilen. Jedes Stück zu einem glatten Oval formen, die Naht liegt unten.

    Die Oberflächen sollen gespannt, aber unbeschädigt sein.
  2. Ovale gehen lassen. Mit Abstand auf ein belegtes Blech setzen, locker abdecken und 45–60 Minuten gehen lassen.

    Die Brötchen sollen sichtbar aufgegangen sein und sich leicht anfühlen, wenn das Blech bewegt wird.

Backen, abkühlen und füllen

  1. Weich goldbraun backen. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Brötchen leicht mit Milch bestreichen und 15–18 Minuten backen.

    Sie sollen gleichmäßig golden sein und sich federnd statt hart anfühlen.
  2. Vollständig abkühlen lassen. Auf ein Kuchengitter legen und mindestens 45 Minuten auskühlen lassen.

    Vor dem Füllen darf im Zentrum keine Restwärme mehr vorhanden sein.
  3. Sahne aufschlagen. Kalte Sahne mit 35 g Puderzucker zu festen, glatten Spitzen schlagen.

    Die Sahne soll eine Kante halten, ohne körnig auszusehen.
  4. Aufschneiden und füllen. Jedes Brötchen von oben längs einschneiden, ohne vollständig durchzuschneiden. Vorsichtig öffnen, reichlich Sahne einspritzen oder einlöffeln und die sichtbare Oberfläche mit einer Palette glattziehen. Leicht mit Puderzucker bestäuben.

    Die Sahne soll ein sauberes, dickes weißes Band bilden, während das Brötchen sich noch leicht darum schließt.
Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Mehlaufnahme

Ist der Teig nach mehreren Minuten Kneten extrem nass, Mehl nur jeweils 1 TL zugeben. Ein weicher Teig ergibt die beste Krume.

Gare

In kühlen Räumen können beide Gehzeiten länger dauern. Nach Volumenzunahme und Weichheit beurteilen statt die angegebene Zeit zu erzwingen.

Sahne

Sahne direkt aus dem Kühlschrank aufschlagen und stoppen, sobald feste Spitzen entstehen; zu stark geschlagene Sahne wird körnig.

Vorbereiten

Brötchen einen Tag vorher backen und nach dem Abkühlen luftdicht lagern. Erst kurz vor dem Servieren mit frischer Sahne füllen.

Problemlösung

Problemlösung

  • Die Brötchen sind dicht. Der Teig hatte Untergare oder es wurde zu viel Mehl zugegeben. Weich halten und beide Gehzeiten sichtbar vollständig abschließen lassen.
  • Die Brötchen laufen seitlich auseinander. Beim Formen fehlte Oberflächenspannung oder sie hatten Übergare. Straffe Ovale formen und backen, sobald sie luftig sind, bevor sie fragil werden.
  • Die Sahne schmilzt oder rutscht. Die Brötchen waren noch warm. Vor dem Aufschneiden und Füllen vollständig abkühlen lassen.
  • Die Sahne sieht rau aus. Sie wurde zu stark geschlagen. Sehr kalte Sahne verwenden und stoppen, sobald glatte feste Spitzen halten.
Nährwertangaben pro Portion

Nährwertangaben pro Portion

  • Portionsgröße: 1 mit Sahne gefülltes Brötchen
  • Kalorien: etwa 470 kcal
  • Kohlenhydrate: 54 g
  • Eiweiß: 8 g
  • Fett: 25 g
  • Ballaststoffe: 2 g
  • Natrium: 310 mg

Die Näherungswerte hängen von der in jedes Brötchen gefüllten Menge Schlagsahne ab.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Weizen/Gluten, Milch und Ei.

Schlagsahne gekühlt halten und gefüllte Maritozzi nicht längere Zeit bei warmer Raumtemperatur stehen lassen.

Gefüllte Reste zügig kühlen und für beste Textur und Lebensmittelsicherheit innerhalb von 24 Stunden verbrauchen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Kann man Maritozzi ohne Sahne essen?

Ja. Das angereicherte Brötchen ist auch für sich eine traditionelle Süßspeise, obwohl die großzügige Schlagsahnefüllung heute die bekannteste römische Präsentation ist.

Warum werden sie oval geformt?

Das längliche Oval bietet Platz für den charakteristischen oberen Einschnitt und ein lang sichtbares Sahneband.

Kann man die Brötchen leicht warm füllen?

Nein. Restwärme macht Schlagsahne weich und instabil; die Brötchen müssen zuerst vollständig auskühlen.

Abschluss

Worauf es ankommt

  • Ergebnis: Weiche römische Süßbrötchen mit Orangenduft, goldener Oberfläche und einer großzügigen, sauber abgegrenzten Füllung aus leicht gesüßter Sahne.
  • Schlüssel: Einen weichen elastischen Teig entwickeln, beide Gehzeiten vollständig abschließen und vor der Sahnefüllung völliges Abkühlen abwarten.