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Apulien · Gemüse-Hauptgericht

Fave e Cicoria — Apulisches Favabohnenpüree mit Chicorée

Fave e cicoria verbindet süßlich-cremiges Püree aus getrockneten Favabohnen mit der klaren Bitterkeit gekochter Chicorée: ein schlichtes apulisches Gericht, das ganz von Hülsenfrüchten, Blattgemüse und gutem Olivenöl getragen wird.

Einfach — die Technik ist unkompliziert, doch die getrockneten Favabohnen brauchen langes Einweichen und langsames Garen4 Portionen · 14 Std. 30 Min. Gesamtzeit
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Fave e cicoria: weite Ansicht von hellem Favabohnenpüree neben dunkelgrünem gekochtem Chicorée mit Olivenöl
Vorbereitung25 Min.
Garzeit2 Std. 5 Min.
Gesamtzeit14 Std. 30 Min.
Ergibt4 Portionen
Das Gericht

Über Fave e cicoria

PAT Puglia beschreibt fave bianche e cicorie als Symbol der Region, das im Wesentlichen aus zwei gegensätzlichen Zutaten besteht: getrockneten geschälten Favabohnen und wildem Chicorée. Die Süße und Cremigkeit der Bohnen wird bewusst der charakteristischen Bitterkeit des Blattgemüses gegenübergestellt.

Die getrockneten Favabohnen brauchen ein langes Bad in kaltem Wasser und anschließend langsames Garen mit gerade genug Wasser, dass sie bedeckt bleiben. Sie sind fertig, wenn einfaches Rühren sie zu einem groben Püree zerfallen lässt; für die traditionelle Textur ist kein Mixer erforderlich. Lorbeerblätter können den Topf aromatisieren, ohne den Bohnengeschmack zu überdecken.

Chicorée wird separat gekocht, weil sie deutlich weniger Zeit braucht und ihr bitteres Kochwasser das Favapüree nicht verdünnen soll. Wilder Chicorée ist ideal, wo er legal und sicher gesammelt werden kann; kultivierter Chicorée oder löwenzahnähnliche italienische Blattgemüse sind praktikable Alternativen.

Der Teller wird in zwei klar getrennten Hälften angerichtet, statt alles im Topf zu mischen. Ein großzügiger Strom intensiv aromatischen nativen Olivenöls extra verbindet die Komponenten am Tisch. Geröstetes Brot ist optional, macht das Gericht aber bei Bedarf sättigender.

Bigoli nehmen beim abschließenden Schwenken Sauce auf. Das zurückbehaltene Kochwasser wird nach und nach statt auf einmal zugegeben, bis Zwiebel und Olivenöl jeden Strang glänzend überziehen. Unter der Pasta soll die Pfanne am Ende fast trocken sein, ohne separate Öllache.

Technik

Drei Dinge, auf die es ankommt

  • Favabohnen vollständig einweichen. Langes Einweichen verkürzt die Garzeit und hilft den Bohnen, zu einem glatten groben Püree zu zerfallen.
  • Komponenten getrennt garen. Die Favabohnen brauchen langsames Garen; Chicorée nur so viel Kochzeit, dass sie zart wird und ihren Charakter behält.
  • Zum Schluss gutes Olivenöl verwenden. Das abschließende Öl ist ein Hauptaroma und nicht nur Kochfett.
Gericht zubereiten

Zutaten

Alles, was für das Gericht benötigt wird, übersichtlich vor dem Kochen angeordnet.

Zutaten

Favabohnenpüree

  • 400 ggetrocknete geschälte Favabohnen
  • 3Lorbeerblätter
  • 1,2 lWasseretwa, plus mehr zum Einweichen und Garen nach Bedarf
  • 6 gfeines Meersalzoder nach Geschmack

Chicorée und Fertigstellung

  • 400 gwilder oder kultivierter Chicoréegründlich gewaschen, harte Ansätze entfernt
  • 60 mlnatives Olivenöl extravorzugsweise kräftiges Öl apulischer Art, plus mehr nach Geschmack
  • 4 Scheibenrustikales Brotgeröstet, optional
Schritt für Schritt

Zubereitung

Favabohnen einweichen und ansetzen

  1. Über Nacht einweichen. Getrocknete geschälte Favabohnen mit reichlich kaltem Wasser bedecken und etwa 12 Stunden einweichen.

    Die Bohnen sollen gequollen und gleichmäßig hydratisiert aussehen.
  2. Abspülen und mit frischem Wasser bedecken. Favabohnen abgießen und abspülen. In einen schweren Topf geben, Lorbeerblätter zufügen und etwa 2 cm hoch mit frischem Wasser bedecken.

    Die Bohnen sollen untergetaucht sein, aber nicht in einer riesigen Wassermenge schwimmen.

Favabohnenpüree langsam garen

  1. Sanft köcheln lassen. Gerade eben zum Kochen bringen, Oberflächenschaum abschöpfen und auf die niedrigste gleichmäßige Köchelstufe reduzieren. Teilweise abdecken und etwa 2 Stunden garen; kleine Mengen heißes Wasser zugeben, falls die Bohnen vor dem Weichwerden trocken zu fallen beginnen.

    Die Favabohnen sollen schließlich beim Rühren auseinanderfallen.
  2. Zu grobem Püree rühren. Lorbeerblätter entfernen und die sehr weichen Bohnen mit einem Holzlöffel kräftig rühren, bis ein dickes, grobes Püree entsteht. Mit Salz würzen.

    Das Püree soll weich auf dem Löffel stehen und keine harten Bohnenkerne enthalten.

Chicorée garen und anrichten

  1. Blattgemüse kurz kochen. Während die Favabohnen fertig garen, einen zweiten Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Gereinigten Chicorée zugeben und je nach Zartheit 4–7 Minuten kochen, dann gut abtropfen lassen.

    Die Blätter sollen zart, aber noch deutlich grün und leicht bitter sein.
  2. In zwei Hälften anrichten. Warmes Favabohnenpüree auf eine Seite jedes Tellers geben und den abgetropften Chicorée daneben anrichten, statt beides zu vermischen.

    Das cremige helle Püree und das dunkle Blattgemüse sollen optisch getrennt bleiben.
  3. Mit Olivenöl fertigstellen. Natives Olivenöl extra großzügig über beide Komponenten gießen und sofort servieren, nach Wunsch mit geröstetem Brot.

    Das Öl soll auf dem heißen Gericht duftend und glänzend bleiben.
Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Wildes Blattgemüse

Nur eindeutig bestimmtes und legal gesammeltes Blattgemüse verwenden. Kultivierter Chicorée ist die sicherste breit verfügbare Alternative.

Wasser kontrollieren

Während des Köchelns der Favabohnen heißes Wasser nur bei Bedarf zugeben. Zu viel Flüssigkeit ergibt Suppe statt eines löffelbaren Pürees.

Textur

Sobald die Favabohnen vollständig weich sind, genügt ein Holzlöffel. Mixen ergibt ein feineres Püree im Restaurantstil, ist aber nicht nötig.

Reste

Favabohnenpüree wird kalt deutlich dicker; beim Aufwärmen vorsichtig mit heißem Wasser lockern.

Problemlösung

Problemlösung

  • Die Favabohnen bleiben körnig und hart. Sie wurden nicht ausreichend eingeweicht, sind alt oder brauchen mehr Garzeit. Sanft weiterköcheln und genug Wasser zugeben, damit nichts anbrennt.
  • Das Püree ist wässrig. Es ist zu viel Wasser vorhanden. Unbedeckt unter Rühren köcheln lassen, bis es dicker wird, statt Mehl oder Stärke zuzugeben.
  • Der Chicorée ist grau und matschig. Er wurde zu lange gekocht. Nur bis zur Zartheit garen und sofort abgießen.
  • Das Gericht schmeckt flach. Abschließendes Öl und letzte Salzanpassung sind bei einem so schlichten Gericht besonders wichtig. Kräftiges natives Olivenöl extra verwenden und am Ende abschmecken.
Nährwertangaben pro Portion

Nährwertangaben pro Portion

  • Portionsgröße: 1 von 4 Tellern
  • Kalorien: etwa 430 kcal
  • Kohlenhydrate: 57 g
  • Eiweiß: 24 g
  • Fett: 13 g
  • Ballaststoffe: 19 g
  • Natrium: 420 mg

Die Näherungswerte schließen optionales Brot aus und hängen von der Menge des abschließenden Olivenöls ab.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Wie geschrieben von Natur aus frei von den wichtigsten Rezeptallergenen; bei Bedarf verpackte Zutaten auf Kreuzkontakt prüfen.

Bei Menschen mit G6PD-Mangel (Favismus) können Favabohnen schwere Hämolyse auslösen; dieses Gericht sollte vermieden werden, sofern nicht ärztlich anders empfohlen.

Nur sicher bestimmbaren essbaren Chicorée verwenden; unbekanntes wildes Blattgemüse nicht sammeln.

Reste zügig abkühlen und in abgedeckten Behältern kühlen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Warum getrocknete geschälte Favabohnen statt frischer Bohnen verwenden?

Die breit dokumentierte apulische Püreeversion basiert auf getrockneten geschälten Favabohnen, die nach Einweichen und langsamem Garen zu einer dicken cremigen Basis zerfallen.

Soll der Chicorée unter das Püree gemischt werden?

Traditionell werden beide Komponenten häufig nebeneinander angerichtet, sodass jeder Bissen süße Favabohne und bitteres Grün nach Wunsch ausbalancieren kann.

Ist ein Mixer nötig?

Nein. Sobald die Bohnen ausreichend weich sind, erzeugt kräftiges Rühren mit einem Holzlöffel das charakteristische grobe Püree.

Abschluss

Worauf es ankommt

  • Ergebnis: Cremiges helles Favabohnenpüree neben zartem bitterem Blattgemüse, verbunden durch duftendes natives Olivenöl extra.
  • Schlüssel: Bohnen vollständig einweichen, bis zum natürlichen Zerfallen garen und den Chicorée getrennt sowie nur gerade zart halten.