Französische Rezepte

Pommes de terre au lard

Pommes de terre au lard ist in Frankreich eher eine breite Bezeichnung für Kartoffeln mit Speck als eine einzige geschützte Rezeptur.

Französische Rezepte
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Pommes de terre au lard — in einer Servierschale angerichtet
Garzeit 75 Minuten nach 25 Minuten Vorbereitung.
Passive Zeit 5 Minuten nach dem 75-minütigen Garablauf.
Kalorien pro Portion 420 kcal innerhalb des 105-minütigen Gesamtplans.
Ausbeute 4 sättigende Beilagenportionen.
Einführung und Überblick

Pommes de terre au lard: bäuerliche Kartoffeln aus dem Vogesen-/Elsass-Kontext mit geräuchertem Bauchspeck und Zwiebeln, in Schichten gegart und an die roïgebrageldi-Tradition angelehnt.

Pommes de terre au lard ist keine einzelne geschützte französische Rezeptform, sondern eine Sammelbezeichnung für Kartoffeln, die mit Speck zubereitet werden. Der bäuerliche Kontext aus Vogesen und Elsass passt hier besonders gut, weil Kartoffeln, geräucherter Speck und Zwiebeln den Kern bilden und das Gericht gleichzeitig klar von pommes de terre sarladaises aus dem Périgord abgegrenzt bleibt.

Die gewünschte Textur liegt zwischen Bratkartoffel und Gratin. Dünne, festkochende Kartoffelscheiben garen in wenig Weißwein und Brühe weich, während ausgelassenes Speckfett und Butter die Schichten überziehen. Die lange Phase mit Deckel sorgt für gleichmäßig zarte Kartoffeln; erst zum Schluss wird offen weitergegart, damit die obere Lage etwas Farbe bekommt, ohne dass die Mitte austrocknet.

Bei der Würzung gibt der gepökelte Speck den Ton an. Das eingekaufte Stück wird nicht mitsamt Schwarte als vollständig essbar gerechnet: Verwendet werden 160 g essbarer, von der Schwarte befreiter Speck aus etwa 185 g Einkaufsgewicht. Das ausgelassene Fett bleibt im Topf und wird mitgegessen, weshalb es in der Nährwertberechnung enthalten ist.

Gelingpunkte

Gelingpunkte

  • Festkochende Kartoffeln verwenden, damit die 4 mm dicken Scheiben weich werden, aber nicht zerfallen.
  • Den Speck langsam auslassen statt scharf zu braten; sein Fett ist Teil des Garfetts.
  • Erst nach dem Abschmecken salzen, weil Speck und Brühe bereits Natrium einbringen.
Zutaten

Zutaten

  • 900 g festkochende Kartoffeln, geschält und 4 mm dick geschnitten — etwa 1.000 g Einkaufsgewicht vor dem Schälen
  • 160 g geräucherter Schweinebauchspeck, Schwarte entfernt, in 12 mm breite Lardons geschnitten — etwa 185 g mit Schwarte eingekauft; 160 g essbares Gewicht verwendet
  • 200 g gelbe Zwiebeln, dünn geschnitten
  • 40 g ungesalzene Butter, aufgeteilt
  • 100 ml trockener elsässischer Weißwein, Riesling oder ähnlich trocken
  • 100 ml natriumarme Gemüsebrühe, heiß
  • 1 g feines Salz, erst nach dem Probieren des Specks verwenden
  • 1,5 g schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kartoffeln vorbereiten. Die etwa 1.000 g eingekauften Kartoffeln schälen, sodass ungefähr 900 g übrig bleiben, anschließend gleichmäßig 4 mm dick schneiden. Die Scheiben nicht vollständig von ihrer Oberflächenstärke freispülen. Gleichmäßig geschnittene, an der Oberfläche trockene und unbeschädigte Scheiben verwenden. Etwas Stärke hilft den Schichten später beim Zusammenhalt. Bei einer Mandoline den Handschutz benutzen und die Fingerspitzen hinter der Klinge halten.

  2. Speck auslassen. Den Speck in den kalten 28-cm-Schmortopf geben und bei mittlerer bis niedriger Hitze 8 Minuten garen, dabei gelegentlich umrühren. Der Speck soll einen glänzenden Fettfilm abgegeben haben und an den Rändern leicht gebräunt sein. Langsames Auslassen würzt die Kartoffeln, ohne den Pökelspeck zu verbrennen. Auch handelsüblicher Speck muss hygienisch behandelt werden; der spätere lange Garvorgang und die 5-minütige Ruhephase liegen über dem Mindestwert von 63 °C plus 3 Minuten Ruhezeit für intaktes Schweinefleisch.

  3. Zwiebeln weich dünsten. Zwiebeln und 20 g Butter zum ausgelassenen Speck geben und bei mittlerer bis niedriger Hitze 7 Minuten unter Rühren garen. Die Zwiebeln sollen glasig und weich sein, ohne dunkle, verbrannte Ränder. Beim Einfüllen vorsichtig arbeiten, da heißes ausgelassenes Fett spritzen kann.

  4. Schichten aufbauen. Den Topf vom Herd nehmen. Kartoffelscheiben auf Speck und Zwiebeln schichten und mit den restlichen 20 g Butter belegen. 100 ml Wein und 100 ml Brühe am Rand zugießen, mit Pfeffer und höchstens 1 g Salz würzen und den Topf wieder auf mittlere Hitze stellen. 5 Minuten erhitzen, bis deutlich Dampf aufsteigt und die Flüssigkeit am Rand gerade zu simmern beginnt. Vor dem Salzen die Flüssigkeit probieren, weil Pökelspeck unterschiedlich salzig sein kann.

  5. Mit Deckel garen. Den Topf dicht schließen und bei 190 °C 45 Minuten im Ofen garen, ohne die Schichten umzurühren. Ein dünnes Messer soll durch eine Kartoffelscheibe in der Mitte nur noch mit leichtem Widerstand gleiten. Mit trockenen Ofenhandschuhen arbeiten; Deckel, Dampf und heißes Fett bergen Verbrennungsgefahr.

  6. Oberfläche bräunen. Den Deckel abnehmen und bei 190 °C weitere 10 Minuten garen, bis die obere Kartoffelschicht leichte goldene Stellen zeigt und die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen ist. Die oberen Scheiben sollen goldene Ränder haben, die unteren Schichten aber feucht bleiben und nicht in Flüssigkeit schwimmen. Den heißen Deckel sicher absetzen.

  7. Vor dem Servieren ruhen lassen. Den Topf aus dem Ofen nehmen und offen 5 Minuten ruhen lassen. Das starke Blubbern soll nachlassen und die Kartoffelschichten sollen beim Herausheben zusammenhalten. Diese Pause stabilisiert Stärke und Fett und erfüllt zugleich die erforderliche Ruhezeit für das Schweinefleisch. Den Speck nicht vor Ablauf der vollständigen Ruhezeit servieren.

Servieren und praktische Hinweise

Praxis

Servieren und praktische Hinweise

Direkt aus dem Schmortopf nach der 5-minütigen Ruhezeit servieren, sodass jede Portion Kartoffeln, Zwiebeln und Speck enthält.

Servieren und praktische Hinweise

Für die Vorbereitung nur kurz vor dem Garen einschichten; roh geschnittene Kartoffeln verfärben sich und geben Stärke ab, wenn sie zu lange stehen.

Servieren und praktische Hinweise

Reste innerhalb von 2 Stunden abdecken und kühlen. Einmal auf 74 °C erhitzen und beim Aufwärmen überwiegend abgedeckt halten, damit die Kartoffeln nicht austrocknen.

Servieren und praktische Hinweise

Für eine Variante ohne Wein kann Brühe mit wenig mildem Essig verwendet werden; die kleine Riesling-Note dieser Interpretation geht dabei verloren.

Problem

Die Kartoffeln zerfallen. Zu dünne Scheiben oder Umrühren während der Deckelphase sind häufige Ursachen; bei 4 mm bleiben und die Schichten während des Garens möglichst ungestört lassen.

Problem

Das Gericht wirkt zu fettig. Sehr fetter Speck oder zu wenig Verdunstung verstärken diesen Eindruck; den Speck langsam auslassen und die volle offene Schlussphase einhalten.

FAQ

Warum keine mehligkochenden Kartoffeln? Festkochende Kartoffeln behalten bei 4 mm Dicke auch während der langen, abgedeckten Garzeit ihre Form, sodass das Gericht geschichtet bleibt und nicht zu Brei wird.

FAQ

Ist das dasselbe wie pommes de terre sarladaises? Nein. Sarladaise-Kartoffeln aus dem Périgord werden mit Enten- oder Gänsefett, Knoblauch und Petersilie zubereitet und sind keine Speck-Zwiebel-Schmorform.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgrößeetwa 350 g gegarte Kartoffeln, Speck, Zwiebeln und Garflüssigkeit
  • Kalorien420 kcal
  • Kohlenhydrate55 g
  • Eiweiß15 g
  • Fett17 g
  • Ballaststoffe6 g
  • Natrium980 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Sulfite aus dem Wein; bei Speck und Brühe die Etiketten auf weitere Allergene oder Sulfite prüfen. - Rohes oder ungegartes Schweinefleisch von verzehrfertigen Lebensmitteln getrennt halten und Hände sowie Geräte nach Kontakt gründlich reinigen. - Der Speck muss mindestens 63 °C erreichen; anschließend muss das Gericht vor dem Essen mindestens 3 Minuten ruhen. Durch die lange Garzeit wird dieser Wert normalerweise deutlich überschritten. - Gekochte Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen. - Nach dem Kochen kann Alkohol aus dem Wein verbleiben; ein Garvorgang von ungefähr einer Stunde entfernt nicht das gesamte Ethanol. - Ausgelassenes Fett und heißer Dampf können schwere Verbrennungen verursachen.

Rohes oder ungegartes Schweinefleisch von verzehrfertigen Lebensmitteln getrennt halten und Hände sowie Geräte nach Kontakt gründlich reinigen.

Der Speck muss mindestens 63 °C erreichen; anschließend muss das Gericht vor dem Essen mindestens 3 Minuten ruhen. Durch die lange Garzeit wird dieser Wert normalerweise deutlich überschritten.

Gekochte Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen.

Nach dem Kochen kann Alkohol aus dem Wein verbleiben; ein Garvorgang von ungefähr einer Stunde entfernt nicht das gesamte Ethanol.

Ausgelassenes Fett und heißer Dampf können schwere Verbrennungen verursachen.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Pommes de terre au lard mit weichen, klar erkennbaren Kartoffelschichten, geräuchertem Speck und Zwiebeln, auf 4 Portionen verteilt.
  • Entscheidende Technik: Festkochende Kartoffeln in 4 mm dicken Scheiben verwenden, damit sie weich werden, aber ihre Form behalten.