Französische Rezepte

Géline de Touraine à la lochoise

Eine Géline de Touraine, die regionale schwarze Henne, in Knochenstücke geteilt, sanft gebräunt und mit Zwiebel und Pilzen langsam gegart, anschließend mit Vouvray und einer leichten Sahnereduktion vollendet.

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Géline de Touraine à la lochoise — auf einer Servierplatte angerichtet
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 99 Minuten
Gesamtzeit 1 Std. 54 Min. (114 Minuten)
Ertrag 6 Hauptgerichtportionen aus 1 ausgenommenen 2-kg-Vogel
Einführung und Überblick

Géline de Touraine à la lochoise — mit Vouvray, Pilzen und Sahne

Géline de Touraine à la lochoise ist nicht einfach Brathähnchen mit Sahnesauce. Ausgangspunkt ist die Géline de Touraine, eine regionale schwarze Henne mit festem, aromatischem Fleisch. In dieser Lochois-Zubereitung werden die Stücke nur mäßig gebräunt, dann mit Zwiebel und saisonalen Pilzen sanft gegart. Erst gegen Ende kommen Vouvray und Sahne dazu.

Die Reihenfolge schützt Fleisch und Sauce. Die Geflügelstücke sollen leichte goldene Stellen bekommen, aber keine harte Kruste. Danach werden Zwiebel und Pilze weich gezogen, und die Kasserolle bleibt eine Stunde zugedeckt bei sanftem Köcheln. Der Wein kommt erst später hinzu. Sobald jedes Stück sicher gegart ist, wird das Geflügel herausgenommen und die Sauce separat reduziert, damit das Fleisch nicht unnötig weitergart.

Bei Geflügel mit Knochen ist die Kerntemperatur zwingend. In der kältesten dicken Stelle jedes größeren Stücks, abseits vom Knochen, müssen 74 °C erreicht werden. Farbe ersetzt die Messung nicht. Da die Sauce Vouvray enthält, kann nach dem kurzen Köcheln und Reduzieren Restalkohol verbleiben.

Gelingpunkte

Gelingpunkte

  • Beim Anbraten nur leichte goldene Stellen erzeugen, keine harte Kruste.
  • Die zugedeckte Stunde nur sanft köcheln lassen.
  • Sauce erst reduzieren, nachdem das sicher gegarte Geflügel herausgenommen wurde.
Zutaten

Zutaten

  • 2000 g ausgenommene Géline de Touraine — ganzer Vogel, in 8 Knochenstücke zerlegt; erwarteter gegarter essbarer Fleischertrag etwa 1000 g nach Knochen und Garverlust
  • 40 g ungesalzene Butter
  • 180 g Zwiebel — in 8 Spalten
  • 300 g saisonale Pilze — geputzt und halbiert oder geviertelt
  • 150 ml trockener Vouvray
  • 200 ml vollfette Crème fraîche oder flüssige Sahne — etwa 30 % Fett
  • 8 g feines Salz
  • 2 g schwarzer Pfeffer — frisch gemahlen
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Géline zerlegen und Rohgeflügelbereich trennen. Den 2-kg-Vogel in 8 Knochenstücke teilen; 15 Minuten. Schneidebrett und Werkzeug ausschließlich für das rohe Geflügel verwenden und Kontakt mit gegarten Lebensmitteln vermeiden.

  2. Geflügel mäßig bräunen. 40 g Butter in der schweren Kasserolle bei mittlerer Hitze schmelzen und die Stücke etwa 12 Minuten rundum leicht goldbraun anbraten, ohne sie stark zu versiegeln. Mit einer Zange wenden und vor heißer Butter schützen.

  3. Zwiebel und Pilze weich ziehen. 180 g Zwiebel und 300 g Pilze zugeben und bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 8 Minuten weich werden lassen. Die Zwiebel soll glasig, die Pilze sollen begonnen haben, weich zu werden.

  4. Zugedeckt sanft garen. Kasserolle schließen und 60 Minuten bei niedriger Hitze sanft garen. Die Stücke sollen in ihrem eigenen Saft zarter werden; die Flüssigkeit darf nicht austrocknen oder anbrennen.

  5. Vouvray zugeben. 150 ml Vouvray einrühren und ohne Deckel 5 Minuten sanft köcheln lassen. Der rohe Alkoholton soll milder werden, ohne dass die Kasserolle trocken fällt. Restalkohol kann verbleiben.

  6. Jedes Stück auf sichere Temperatur prüfen. Mit dem Thermometer die kälteste dicke Stelle jedes größeren Stücks abseits vom Knochen messen; etwa 3 Minuten. Jedes Stück muss 74 °C erreichen. Erst dann auf eine warme Platte legen.

  7. Sahne zugeben und Sauce reduzieren. 200 ml Sahne in die Kasserolle geben und bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 8 Minuten reduzieren, bis die Sauce den Rücken eines Löffels leicht überzieht. Nicht stark kochen, damit die Sahne nicht ausflockt.

  8. Geflügel kurz zurück in die Sauce geben. Stücke zurückgeben und bei niedriger Hitze etwa 3 Minuten durchwärmen. Die Sauce soll dampfen, aber nicht sprudelnd kochen. Beim Servieren auf kleine Knochen hinweisen.

Servieren, Aufbewahren und Vorbereiten

Praxis

Servieren, Aufbewahren und Vorbereiten

Heiß direkt aus der Kasserolle servieren und die Vouvray-Sahnesauce darübergeben. Da die Stücke mit Knochen serviert werden, auf kleine Knochen aufmerksam machen.

Servieren, Aufbewahren und Vorbereiten

Zum Vorbereiten das fertige Gericht rasch abkühlen und innerhalb von zwei Stunden kühlen. Reste nur einmal und schonend erhitzen, bis jedes Geflügelstück wieder 74 °C erreicht. Starkes Kochen kann die Sahne trennen und das Fleisch austrocknen.

Servieren, Aufbewahren und Vorbereiten

Ein großes Hähnchen oder Perlhuhn kann ähnlich gegart werden, benötigt aber eine an den Vogel angepasste Garzeit. Die Bezeichnung Géline de Touraine sollte dann nicht beibehalten werden, weil die regionale Rasse Teil der Identität ist.

Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 6 Portionen
  • Kalorien520 kcal
  • Kohlenhydrate5,8 g
  • Protein47,6 g
  • Fett32,3 g
  • Ballaststoffe1,1 g
  • Natrium672 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Milch; Sulfite aus dem Vouvray.

Kreuzkontamination durch rohes Geflügel verhindern.

Jedes Knochenstück an der kältesten dicken Stelle abseits vom Knochen auf 74 °C garen.

Reste innerhalb von zwei Stunden kühlen und beim Wiedererwärmen 74 °C erreichen.

Restalkohol aus dem Wein kann nach Köcheln und Reduktion verbleiben.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: zarte Géline-Stücke mit Pilzen und einer leicht bindenden Vouvray-Sahnesauce.
  • Entscheidend: Geflügel sanft bis 74 °C garen, herausnehmen, Sauce separat reduzieren und nur kurz zum Durchwärmen zurückgeben.