Kazandibi gleichmäßig karamellisieren und rollen
Kazandibi bedeutet Topfboden, und der entscheidende Geschmack stammt von der Puddingfläche, die absichtlich an der Form karamellisiert. Es ist keine Crème Caramel und keine flüssige Karamellsauce kommt darüber. Die dunkle Schicht ist dünn, leicht bittersüß und direkt mit mildem Milchpudding verbunden. Beim Heben und Rollen wird die Pfannenseite zur braunen Außenseite.
Manche historische Zweige verbinden Kazandibi mit Tavuk Göğsü, einem Milchpudding mit fein gezupfter Hühnerbrust. Diese gewählte Fassung beansprucht das nicht. Sie ist eine verbreitete fleischlose Haushaltsform aus Milch, Reismehl und Maisstärke. Reismehl bringt Körper und Getreidezartheit; Maisstärke klare Setzkraft für biegsame kalte Rollen ohne Gummi.
Eine glatte Suspension ist die erste Kontrolle. Beide Stärken in einem Teil kalter Milch klumpenfrei verquirlen und Rest zufügen. Langsam erhitzen und Boden sowie Ecken schaben. Zucker kommt erst beim beginnenden Andicken, was Ansetzen während längerer Stärkegarung senkt. Fertiger Pudding fällt in schweren Bändern und schmeckt nicht mehlig.
Karamellisierung verlangt eine Metallform für direkte Hitze. Dünn buttern, gleichmäßig mit Puderzucker bestäuben und Pudding 1,5–2 cm tief einfüllen. Form langsam über mittlerer Flamme bewegen, damit jede Zone Hitze erhält. Aufsteigende Blasen sind normal; scharfer Rauch nicht. Mit dünnem Spatel eine Ecke prüfen und Mahagoni statt Schwarz anstreben.
Für acht Rollen 15 Minuten Vorbereitung, 35 Minuten Garzeit und mindestens 4 Stunden Kühlung einplanen. Flaches Kaltwasserbad stoppt Hitze, ohne dass Wasser in Pudding gelangt. Danach setzt Stärke im Kühlschrank vollständig. Lange Streifen schneiden und mit nassem flachem Metallspatel niedrig vorwärts schaben, damit die Karamellseite außen rollt.
15 Minuten Vorbereitung, 35 Minuten Garzeit und mindestens 4 Stunden Kühlzeit für 8 Portionen.
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