Türkei · Türkeiweit

Aşure

Türkischen Aşure-Pudding aus Weizen, Kichererbsen, weißen Bohnen, Trockenfrüchten, Nüssen und warmen Gewürzen kochen und jede Schale reich garnieren.

Rezepte der türkischen Küche Dessert / zeremonieller Pudding
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Schalen mit türkischem Aşure aus Weizen, Hülsenfrüchten, Trockenobst, Nüssen, Granatapfel und Zimt
Cremiger Weizen trägt ganze Kichererbsen und Bohnen, während frische Garnituren Farbe und Biss liefern.
Vorbereitung 35 Min.
Garzeit 2 Std.
Gesamt 10 Std. 35 Min.
Portionen 12
Überblick

Aşure mit Weizen, Hülsenfrüchten und Trockenobst

Aşure ist ein reichhaltiger türkischer Pudding aus Weizenkörnern, Hülsenfrüchten, Trockenobst und Nüssen. Das Gericht ist eng mit Muharram und dem Verteilen von Schalen an Nachbarn verbunden, obwohl die genaue Zutatenliste je nach Region und Haushalt variiert. Weizen liefert die cremige Grundstruktur. Kichererbsen und weiße Bohnen bleiben als einzelne Bestandteile erkennbar, während Rosinen, Aprikosen und Feigen Süße und Farbe beisteuern.

Gelungener Aşure ist weder schnittfester Brei noch dünne Suppe. Weizen so lange garen, bis Körner aufbrechen und Stärke die Flüssigkeit milchig macht. Bereits vollständig weiche Hülsenfrüchte erst danach zugeben. Zucker kommt erst in den Topf, wenn Weizen, Bohnen und Kichererbsen gar sind, weil er das weitere Weichwerden bremst. Gewürfelte Feigen zuletzt einrühren, damit sie den ganzen Ansatz nicht dunkel färben. Beim Abkühlen dickt die Masse deutlich nach.

Vor Beginn Weizen, Kichererbsen und weiße Bohnen getrennt einweichen. Für zwölf Schalen 350 g Aşure-Weizen, je 150 g Kichererbsen und Bohnen, 3,5 l Wasser und 350 g Zucker abwiegen. Rosinen, Aprikosen, Feigen, Orangenschale, Nelken und Zimtstange nach Einsatz ordnen. Walnüsse, Haselnüsse, Granatapfelkerne, Zimt und optionalen Sesam nicht mitkochen, sondern erst auf die gesetzte Oberfläche geben. Ein schwerer Topf mit mindestens sechs Litern Volumen verhindert gefährliches Überfüllen.

Für zwölf Portionen 35 Minuten Vorbereitung, 8–12 Stunden Einweichen und etwa 2 Stunden Garzeit einplanen. Die fertige Masse in kleine Schalen schöpfen und 30–45 Minuten ungestört setzen lassen, damit Garnituren nicht absinken. Leicht warm servieren oder kühlen und 15 Minuten vor dem Essen herausnehmen. Die Endkonsistenz muss cremig und löffelbar bleiben; deshalb den heißen Pudding etwas dünner beenden, als er später gegessen werden soll.

Für 12 Portionen 35 Minuten Vorbereitung, 2 Stunden Garzeit und insgesamt 10 Stunden 35 Minuten einplanen.

Praxis

Praxis

  • Getrennt einweichenWeizen, Kichererbsen und Bohnen nehmen Wasser unterschiedlich schnell auf und benötigen eigene Garzeiten.
  • Vor dem Zucker vollständig weich garenZucker erschwert das weitere Weichwerden von Stärke und Hülsenfrüchten.
  • Topfboden häufig schabenFreigesetzte Weizenstärke setzt leicht an und entwickelt dann im gesamten Ansatz Bitterkeit.
Zutaten

Zutaten

Einweichen und garen

  • 350 g Aşure-Weizen oder geschälte Weizenkörner
  • 150 g getrocknete Kichererbsen
  • 150 g getrocknete weiße Bohnen
  • 3,5 l Wasser zusätzlich mehr zum Einweichen

Früchte und Süße

  • 350 g Zucker nach Geschmack anpassen
  • 120 g kernlose Rosinen
  • 120 g getrocknete Aprikosen würfeln
  • 100 g getrocknete Feigen würfeln
  • 1 Orange nur die Schale fein abreiben
  • 3 Nelken
  • 1 Zimtstange

Garnitur

  • 80 g Walnüsse grob hacken
  • 60 g Haselnüsse grob hacken
  • 1 Granatapfel nur die Kerne
  • 5 g gemahlener Zimt
  • 20 g Sesamsamen rösten, optional
Zubereitung

Zubereitung

Einweichen und vorgaren

  1. Getrennt einweichenWeizen, Kichererbsen und Bohnen in getrennten Schüsseln 8–12 Stunden mit reichlich Wasser bedecken.

    Alle drei Zutaten müssen sichtbar aufquellen.
  2. Hülsenfrüchte garenAbgießen, Kichererbsen und Bohnen getrennt mit frischem Wasser bedecken und 45–75 Minuten vollständig weich köcheln; anschließend abgießen.

    Jede Hülsenfrucht muss sich zwischen zwei Fingern leicht zerdrücken lassen.
  3. Weizen ansetzenWeizen abgießen, mit 2,5 l Wasser in den großen Topf geben und unter regelmäßigem Rühren 60–75 Minuten köcheln lassen.

    Die Körner müssen aufbrechen und die Flüssigkeit milchig sowie leicht zähflüssig werden.

Pudding aufbauen

  1. Grundlage verbindenGekochte Kichererbsen und Bohnen mit so viel heißem Wasser zum Weizen geben, dass sich alles frei bewegt.

    Die Masse muss dünner aussehen als die später gewünschte Konsistenz.
  2. Zucker und Aromen zugebenZucker, Rosinen, Aprikosen, Orangenschale, Nelken und Zimt einrühren und 20 Minuten köcheln lassen.

    Der Zucker muss vollständig gelöst und das Trockenobst prall sein.
  3. Feigen zuletzt einrührenFeigen zugeben und 5 Minuten köcheln lassen; ganze Gewürze entfernen und bei Bedarf mit heißem Wasser verdünnen.

    Ein Löffel voll soll langsam fließen, weil die Masse beim Abkühlen weiter dickt.

Portionieren und garnieren

  1. Schalen füllenHeißen Aşure auf 12 kleine Schalen verteilen und 30–45 Minuten ungestört stehen lassen, bis die Oberfläche trägt.

    Die Garnituren müssen oben liegen bleiben und dürfen nicht einsinken.
  2. Großzügig dekorierenWalnüsse, Haselnüsse, Granatapfelkerne, Zimt und Sesam auf jeder Schale anordnen.

    Jede Portion soll Farbe, unterschiedliche Texturen und Fülle zeigen.
  3. Warm oder kühl servierenLeicht warm servieren oder kühlen und 15 Minuten vor dem Essen herausnehmen.

    Die Textur muss cremig und löffelbar sein, niemals schnittfest.
Praxis

Praxis

Konsistenz bewusst dünn beenden

Heißer Aşure dickt beim Setzen in den Schalen erheblich nach.

Feigen spät zugeben

Kurzes Garen erhält ihre Stücke und begrenzt die dunkle Färbung.

Garnitur erst auf gesetzte Oberfläche legen

Nüsse und Granatapfel bleiben sichtbar und behalten ihren Biss.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Kichererbsen oder Bohnen sind hart Sie wurden nicht vollständig vorgegart oder Zucker kam zu früh hinzu. Getrennt ohne Zucker weitergaren.
  • Der Pudding ist schnittfest Zu wenig Wasser blieb in der heißen Masse. Beim Erwärmen behutsam heißes Wasser einarbeiten.
  • Der Ansatz ist sehr dunkel Feigen wurden zu früh und zu lange mitgekocht. Beim nächsten Mal erst am Ende einrühren.
  • Die Garnitur sinkt ein Die Oberfläche hatte sich noch nicht gesetzt. Schalen länger ungestört stehen lassen.
Nährwerte

Nährwerte

  • Kalorien410 kcal
  • Eiweiß10 g
  • Kohlenhydrate75 g
  • Fett10 g
  • Gesättigte Fettsäuren2 g
  • Ballaststoffe11 g
  • Zucker43 g
  • Natrium35 mg

1 von 12 Schalen. — Die Angaben sind Näherungen; Auswahl und Menge der Früchte, Nüsse und Garnituren verändern die Werte.

Allergene · Lebensmittelsicherheit

Allergene · Lebensmittelsicherheit

Allergene: Enthält Weizen beziehungsweise Gluten, Walnüsse, Haselnüsse und bei Verwendung Sesam.

Lebensmittelsicherheit: Große Mengen in flachen Portionen abkühlen und nicht den vollen Topf bei Raumtemperatur stehen lassen. Innerhalb von 2 Stunden kühlen und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.

Aufbewahrung: Große Mengen in flachen Portionen abkühlen. Innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank stellen und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Gibt es für Aşure eine einzige feste Zutatenliste?

Nein. Weizen und viele Einlagen prägen die Struktur, doch Früchte, Hülsenfrüchte und Garnituren unterscheiden sich regional.

Können Hülsenfrüchte aus der Dose verwendet werden?

Ja. Abspülen und erst zugeben, wenn der Weizen vollständig weich ist.

Warum ist Aşure über Nacht sehr dick geworden?

Weizenstärke nimmt weiter Wasser auf. Beim Erwärmen vorsichtig mit heißem Wasser wieder löffelbar machen.

Wann kommen Nüsse und Granatapfel dazu?

Erst nach dem Portionieren, sobald die Oberfläche der Schalen die Garnitur tragen kann.

Das Wichtigste

Das Wichtigste

Cremiger, reichhaltiger Weizenpudding mit zarten Hülsenfrüchten und Früchten sowie frischem Biss auf der Oberfläche.

Alle festen Bestandteile vor dem Zucker weich garen und die Masse dünner beenden, als zunächst nötig erscheint.