Aşure mit Weizen, Hülsenfrüchten und Trockenobst
Aşure ist ein reichhaltiger türkischer Pudding aus Weizenkörnern, Hülsenfrüchten, Trockenobst und Nüssen. Das Gericht ist eng mit Muharram und dem Verteilen von Schalen an Nachbarn verbunden, obwohl die genaue Zutatenliste je nach Region und Haushalt variiert. Weizen liefert die cremige Grundstruktur. Kichererbsen und weiße Bohnen bleiben als einzelne Bestandteile erkennbar, während Rosinen, Aprikosen und Feigen Süße und Farbe beisteuern.
Gelungener Aşure ist weder schnittfester Brei noch dünne Suppe. Weizen so lange garen, bis Körner aufbrechen und Stärke die Flüssigkeit milchig macht. Bereits vollständig weiche Hülsenfrüchte erst danach zugeben. Zucker kommt erst in den Topf, wenn Weizen, Bohnen und Kichererbsen gar sind, weil er das weitere Weichwerden bremst. Gewürfelte Feigen zuletzt einrühren, damit sie den ganzen Ansatz nicht dunkel färben. Beim Abkühlen dickt die Masse deutlich nach.
Vor Beginn Weizen, Kichererbsen und weiße Bohnen getrennt einweichen. Für zwölf Schalen 350 g Aşure-Weizen, je 150 g Kichererbsen und Bohnen, 3,5 l Wasser und 350 g Zucker abwiegen. Rosinen, Aprikosen, Feigen, Orangenschale, Nelken und Zimtstange nach Einsatz ordnen. Walnüsse, Haselnüsse, Granatapfelkerne, Zimt und optionalen Sesam nicht mitkochen, sondern erst auf die gesetzte Oberfläche geben. Ein schwerer Topf mit mindestens sechs Litern Volumen verhindert gefährliches Überfüllen.
Für zwölf Portionen 35 Minuten Vorbereitung, 8–12 Stunden Einweichen und etwa 2 Stunden Garzeit einplanen. Die fertige Masse in kleine Schalen schöpfen und 30–45 Minuten ungestört setzen lassen, damit Garnituren nicht absinken. Leicht warm servieren oder kühlen und 15 Minuten vor dem Essen herausnehmen. Die Endkonsistenz muss cremig und löffelbar bleiben; deshalb den heißen Pudding etwas dünner beenden, als er später gegessen werden soll.
Für 12 Portionen 35 Minuten Vorbereitung, 2 Stunden Garzeit und insgesamt 10 Stunden 35 Minuten einplanen.
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