Antalya Piyazı mit Tahini-Tarator
Antalya Piyazı unterscheidet sich von den scharf-säuerlichen Bohnen-Zwiebel-Salaten anderer türkischer Regionen. Sein Kennzeichen ist Tarator: Tahini wird mit Essig, Zitrone, Knoblauch und einem Teil des warmen Bohnenkochwassers verbunden. Diese cremige Sauce überzieht die noch warmen weißen Bohnen. Tomaten, Zwiebeln, Petersilie und hart gekochte Eier machen die Portion so gehaltvoll, dass sie in Antalya als Hauptgericht gegessen wird.
Die geschützte Fassung ist mit kleinen Çandır-Bohnen verbunden. Andere kleine weiße Bohnen mit dünner Schale funktionieren, wenn sie sanft gegart werden: innen cremig, außen vollständig intakt. Vor dem Abgießen unbedingt Kochwasser auffangen. Tahini wird beim Kontakt mit Säure zunächst fest und blass; das ist kein Fehler. Erst löffelweise eingerührte warme Bohnenflüssigkeit verwandelt die körnig wirkende Phase wieder in eine langsam fließende Emulsion.
Vor Beginn 400 g trockene Bohnen, Wasser und Salz bereitstellen und für den Tarator 150 g Tahini, 60 ml Trauben- oder Apfelessig, 30 ml Zitronensaft, Knoblauch sowie 120–180 ml warmes Kochwasser abmessen. Eier, Tomaten, rote Zwiebel, Petersilie, Olivenöl und Pul Biber erst nach dem Kochen schneiden beziehungsweise bereitstellen. Die Bohnen nicht abspülen, weil ihre Oberflächenstärke zur Bindung beiträgt.
Für sechs Hauptgerichtportionen 30 Minuten Vorbereitung, 8–12 Stunden Einweichzeit und 1 Stunde 15 Minuten Garzeit einplanen. Die warmen Bohnen zunächst mit etwa zwei Dritteln des Tarators mischen und zehn Minuten ziehen lassen. Gemüse und Eier anschließend sichtbar auflegen, nicht zu einem Brei vermengen. Bei Raumtemperatur servieren, sobald die Sauce nussig, säuerlich und knoblauchbetont schmeckt, aber keine aggressive Säurespitze mehr hat.
Für 6 Portionen 30 Minuten Vorbereitung, 1 Stunde 15 Minuten Garzeit und insgesamt 9 Stunden 45 Minuten einplanen.
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