Über Sarde in saor
Der Tourismusverband Venetien beschreibt Sarde in saor als klassische regionale Methode, kleine Fische haltbar zu machen und aufzuwerten: Sardinen werden frittiert und anschließend mit in Öl weich gegarten und mit Weinessig geschärften Zwiebeln geschichtet. Serviert wird das fertige Gericht kalt nach einem vollen Tag Marinierzeit.
Die einfachste offizielle Version verwendet Sardinen, Mehl, Zwiebeln, Olivenöl, Essig, Salz und Pfeffer. In Venedig werden häufig auch Rosinen und Pinienkerne ergänzt; die verifizierten Fotos zeigen beide süßen und nussigen Bestandteile, weshalb sie in dieser Version enthalten sind.
Die große Zwiebelmenge ist beabsichtigt. Sie wird langsam weich und leicht goldgelb gegart, nicht knusprig, und anschließend mit Essig vermischt, sodass eine aromatische süß-saure Schicht um den Fisch entsteht. Die Rosinen werden vorher eingeweicht, damit sie prall statt lederartig bleiben.
Die Sardinen werden separat frittiert und gut abgetropft. Sie brauchen ausreichend Farbe und Oberflächenstruktur, um einen Tag in der Marinade zu überstehen, ohne sich aufzulösen. Frischer Fisch und sauberes Frittieröl sind wichtiger als starke Würzung.
Zeit ist bei Saor ein echter Bestandteil. Nach dem Schichten ruht das Gericht 24 Stunden im Kühlschrank, bevor es serviert wird. Dadurch werden die Aromen weicher und Essig, Zwiebel und Fisch verbinden sich, während die Sardinen ihre Grundform behalten.
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