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Verona / Venetien · Reichhaltiger Hefekuchen / Dessert

Pandoro — butterreicher Weihnachtskuchen aus Verona

Pandoro ist Veronas hoher, goldener, achtzackiger Weihnachtskuchen: Ein reichhaltiger Hefeteig aus Mehl, Eiern, Zucker, Butter und Vanille wird in Stufen aufgebaut, gekühlt, mit Butter touriert, in der Sternform gehen gelassen und mit Puderzucker abgeschlossen.

Traditionelles italienisches RezeptReichhaltiger Hefekuchen / Dessert
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Pandoro: weite Ansicht des hohen goldenen achtzackigen Veroneser Weihnachtskuchens mit Puderzucker
Vorbereitung2 Std.
Garzeit55 Min.
Gesamtzeit22 Std. 55 Min.
Ergibt1 pandoro / 10 slices
Das Gericht

Über Pandoro

Italia.it führt den modernen Pandoro auf Verona und Domenico Melegattis Patent von 1884 zurück; La Cucina Italiana dokumentiert die klassische butterreiche, geschichtete Hausmethode.

Die Krume entsteht durch Gärung und das Einarbeiten von Butter, nicht durch chemisches Triebmittel. Vor der großen Butterzugabe muss genügend Teigstärke aufgebaut sein.

Kalte Ruhephasen sind beim Tourieren unverzichtbar: Weiche Butter, die aus dem Teig austritt, zerstört die feine, geschichtete und faserige Krume.

Die Endgare wird nach der Teighöhe in der Form beurteilt, nicht nur nach der Uhr; reichhaltiger Teig kann in einer kühlen Küche langsam aufgehen.

Technik

Drei Dinge, auf die es ankommt

  • Gluten vor dem Tourieren entwickeln. Die ersten Teigstufen müssen glatt genug werden, um Eier, Zucker und Butter aufzunehmen.
  • Butter kühl und formbar halten. Kalte Ruhephasen verhindern fettiges Austreten während der Faltungen.
  • Nach Volumen gehen lassen. Erst backen, wenn der Teig fast bis an den oberen Rand der Sternform gestiegen ist.
Gericht zubereiten

Zutaten

Alles, was für das Gericht benötigt wird, übersichtlich vor dem Kochen angeordnet.

Zutaten

  • 480 gstarkes helles Weizenmehlplus etwas zum Bearbeiten
  • 20 gfrische Hefe
  • 90 mlVollmilchlauwarm, aufgeteilt
  • 125 gFeinzuckeraufgeteilt
  • 3große Eier
  • 1Eigelb
  • 1VanilleschoteMark ausgekratzt
  • 5 gfeines Meersalz

Vorteig und Teig

  • 170 gungesalzene Butterweich, aber kühl, aufgeteilt
  • zusätzliche Butterfür die Form
  • Puderzuckerzum Servieren
Schritt für Schritt

Zubereitung

Reichhaltigen Teig aufbauen

  1. Vorteig herstellen. 15 g Hefe in 60 ml lauwarmer Milch auflösen; mit 25 g Zucker, dem Eigelb und 50 g Mehl verrühren. Abdecken und etwa 1 Stunde bis zur Verdopplung gehen lassen.

    Der Vorteig soll sichtbar gewölbt und luftig sein.
  2. Zweiten Teig herstellen. Restliche Hefe in der restlichen Milch auflösen; zusammen mit 1 Ei, 100 g Zucker, 200 g Mehl und 30 g Butter zugeben. Glatt kneten und etwa 1 Stunde bis zur Verdopplung gehen lassen.

    Der Teig soll sich sauberer von der Schüssel weg dehnen lassen.
  3. Anreichern und kühlen. Restliches Mehl, 2 Eier, Vanille und Salz einkneten, bis der Teig elastisch ist; abdecken, etwa 1 Stunde gehen lassen und dann 12–15 Stunden kühlen.

    Der kalte Teig soll fest genug sein, sich ausrollen zu lassen, ohne zu schmieren.

Tourieren und formen

  1. Butter einschließen. Kalten Teig zu einem Quadrat ausrollen, 140 g kühle formbare Butter in die Mitte legen und die Ecken darüberfalten, um sie vollständig einzuschließen.

    An den Nähten darf keine Butter sichtbar sein.
  2. Faltungen geben. Vorsichtig zu einem Rechteck ausrollen, in Drittel falten und 20 Minuten kühlen; noch dreimal wiederholen und zwischen den Faltungen jeweils 15–20 Minuten kühlen.

    Der Teig soll kühl und geschichtet bleiben und niemals fettig wirken.
  3. Teig rundwirken. Nach der letzten Faltung zu einer glatten Kugel formen, wobei die zusammengezogene Naht unten liegt.

    Die Oberfläche soll gespannt sein, ohne einzureißen.

Gehen lassen und backen

  1. Form füllen. Pandoro-Form gründlich buttern und den geformten Teig mit der Naht nach unten hineinsetzen.

    Der Teig soll mittig am Boden des Sterns sitzen.
  2. Endgare durchführen. Abdecken und an einem warmen zugfreien Ort stehen lassen, bis der Teig fast bis zum oberen Rand der Form reicht, ungefähr 4 Stunden oder länger.

    Reife nach Höhe und Luftigkeit beurteilen, nicht nur nach der Zeit.
  3. Backen und abkühlen. 15 Minuten bei 160 °C Umluft backen, dann auf 130 °C reduzieren, bei Bedarf locker abdecken und weitere 40–45 Minuten backen. Vor dem Stürzen abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

    Ein Holzstäbchen soll sauber herauskommen und die Krume innen gesetzt statt klebrig wirken.
Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Historischer Hinweis

Der moderne Veroneser Pandoro wird mit Domenico Melegattis Patent von 1884 verbunden; ältere venetische Brote wie Nadalin gehören zu seinem kulinarischen Hintergrund.

Zeitplanung

Die angegebene passive Zeit ist ein Mindestwert. Reichhaltiger Teig kann je nach Hefeaktivität und Raumtemperatur langsamer gehen.

Form

Eine echte tiefe Pandoro-Sternform unterstützt den hohen vertikalen Trieb; eine gewöhnliche Kuchenform erzeugt nicht dieselbe Form.

Problemlösung

Problemlösung

  • Beim Ausrollen tritt Butter aus. Teig oder Butter sind zu warm. Stoppen und vor dem Weiterarbeiten kühlen.
  • Der Pandoro ist kompakt. Die Gärung wurde zu stark verkürzt oder vor den Butterfaltungen war zu wenig Gluten entwickelt.
  • Die Oberseite bräunt zu früh. Nach dem ersten Ofentrieb locker mit Folie abdecken und bei der niedrigeren Temperatur weiterbacken.
Nährwertangaben pro Portion

Nährwertangaben pro Portion

  • Portionsgröße: 1/10 des Pandoro
  • Kalorien: etwa 390 kcal
  • Kohlenhydrate: 47 g
  • Eiweiß: 8 g
  • Fett: 19 g
  • Ballaststoffe: 1 g
  • Natrium: 220 mg

Der Schätzwert enthält keinen optional zusätzlich verwendeten Puderzucker.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Frische Eier verwenden und den reichhaltigen Teig während der langen Kaltgare gekühlt halten.

Tuch, Folie oder Backpapier beim Gehenlassen beziehungsweise Backen nicht an Heizelemente gelangen lassen.

Backen, bis die Mitte vollständig gesetzt ist; zu wenig gebackener reichhaltiger Teig kann klebrig bleiben und zusammenfallen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Woher stammt Pandoro?

Der moderne Kuchen wird mit Verona verbunden; Italia.it dokumentiert Domenico Melegattis Patent von 1884.

Warum dauert dieses Rezept so lange?

Mehrere Gärphasen, eine lange Kaltgare und die tourierte Butter erzeugen die charakteristische leichte, faserig auseinanderziehbare reichhaltige Krume.

Können die Butterfaltungen ausgelassen werden?

Ein einfacherer reichhaltiger Kuchen ist möglich, doch ohne die klassische Tourierung verändert sich die Textur deutlich.

Abschluss

Worauf es ankommt

  • Ergebnis: Ein hoher, goldener Sternkuchen mit feiner, butteriger, vanilleduftender Krume und schneeartigem Puderzuckerabschluss.
  • Schlüssel: Teigstärke stufenweise aufbauen, die Butter während der Faltungen kühl halten und der Endgare so viel Zeit geben, wie sie braucht.