Travel S HelperWelt der KücheItalienische KücheMesciua
Italien · La Spezia / Ligurien

Mesciua

Mesciua ist La Spezias emblematische gemischte Suppe aus Kichererbsen, Cannellini-Bohnen und Getreide, weich gegart und schlicht mit nativem Olivenöl extra und schwarzem Pfeffer serviert.

Traditionelles italienisches RezeptHülsenfrucht- und Getreidesuppe
Teilen
Mesciua: breite Hero-Ansicht des fertigen traditionellen Gerichts
Vorbereitung20 Minuten
Garzeit2 h 15 min
Gesamt14 h 35 min
Ergibt6 Portionen
Das Gericht

Über Mesciua

Der Tourismus von La Spezia stellt Mesciua als charakteristisches lokales Gericht vor, traditionell mit dem Hafen der Stadt und dem Vermischen von Hülsenfrüchten und Getreide verbunden.

Schon der Name verweist auf Mischung. Die Rezepte unterscheiden sich beim verwendeten Getreide, doch Kichererbsen, Bohnen und Weizen bzw. Farro bilden die klassische Hauslogik.

Das getrennte Garen ist praktisch, weil Kichererbsen, Bohnen und Farro unterschiedlich schnell weich werden. Sie werden erst gegen Ende zusammengeführt, damit keine Komponente zu Brei zerfällt, während sie auf die anderen wartet.

Der Abschluss bleibt bewusst schlicht: Gutes Olivenöl und schwarzer Pfeffer lassen Getreide und Hülsenfrüchte sichtbar, statt sie unter einer schweren Tomatenbasis zu verstecken.

Technik

Drei Dinge, auf die es ankommt

  • Vollständig einweichen. Zwölf Stunden verkürzen die Garzeit und helfen, die Kerne gleichmäßig weich zu bekommen.
  • Komponenten nach Textur garen. Bohnen und Kichererbsen nicht in dieselbe Zeitvorgabe zwingen.
  • Erst am Ende würzen. Ein schlichter Abschluss mit Olivenöl prägt die Suppe stärker als aufwendige Aromaten.
Gericht zubereiten

Zutaten

Alles, was für das Gericht benötigt wird, übersichtlich vor dem Kochen angeordnet.

Suppe

  • 300 ggetrocknete Kichererbsen
  • 300 ggetrocknete Cannellini-Bohnen
  • 100 gPerlfarro oder Weizenkörner
  • 2Lorbeerblätteroptional
  • feines Meersalznach Geschmack
  • Wasserzum Einweichen und Kochen

Zum Servieren

  • 60 mlnatives Olivenöl extra
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffergroßzügig
Schritt für Schritt

Zubereitung

Getrennt einweichen und beginnen

  1. Über Nacht einweichen. Kichererbsen, Bohnen und Farro getrennt mit reichlich kühlem Wasser bedecken und etwa 12 Stunden einweichen.
    Jede Komponente soll vor dem Kochen vollständig aufgequollen sein.
  2. Abspülen. Alle drei Komponenten abgießen und unter frischem Wasser abspülen.
    Das Einweichwasser soll verworfen werden.
  3. Kichererbsen beginnen. Kichererbsen mit frischem Wasser bedecken und je nach Alter etwa 90–120 Minuten sanft sieden, bis sie fast zart sind.
    Eine Kichererbse soll sich zwischen den Fingern zerdrücken lassen, aber ihre Form behalten.

Bohnen und Getreide garen

  1. Cannellini separat garen. Bohnen in frischem Wasser sanft sieden, bis sie zart sind, meist 60–90 Minuten.
    Die Häute sollen intakt und die Kerne cremig sein.
  2. Farro garen. Farro sanft sieden, bis er weich, aber noch bissfest ist; bei Perlfarro etwa 35–50 Minuten.
    Die Körner sollen durchgegart sein, ohne sich aufzulösen.
  3. Kochflüssigkeit aufbewahren. Etwas Kochwasser von Kichererbsen und Bohnen für die fertige Suppe zurückbehalten.
    Die Flüssigkeit soll sauber und leicht stärkehaltig schmecken.

Zusammenführen und würzen

  1. Gegarte Komponenten mischen. Kichererbsen, Bohnen und Farro in einem großen Topf mit so viel zurückbehaltener Flüssigkeit verbinden, dass eine reichliche Suppe entsteht.
    Die Mischung soll dick sein, aber klar suppig bleiben.
  2. Gemeinsam sieden. 15 Minuten garen, damit sich die Aromen verbinden; bei zu großer Dicke heißes Wasser ergänzen und mit Salz abschmecken.
    Die Hülsenfrüchte sollen erkennbar bleiben und nicht zu Püree zerfallen.
  3. Schlicht servieren. In Schüsseln schöpfen und jede Portion mit nativem Olivenöl extra und reichlich schwarzem Pfeffer vollenden.
    Das Öl soll die Oberfläche aromatisieren und die Hülsenfrüchte sichtbar bleiben.
Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Getreidewahl

Farro ist eine praktische Wahl; traditionelle Varianten aus La Spezia können Weizen oder andere lokale Getreidemischungen verwenden.

Alte Hülsenfrüchte

Sehr alte getrocknete Bohnen können deutlich länger brauchen. Nach Zartheit, nicht nach Uhr garen.

Textur

Mesciua ist rustikal und gehaltvoll, soll aber weiterhin genug Brühe enthalten, um mit dem Löffel gegessen zu werden.

Problemlösung

Problemlösung

  • Die Bohnen bleiben hart. Sie sind alt, das Wasser ist sehr hart oder das Garen wurde zu früh beendet. Mit frischem heißem Wasser sanft weitergaren.
  • Die Suppe ist breiig. Die Komponenten wurden von Anfang an zusammen gekocht oder zu stark gekocht. Getrennt garen und erst spät verbinden.
  • Der Geschmack wirkt flach. Meist fehlen ausreichend Salz, frischer Pfeffer und ein großzügiger Abschluss mit gutem Olivenöl statt weiterer Zutaten.
Nährwertangaben pro Portion

Nährwertangaben pro Portion

  • Portionsgröße: 1/6 des Topfes
  • Kalorien: etwa 540 kcal
  • Kohlenhydrate: 84 g
  • Eiweiß: 25 g
  • Fett: 13 g
  • Ballaststoffe: 22 g
  • Natrium: 420 mg

Die Schätzung geht von mäßiger Salzmenge und 10 ml Olivenöl pro Portion aus.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Getrocknete Bohnen vor dem Verzehr vollständig garen; harte Kerne zeigen Untergaren an.

Große Mengen Suppe schnell abkühlen und innerhalb von 2 Stunden kühlen.

Reste beim Aufwärmen vollständig dampfend erhitzen und Wasser ergänzen, da die Hülsenfrüchte weiter Flüssigkeit aufnehmen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was enthält Mesciua?

Die klassische Identität aus La Spezia ist eine Mischung aus Hülsenfrüchten und Getreide, besonders Kichererbsen, Cannellini-Bohnen und Weizen oder Farro.

Warum werden die Zutaten getrennt gegart?

Ihre Garzeiten unterscheiden sich; getrennte Töpfe bewahren die Textur jeder Komponente.

Braucht Mesciua Tomaten?

Die charakteristischsten schlichten Versionen werden ohne Tomatenbasis serviert und mit Olivenöl und schwarzem Pfeffer vollendet.

Zum Schluss

Worauf es ankommt

  • Ergebnis: Eine dicke, aber suppige ligurische Suppe, in der cremige Bohnen, nussige Kichererbsen und bissfestes Getreide unter fruchtigem Olivenöl und schwarzem Pfeffer getrennt erkennbar bleiben.
  • Schlüssel: Gut einweichen, jede Hülsenfrucht und das Getreide bis zur eigenen Zartheit garen und erst für das abschließende Sieden zusammenführen.