Über Lasagne verdi alla bolognese
Lasagne verdi alla bolognese wird ebenso durch ihre Architektur wie durch ihren Geschmack bestimmt. Dünne grüne Pastablätter bilden mehrere klar erkennbare Schichten, während Ragù Tiefe, Béchamel Feuchtigkeit und Parmigiano Bindung geben. Das fertige Stück soll stehen, ohne trocken oder kompakt wie ein Block zu werden.
Bologna Welcome dokumentiert ein Rezept, das 2003 von der Bologna-San-Luca-Delegation der Accademia Italiana della Cucina beschlossen und bei der Handelskammer von Bologna hinterlegt wurde. Es nennt für acht Personen ein Kilogramm klassisches Bologneser Ragù, 400 g Parmigiano Reggiano, Béchamel und ungefähr ein Kilogramm grüne Pastablätter.
Die grüne Pasta ist keine gewöhnliche Lasagne, die nur für die Farbe eingefärbt wird. Gekochter, sehr gut ausgedrückter Spinat wird in einen Teig aus Mehl und Ei eingearbeitet und bringt sowohl Farbe als auch pflanzliches Aroma. Die Blätter werden kurz blanchiert, abgekühlt und vor dem Schichten auf Tüchern getrocknet.
Das Ragù folgt der aktualisierten Bologneser Formel: Pancetta, Rindfleisch, fein geschnittene Zwiebel, Karotte und Sellerie, eine zurückhaltende Menge Tomate, trockener Wein, Milch und bei Bedarf Brühe. Das zweistündige sanfte Garen konzentriert die Aromen, ohne die Sauce in einen schweren Tomateneintopf zu verwandeln.
Die offizielle Schichtanleitung verlangt mindestens sechs Lagen. Béchamel soll cremig, aber dünn verteilt sein; Ragù großzügig, jedoch nicht flutend. Lufteinschlüsse vermeiden. Eine kurze Ruhezeit nach dem Backen genügt, damit sich die Schichten vor dem Schneiden setzen.



