Über Bagna càuda
Bagna càuda ist ein warmer piemontesischer Dip aus Knoblauch, gesalzenen Sardellen und Olivenöl, der am Tisch mit Gemüse gegessen wird. Die kräftigere ursprüngliche Form braucht keine Milch; als dokumentierte mildere Variante kann der Knoblauch jedoch in Milch pochiert werden.
Diese Version nutzt bewusst die milchgemilderte Variante, weil sie eine hellere, cremiger wirkende Sauce ergibt. Sie bleibt dennoch klar eine Bagna càuda aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch und keine Sahnesauce.
Die wichtigste Hitzeregel bleibt unverändert: Das Öl darf nicht kräftig frittieren. Sardellen sollen bei sehr niedriger Hitze zerfallen und der Knoblauch hell bleiben. Bräunung verschiebt den Geschmack von mild und würzig zu bitter und scharf.
Der größte Teil der Pochiermilch wird abgegossen. Nur eine kleine abgemessene Menge bei Bedarf zurückgeben, um die helle löffelüberziehende Textur zu erreichen; die Sauce muss ein Olivenöl-Sardellen-Dip bleiben.
Bagna càuda wird heiß oder sehr warm aus einem fojòt oder einem anderen Tischwärmer gegessen. Das Gemüse gehört zum Ritual: bittere Blätter, Fenchel, Paprika, Radieschen, Karotten und Cardy oder Sellerie liefern unterschiedliche Texturen zum Eintauchen.

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